Der Beginn des kulturellen Anbaus von Pflanzen durch den Menschen liegt etwa 10.000 Jahre zurück, und stellt den ersten Ackerbau dar.
Auch vor Erfindung des Ackerbaus haben Menschen Wildpflanzen genutzt und verbreitet;
sammelnde Völker sind dafür bekannt, dass sie Ableger beliebter Nutzpflanzen für später einsetzen, oder gezielt Samen verteilen.
Diese Verbreitung natürlicher Pflanzen gilt allerdings nicht als 'Kultivierung'.
Der Mensch hat im laufe der Jahrtausende durch landwirtschaftliche Züchtung und Auslese eine enorme Vielfalt an Kulturpflanzen hervorgebracht. Diese biologische Vielfalt ist im Laufe der Industrialisierung der Landwirtschaft (Grüne Revolution) im 20 Jh. weitgehend zerstört worden. Durch Monokulturen und die vermehrte Nutzung von Hochleistungssorten (z. B. beim Weizen), sind weniger ertragreiche Sorten verdrängt worden und verlorengegangen, und mit ihnen wertvolle Eigenschaften (Resistenzen, Nährwerte etc.). Der Sortenverlust an Kulturpflanzen (Genersosion) wird seit Anfang des 20 Jh. auf 75% geschätzt.
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