Im Südosten der Insel befindet sich der US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay, den die USA mit zweifelhafter völkerrechtlicher Berechtigung auf unbegrenzte Zeit gepachtet haben.
Schätzungen zufolge ist die Bevölkerung etwa zu je einem Drittel europäischer, schwarzamerikanischer und gemischter (Mulatten) Abstammung. Von der indigenen Bevölkerung der Arawak gibt es keine Nachkommen.
Als Kubas Hauptreligion gilt neben dem Katholizismus der Santería, eine afro-katholische Mischreligion. Sie basiert auf der animistischen Religion der westafrikanischen Yoruba und ist stark mit katholizistischen Elementen versetzt. Da die Religion keine offizielle Struktur besitzt, sind die tatsächlichen Anhängerzahlen schwer zu ermitteln.
Der Katholizismus ist die, vermutlich nach den Santeria, stärkste Religionsgemeinschaft Kubas. Einigen Schätzungen zufolge sind etwa 35 Prozent der Kubaner katholisch getauft, darunter jedoch auch viele Santeria-Anhänger. Andere Schätzungen gehen von höheren Zahlen aus. Der Katholizismus scheint in höheren Gesellschaftsschichten stärker verankert zu sein, als in den niedrigeren.
Neben der katholischen Kirche sind in den letzten Jahren zahlreiche protestantische und v.a. evangelikale Gemeinden entstanden.
Geografie
Hier fehlt ein Abschnitt zur Geografie Kubas.
Provinzen
Kuba ist in 14 Provinzen und das Sonderverwaltungsgebiet Isla de la Juventud unterteilt.
1. Isla de la Juventud
2. Pinar del Río
3. La Habana
4. Ciudad de la Habana
5. Matanzas
6. Cienfuegos
7. Villa Clara
8. Sancti Spíritus
9. Ciego de Ávila
10. Camagüey
11. Las Tunas
12. Granma
13. Holguín
14. Santiago de Cuba
15. Guantánamo
Wirtschaft
Kuba zählt zu den wenigen bestehenden sozialistischen (kommunistischen) Volkswirtschaften. Nach dem Ende der UdSSR kam es mit dem Wegfall des wichtigsten Handelspartners Kubas 1991 zu einer ökonomischen Krise.
Kuba und die dort lebenden Arawak gerieten in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert unter spanische Kontrolle. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden die Eingeborenen durch Gewalt und Krankheit praktisch ausgerottet. Für den sehr arbeitsintensiven Zuckerrohranbau besorgten die spanischen Pflanzer sich im 17. und 18. Jahrhundert zehntausende afrikanischer Sklaven.
Die Kämpfe der Kolonie um Unabhängigkeit begannen 1868 und dauerten mit Unterbrechungen bis zum Abzug der Spanier im Jahr 1898 an, als die USA intervenierten (Spanisch-Amerikanischer Krieg). Die USA besetzten die Insel, bis sie schließlich 1902 endgültig die Unabhängigkeit erlangte. Diese war allerdings bis 1934 durch das Platt Amendment eingeschränkt, das den USA bei Beeinträchtigung amerikanischer Interessen ein jederzeitiges Interventions-Recht in Kuba gab. Ein Überrest dieser amerikanischen Sonderrechte ist die gegen kubanischen Willen von den USA besetzte EnklaveBahía de Guantánamo (Guantanamo Bay).
Wegen der von Castro betriebenen Verstaatlichungspolitik, von der insbesondere eine Reihe großer US-amerikanischer Wirtschaftsunternehmen, aber auch unzählige kubanische Bauern betroffen waren, verhängten die USA Sanktionen gegen Kuba, die schließlich unter der Federführung der Exilkubaner um den Alkohol-Clan Bacardi in einer totalen Wirtschaftsblockade der Insel mündeten. Parallel dazu verließen in mehreren Flüchtlingswellen tausende Kubaner ihre Heimat, von denen sich ein Großteil in Florida ansiedelte. Kuba suchte und fand Unterstützung bei den sozialistischen Staaten Osteuropas, insbesondere der damaligen Sowjetunion. Nach deren Zusammenbruch zu Beginn der 1990er Jahre erlebte Kuba eine Phase schlimmer wirtschaftlicher Rückschläge, die erst gegen Ende des Jahrzehnts durch Erfolge beim Neuaufbau des Kuba-Tourismus etwas gemildert werden konnten.
Gegen Ende der 1990er Jahre wurde durch den Film "Buena Vista Social Club" von Wim Wenders eine echte Kuba-Welle ausgelöst. Die kubanische Musik "Son" wurde zum Exportschlager. Der Film berichtet über die Arbeit von Ry Cooder mit einer Gruppe von kubanischen Musikern, die fast alle bereits das Rentenalter erreicht hatten.
Kubas Bildungssystem gehört zu den Besten in Latein-Amerika. 2001 lagen die kubanischen Schüler der vierten und fünften Klasse bei einem Test der UNESCO weit vor den anderen latein-amerikanischen Ländern. Auch der Weltbankpräsident James Wolfensohn sagte Ende 2002, dass es Kuba gelungen sei, die Einschulquote auf 100% zu steigern. Die Analphabetenquote in Kuba liegt bei 0,2 Prozent.
Die Bildung ist in Kuba kostenlos und es besteht eine 9-jährige Schulpflicht. Kuba hat ein dreigeteiltes Bildungssystem, dass aus Grund-, Mittel-, und Oberschule besteht.
In Kuba gab es drei sogenannte Bildungsrevolutionen. Die dritte Bildungsrevolution wurde ca. 2000 gestartet und sollte Probleme, wie die steigende Zahl von Schulabbrüchen, das vermehrte Schwänzen, den Verfall von Gebäuden, die Ausstattung der Schulen und den Mangel an Lehrern lösen. Heutzutage beträgt die Klassenstärke 12 Schüler und jede Schule besitzt Computerarbeitsplätze und Video-Geräte. Zwischen 2000-2002 wurden für die Renovierung, Erweiterung und Neubau von ca. 779 Grund- und Mittelschulen 25 Millionen Dollar und 215 Millionen Peso ausgegeben.
Probleme gibt es bei den Lehrkräften, da diese mit ungefähr 250 Peso im Monat schlecht bezahlt werden und darum in den Tourismus gehen, wo mehr Geld verdient werden kann. Das betrifft vor allem Englisch- und Informatik-Lehrer. Im dem Unterrichtsausfall entgegen zu treten, werden Jugendliche zu sogenannten Notlehrern ausgebildet. Nach Schätzungen sollen heute 40000 Notlehrer ausgebildet worden sein.
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