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KZ Dachau

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Das KZ Dachau war ein Konzentrationslager bei Dachau, nördlich von München, gebaut ab dem 21. März 1933. Neben dem KZ und Vernichtungslager Auschwitz wurde es zum Inbegriff für Konzentrationslager in der Zeit des Nationalsozialismus.


Inhaltsverzeichnis


1 1933-1945

2 Befreiung 1945

3 Die heutige Gedenkstätte

4 Bekannte Häftlinge

  4.1 Juden

  4.2 Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

  4.3 Regimekritiker

    4.3.1 evangelische Geistliche

    4.3.2 katholische Geistliche

    4.3.3 Bürgerliche Politiker

    4.3.4 Sozialdemokraten

    4.3.5 Kommunisten

    4.3.6 Austrofaschisten

    4.3.7 Schriftsteller

5 Weblinks:


1933-1945

Das KZ Dachau war das erste nationalsozialistische Konzentrationslager und zugleich Prototyp und Modell aller weiteren. Sowohl die grundlegende Organisationsform, die Lagerordnung als auch die bauliche Anlage (ein separat gesichertes Lager neben dem Kommandaturbereich mit Wohnanlagen, Verwaltung und Kasernen) wurden durch den Kommandanten Theodor Eicke entwickelt und später als verbindlich für alle weiteren Konzentrationslager erklärt. Eicke stieg später zum Inspizienten aller Konzentrationslager auf und formte die weiteren Lager nach diesem Modell.


Insgesamt waren über 200 000 Häftlinge aus mehr als 30 Staaten in Dachau inhaftiert. Ab 1941 war Dachau zunehmend auch eine Stätte des Massenmordes. Insgesamt wurden 30 000 Morde registriert, mehrere Tausend weitere Opfer gelten jedoch als sicher, insbesondere durch den Ausbruch einer Typhusepidemie Anfang 1945 und die folgenden Evakuierungsmärsche. Als das Krematorium des Lagers erweitert wurde, weil das Existierende die Massen der ermordeten Menschen nicht mehr bewältigen konnte, wurde auch eine Gaskammer eingerichtet. Dass diese nie in Betrieb war, hatte jedoch keinen humanen Hintergrund, denn die Häftlinge wurden von Dachau in andere Lager verschoben, um sie dort zu ermorden. Zudem wurden auf so genannten Invalidentransporten ab Januar 1942 mehr als 3.000 Häftlinge in die Landesheilanstalt Schloss Hartheim bei Linz gebracht und dort mit Giftgas ermordet.


Dachau war auch ein zentrales Lager für Inhaftierte aus dem kirchlichen Umfeld . Nach Informationen der katholischen Kirche sollen dort allein 3000 Geistliche gewesen sein. Unter ihnen sind Karl Leisner (kath.) und Martin Niemöller (ev.) hervorzuheben.


Letzter Lagerälteste war Oskar Müller (KPD), der spätere Hessische Arbeitsminister. Pater Johannes Maria Lenz berichtet, dass der Lagerälteste es bewerkstelligte zwei Häftlinge als Kundschafter der US Armee entgegenzusenden, da die Ermordung aller Häftlinge kurz bevor stand.


Befreiung 1945

Das Lager wurde am 29. April 1945 von der US-Armee befreit und diente dann noch lange Jahre als Wohnstatt für Flüchtlinge.


Die heutige Gedenkstätte

[Bild extern:] Ofen im Krematorium (heute Teil der Gedenkstätte)


Erst in späteren Jahren, nachdem ehemalige Häftlinge nach einem Treffen, anlässlich eines Jahrestages, den unglaublichen Umstand anprangerten, dass immer noch Menschen unter diesen menschenunwürdigen Bedingungen vegetieren müssten, wurde die Errichtung der heutigen Gedenkstätte in Angriff genommen.


Die Ausstellung zeichnet unter anderem auch in erschreckender Weise den Weg der Neuankömmlinge durch das Lager nach und berichtet über sehr viele Einzelschicksale. Sie ist seit dem Frühjahr 2003 in überarbeiteter Form wieder eröffnet und zu besuchen. Es ist zusätzlich zur Ausstellung der Nachbau einer Baracke zu besichtigen, deren Innenausbau einen Querschnitt durch die gesamte Bestehenszeit des Lagers reflektiert. Die Original-Baracken wurden, aufgrund ihres baufälligen Zustandes, bei Errichtung der Gedenkstätte abgerissen und sind nur noch in den Grundmauern erhalten.


Bekannte Häftlinge

Juden



Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus



Regimekritiker

evangelische Geistliche



katholische Geistliche

Im KZ Dachau gab es einen eigenen Priesterblock. Von den insgesamt etwa 1000 Priestern, die im Dritten Reich hier hinhaftiert waren, überlebte etwa die Hälfte. In dem in Kürze in die Kinos kommenden Film von Volker Schlöndorff Der neunte Tag spielt Ulrich Matthes nach autentischen Vorlagen einen Luxemburger Priester im KZ, der von den Nazis zur Kollaboration verführt werden soll.




Bürgerliche Politiker



Sozialdemokraten



Kommunisten



Austrofaschisten



Schriftsteller


Siehe auch: Liste der Konzentrationslager im Nationalsozialismus, Dachaulied.


Weblinks:



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