La Pérouse entstammte einer Patrizierfamilie der alten südwestfranzösischen Stadt Albi im Languedoc. Im Alter von 15 Jahren ging La Pérouse nach Brest und schlug eine Laufbahn bei der französischen Marine ein. Die Offiziere waren in adlige Rote und bürgerliche Blaue gespalten. Um besser Karriere zu machen, fügt La Pérouse dem Namen seiner Familie, de Galaup, ein Adelsprädikat hinzu, nach einem kleinen Hof der Familie außerhalb von Albi, der La Peyrouse hieß.
Von 1772 bis 1776 segelt La Pérouse im Auftrag des französischen Gouverneurs im Indischen Ozean zwischen den französisch beherrschten Gebieten Mauritius, Réunion, Pondicherry in Südindien und Madagaskar, wo er seine geographischen Kenntnisse vervollständigt.
Wegen besonderer Verdienste wird La Pérouse bei seiner Rückkehr geadelt und befördert. Als Frankreich nach den Entdeckungen des BritenJames Cook eine ähnlich prestigeträchtige Fahrt unternehmen will, fällt die Wahl des Königs 1785 auf La Pérouse.
Zwei Schiffe - die Astrolabe und die Boussole - werden ausgerüstet und eine hochkarätige Truppe von Wissenschaftlern aus den Fachgebieten Astronomie, Mathematik, Geologie, Mineralogie und Botanik für die Reise zusammengestellt. Auftrag ist die genaue Erforschung der Geographie des Pazifik und die dortigen Handelsmöglichkeiten, vom hohen Norden bis nach Australien, von Asien bis Amerika.
Am 1. August1785 stechen die beiden Schiffe von Brest aus in See. Die erste Station ist Teneriffa. Im Januar 1786 wird Patagonien erreicht. Über Kap Hoorn und die Osterinseln geht es nach Hawaii und weiter nach Alaska. La Pérouse, der sich der Aufklärungs-Bewegung zurechnet, verzichtet als erster Europäer bewusst auf die Inbesitznahme noch unerforschter Inseln. In Alaska knüpft er wichtige Kontakte mit Indianern, bevor er die Küste Kaliforniens erforscht und wegen ihres Reichtums rühmt.
Der Winter wird für die Überfahrt über den Pazifik genutzt. Im Januar 1787 landen die beiden Schiffe in Macao. Nun werden die bisher wenig bekannten ostasiatischen Nebenmeere, die Chinesische See und die Japanische See, systematisch erforscht und kartographiert, ebenso wie die große sibirische Halbinsel Kamtschatka, die wegen des Pelzreichtums interessant ist.
Nachdem Sachalin und die japanischen Kurilen erkundet sind, wird die Südsee angesteuert. Auf Samoa wird am 11. Dezember1787 der zweite Kapitän und enge Freund La Pérouses, der Wissenschaftler Fleuriot de Langle, von Eingeborenen getötet. Von nun an steht die Reise unter keinem guten Stern.
La Pérouse segelt nach Australien, wo die Engländer gerade Sydney begründen. Im Februar 1788 schickt er eine Nachricht mit der weiter geplanten Route nach Hause: über Tonga, Neukaledonien und die Salomonen soll es nach Neuguinea gehen.
Doch La Pérouse kommt nie dort an. Mannschaft und Schiffe verschwinden spurlos. Man mutmaßt, dass die Schiffe in einen tropischen Wirbelsturm gerieten. Die Expedition wird in Frankreich leidenschaftlich verfolgt, und trotz der 1789 beginnenden Französischen Revolution werden 1791 zwei Schiffe ausgerüstet, um nach La Pérouse zu suchen. Doch die Rettungsaktion verläuft nicht glücklich. Die Kapitäne d'Entrecasteaux und Houn Kermadec sterben auf der Fahrt und die Mannschaft kehrt ohne Ergebnis zurück.
Erst eine zweite Expedition auf den Spuren des verschollenen La Pérouse wird dreißig Jahre später fündig. Jules Dumont d’Urville, dessen Schiff vor der Fahrt auf den Namen von Lapérouses Schiff Astrolabe umgetauft wird, findet 1828 Teile des Wracks von La Pérouse - vor der heute zu den Salomonen gehörenden kleinen Insel Vanikoro. Die Eingeborenen waren noch im Besitz vieler Gegenstände der beiden Schiffe, die dort Schiffbruch erlitten hatten.
La Pérouse wird in Frankreich und im Pazifik bis heute verehrt. Nach ihm wurden nicht nur mehrere Schiffe der französischen Marine benannt, sondern auch
ein Stadtteil von Sydney
zwei Berge in Alaska (Mount Laperouse und Laperouse Glacier)
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