Nach der Scheidung seiner Eltern zog Manfred Krug mit seinem Vater 1949 in die DDR. Nach Lehre und Arbeit in einem Stahlwerk, in Brandenburg/Havel, nahm er Schauspielunterricht an der Staatlichen Schauspielschule und am Berliner Ensemble. Ab 1956 trat er im Kino und Fernsehen der DDR auf. 1960 übernahm er eine Rolle im erfolgreichen Film Fünf Patronenhülsen von Frank Beyer. In weiteren Filmen trat er in der Rolle des sozialistischen Helden auf. Mit dem Film Spur der Steine unter der Regie von Frank Beyer erregte er den Unmut der Zensur. Der Film wurde nach drei Tagen aus den Kinos entfernt und erst wieder 1989 in der DDR gezeigt. Trotzdem spielt er weiter Rollen, vor allem den starken Helden. Manfred Krug war auch als Jazz-Sänger in der DDR bekannt, veröffentlichte mehrere Schallplatten und trat in zahlreichen Fernsehsendungen auf und arbeitete als Synchronsprecher (z.B. in Eolomea). Besonders populär war der Titel "Es steht ein Haus in New Orleans". Noch heute sehr bekannt ist sein Auftritt im Programm "Lyrik Jazz Prosa", von dem es auch LP und CD gibt. 1976 erhielt Krug Berufsverbot, weil er gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann protestiert hatte. 1977 verließ Krug die DDR.
Er fand in der damaligen Bundesrepublik gleich wieder Rollen, hat aber längere Zeit kaum gesungen. Kürzlich erschienen aber einige CD, darunter neue, auf denen er gemeinsam mit seiner Tochter singt, sowie Zusammenfassungen von LP, die er in der DDR zusammen mit Günter Fischer aufgenommen hat.
Eine enorme Popularität erlangte er in der Rolle des Rechtsanwalts Robert Liebling in der Fernsehserie Liebling Kreuzberg, sowie als Kommissar Paul Stöver an der Seite von Charles Brauer als Peter Brockmöller im Tatort des NDR, welchen er von 1984 bis 2001 vierzig mal verkörperte und somit der "dienstälteste" Tatortkommissar wurde.
Manfred Krug wurde auch als Werbefigur für die Telekom bekannt und unterstützte dadurch erfolgreich den Börsengang der T-Aktien. Er versteht es auch, sich geschickt zu vermarkten. Seine Biografien wurden zu Bestsellern.
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