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Köln, Engelbert I. von
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Biografie / Biographie / Biography

* 1185 oder 1186 - † 7. November 1225

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Engelbert I. von Berg (* 1185 oder 1186; † 7. November 1225 bei Gevelsberg; später auch genannt der Heilige; in der Zählung derer von Berg ist er Graf Engelbert II. von Berg, aber auch einfach Graf Engelbert von Berg (siehe auch Diskussion)) war Erzbischof von Köln.


Leben

Engelbert wurde 1185 oder 1186 als Sohn des Grafen Engelbert I. von Berg und dessen Frau Margarete von Geldern geboren.


Er war der oder ein jüngerer Sohn.


Der älteste Sohn übernahm als Graf Adolf III. von Berg die weltlichen Güter des Herzogtums Berg.


Ab 1198 war er als Propst von St. Georg in Köln belegt.


Von 1199 bis 1203 war ebenfalls als Domprobst zu Köln tätig.


1203 wurde er zum Bischof von Münster gewählt.


1206 wurde er wegen seiner Unterstützung für Erzbischof Adolf I. von Altena von Papst Innozenz III. gebannt und als Bischof abgesetzt.


1208 wurde er begnadigt.


1210 war er Probst von St. Severin geworden.


Im Jahr 1212 nahm er an einem Kreuzzug gegen die Albigenser teil.


Er wurde am 29. Februar 1216 als Engelbert I. von Köln zum Erzbischof von Köln gewählt und war dies bis zu seinem gewaltsamen Tode.


Im Jahre 1218 starb sein Bruder Graf Adolf III. von Berg ohne männlichen Nachkommen.


Der Herzog Walram III. von Limburg wollte sich die Güter aneignen. Er fühlte sich dazu berechtigt, da sein Sohn Heinrich (später Herzog Heinrich IV. von Limburg) mit Irmgard, der Tochter (bzw. ältesten Tochter?) Graf Adolf III. von Berg verheiratet war.


Genau so wie Engelbert auf die Güter des Erzbistums bedacht war, stritt er auch um seine eigenen Güter. Nach damaligem Recht war er der Erbe.


Er gewann den Streit in zwei Fehden (was immer das heißen mag?) obwohl sich der Herzog von Limburg mit dem Herzog von Kleve zusammentat.


Im Jahr 1220 wurde Frieden geschlossen und Limburg durch eine Jahresrente abgefunden.


Wahrscheinlich hatte Engelbert auch die besseren Beziehungen zu Kaiser Friedrich II.. 1220 wurde er Reichsprovisor (Reichsverweser) und Vormund dessen Sohns Heinrich, den er im Jahr 1222 in Aachen zum König Heinrich VII. krönte. Er blieb bis zum Tode dessen Vormund und war damit die politisch stärkste Person des Reiches.


Am 7. November 1225 wurde er durch seinen Vetter Graf Friedrich von Isenberg (Spitzname Isenburger) in einem Hohlweg bei Gevelsberg zwischen Hagen und Schwelm ermordet. Am 14. November 1226 wurde der Mörder in Köln hingerichtet. Mit dem gewaltsamen Tod von Erzbischof Engelbert I. endete auch die von ihm im Jahre 1218 begonnene Umbauphase von Schloss Burg an der Wupper.


Walther von der Vogelweide:


"l'Swes leben ich lobe, des tot den wil ich iemer klagen so we im der den werden fürsten habe erslagen von Kölne! owe des duz in diu erde mac getragen! i .ne kan im nach siner schulde keine marter vinden: im waere alze senfte ein eichin wit umb sinen kragen.in wil sin ouch niht brennen noch zerliden noch schinden noch mit dem rade zerbrechen noch ouch dar uf binden:


ich warte allez ob diu helle in lebende welle slinden."


(Wes' Leben ich lobe, dessen Tod will ich immer beklagen -


So wehe dem, der den edlen Fürsten von Köln erschlagen hat!


Wehe darüber, dass die Erde ihn noch tragen mag!


Ich kann, gemessen an seiner Schuld, keine passende Marter finden:


Für ihn wäre allzu sanft eine Schlinge aus Eichenseil anzulegen um seinen Hals.


Ihn auch nicht verbrennen, weder an Gliedern zerstückeln noch ihm die Haut abziehen, weder mit dem Rade zerbrechen noch ihn darauf binden:


Ich warte bloß darauf, ob die Hölle ihn nicht bei lebendigem Leibe verschlingen will.)


Sein Leichnam wurde im Kölner Dom begraben und seine Gebeine werden heute in einem barocken Schrein, den Erzbischof Ferdinand von Bayern fertigen ließ, aufbewahrt. Er wird in Köln als Heiliger verehrt, wurde aber nie offiziell heilig gesprochen.


Sein Nachfolger Heinrich von Müllenark beauftragte den Mönch Caesarius von Heisterbach eine Biografie zu verfassen, wahrscheinlich um die Heiligsprechung vorzubereiten.


Weblinks




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