Als Kolonialzeit bezeichnet man die Epoche von der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945. Kolonien waren beschlagnahmte Regionen freier Länder. Siedler der jeweiligen Kolonialmacht nutzen die beschlagnahmte Region und genossen höhere Rechte als die Einheimischen. Die Kolonialmächte vertraten oft die Ansicht, sie seien verpflichtet, die rückständigen Völker zu regieren. Meistens wurden die Kolonien als erweitertes Staatsgebiet betrachtet. Manche Staaten nannten ihre Kolonien Überseeprovinzen. So war Macau bis zu seiner Rückgabe an díe Volksrepublik China im Jahr 1999 eine Überseeprovinz Portugals. Hongkong zählte bis 1997 als britische Kronkolonie. Ein koloniales Verhältnis gilt als beendet, wenn das unterworfene Volk eine autonome Regierung erhält oder als gleichberechtigtes Mitglied in die politische Struktur der Kolonialmacht aufgenommen wird.
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