Nach dem Putschversuch vom August 1991, in den der damalige KGB-Vorsitzende General Vladimir Kryuchkov maßgeblich involviert war, bekam General Vadim Bakatin den Auftrag, die Behörde aufzulösen. Am 6. November1991 hörte das KGB auf, zu existieren. Seine Aufgaben wurden in Russland vom neuen FSB (Federalnaja Sluschba Besopasnosti Rossijskoj Federazii) übernommen. Der Geheimdienst in Weißrussland trägt weiterhin die Bezeichnung KGB.
Die Hauptaufgaben des KGB bestanden aus Auslands-Spionage, Gegenspionage, Kontrolle und Liquidation von Regimegegnern innerhalb der Sowjetunion sowie die Bewachung von Mitgliedern der Partei- und Staatsführung.
Mehr als andere Geheimdienste verließ sich der KGB auf sog. "Human Intelligence", also durch eigene Agenten oder Kontaktmänner erhaltene Erkenntnisse, wohingegen die westlichen Gegenspieler des KGB auch stark auf Bildaufklärung sowie "Signal Intelligence" (Abfangen und Decodieren von Funksprüchen) vertrauten. Die Behörde erwies sich dadurch im Laufe des Kalten Krieges als anfällig für absichtlich gestreute Falschinformationen.
Von seiner Gründung an, und bis in die 1950er Jahre hinein, bestand eine wesentliche, volkswirtschaftlich und politisch bedeutende Aufgabe des KGB bzw. seiner Vorläuferorganisationen in der "Speisung" des GULAG. Er wirkte entscheidend mit bei den Schauprozessen der 1920er Jahre, den Stalinschen Säuberungen und der "Rückführung" von Soldaten der Roten Armee im Zuge des Vormarsches auf und der Besetzung Deutschlands im Zweiten Weltkrieg in die im ganzen Land existierenden Arbeitslager.
Bekannte KGB-Operationen
Alger Hiss wird verdächtigt, für den KGB spioniert zu haben, was allerdings nie bis ins letzte bewiesen werden konnte.
Robert Hanssen versorgte den KGB aus seiner Position beim FBI mit Informationen über die amerikanische Gegenspionage.
Ethel und Julius Rosenberg wurden hingerichtet, weil sie zugaben, Informationen über das amerikanische Atomprogramm an den KGB weitergegeben zu haben.
James Jesus Angleton, Chef der CIA-Gegenspionage, lebte in ständiger Angst, dass der KGB "Maulwürfe" an zwei Schlüsselpositionen installieren könnte: In der eigenen Abteilung sowie deren Pendant bei der Bundespolizei FBI. Mit zwei Agenten wäre es dem KGB möglich gewesen Kontrolle oder Kenntnis über Aktionen gegen eigene Spione zu erlangen und diese somit zu beschützen. Außerdem hatte die Gegenspionage die Aufgabe, fremde Geheimdienst-Quellen trockenzulegen, und Maulwürfe an diesen Positionen wären Anlaufstellen für Doppelagenten geworden. Nach der Enttarnung von Ames und Hanssen, erschienen Angeltons Ängste plötzlich gut begründet, nachdem er vorher für leicht paranoid gehalten wurde.
Organisation der Behörde
Der KGB war in Hauptverwaltungen unterteilt. Die wichtigsten waren:
Die Erste Hauptverwaltung (Auslandsoperationen) war für Auslandsaktivitäten und Sammeln von Geheimdienstinformationen zuständig.
Die Zweite Hauptverwaltung war für die politische Kontrolle der Bürger (Volksgenossen) und die Überwachung ausländischer Touristen und Diplomaten in der Sowjetunion zuständig.
Die Dritte Hauptverwaltung (Bewaffnete Kräfte) gehörte eigentlich nicht zum KGB, sondern zum Verteidigungsministerium, war aber trotzdem im KGB-Gebäude am Dserschinskiplatz in Moskau untergebracht. Ihre Aufgaben bestanden in der militärischen Gegenspionage und der politischen Überwachung der Roten Armee. Ihr unterstand zu diesem Zwecke der militärische Geheimdienst GRU.
Die Fünfte Hauptverwaltung bestand nicht von Anfang an, sondern wurde zur Entlastung der Zweiten Hauptverwaltung gegründet und übernahm von dort die Aufgaben der Kontrolle der russischen Minderheiten, der Kirche und der Intelligenzija.
Die Siebte Hauptverwaltung baute hauptsächlich technisches Equipment zur Überwachung und Spionage.
Die Achte Hauptverwaltung war zuständig für Kommunikation. Sie beobachtete fremde Kommunikation, wurde für die anderen Hauptverwaltungen unterstützend tätig, wenn es um Kryptografie ging, hielt den Kontakt zu KGB-Stationen in Übersee, und entwickelte Telekommunikations-Ausrüstung.
Die Neunte Hauptverwaltung stellte die Bodyguards für hochrangige Parteifunktionäre und deren Familien.
Vorsitzende des KGB und seiner Vorgängerorganisationen
Tscheka All-Russisches Außerordentliches Kommissariat gegen Konterrevolution und Sabotage (frühester Vorgänger des KGB in der bolschewistischen Ära
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