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[Bild extern:] Karte der Halbinsel Krim


Die Krim (offiziell Autonome Republik Krim, ukrain. Avtonomna Respublika Krym) ist eine Halbinsel und autonome Republik innerhalb der Ukraine mit einer Fläche von 25.500 km² und mit 2,5 Mio. Einwohnern. Dank des mediterranen Klimas auf der Krim gedeihen Weinstöcke dort besonders gut, weswegen die Krim auch für ihren Sekt (Krimsekt) bekannt ist. Der Name der Halbinsel leitet sich vom mongolischen qrym (Felsen) her.


Hauptstadt der Krim ist Simferopol. Im Norden ist die Krim durch die Landenge von Perekop mit dem Festland verbunden, im Osten liegt die Meerenge von Kertsch. Im Süden der Halbinsel liegt das Krimgebirge (bis 1.545 m), im Norden befindet sich Steppenlandschaft. Am Südzipfel der Krim befindet sich die Hafenstadt Sewastopol, weitere bekannte Urlaubsorte sind Jalta, Hurzuf, Aluschta, Bachtschissaraj, Feodosija und Sudak. Eine Touristenattraktion ist die längste Trolleybuslinie der Welt zwischen Jalta und Simferopol über das Krimgebirge, von wo aus sich schöne Ausblicke auf das Meer ergeben.


Geschichte

[Bild extern:] Historische Karte (um 1888)


Im Altertum war die Krim von Kimmeriern und Chersonen, dann von Skythen bewohnt. Daneben existierten griechische Kolonien.


Im 1. Jahrhundert v. Chr. wurde die Krim römische Provinz.


Im 3. Jahrhundert n. Chr. kamen Goten (siehe Krimgoten) auf die Krim, die zum Teil bis ins 16. Jahrhundert nachweisbar waren.


Ihnen folgten im 5. Jahrhundert die Hunnen, Chasaren (siehe auch Chasarenreich), Kumanen und Tataren.


Die südliche Krim war unter Kontrolle von Byzanz und Genua.


1450 entstand auf der Krim das Krimkhanat, das weite Teile der Ukraine unter seine Kontrolle brachte (siehe ukrainische Geschichte), das 1475 aber unter osmanische Kontrolle kam.


Seit 1783 kontrollierte Russland die Krim.


1853-1856 war die Krim, v.a. Sewastopol Schauplatz des Krimkrieges.


Im Zweiten Weltkrieg wurde die Krim von 1941-1944 durch das Deutsche Reich annektiert (in Referenz auf die germanischen Krimgoten wurde es durch Nazideutschland zeitweise in Neugotland umbenannt). Ende 1944 wurden die Krimtataren auf Stalins Befehl hin nach Zentralasien deportiert.


In Jalta auf der Krim fand im Februar 1945 eine Konferenz zwischen den Weltkriegsalliierten statt.


In der Regierungszeit von Nikita Chrustschow wurde die Krim 1954 an die Ukraine übergeben.


Mit der Unabhängigkeit der Ukraine wurde die Krim autonom.


Russland pachtete nach zähen Verhandlungen einen Teil des Militärhafens Sewastopol für seine Schwarzmeerflotte.


Bevölkerung

Neben der Mehrheitsbevölkerung von Russen und Ukrainern leben auf der Krim auch 260.800 zurückgekehrte Krimtataren (Stand 2000) und in den Städten ca. 1.000 Krimtschaken (turksprachige Juden). Dazu kommen Deutsche (Krimdeutsche), Armenier, Griechen und Bulgaren. Zwischen den Sprachgruppen gibt es diverse Konflikte, insbesondere zwischen Ukrainern und Russen.


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