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Der Name Kobalt leitet sich von Kobold ab, weil Kobolde in früherer Vorstellung andere Erze mit dem (damals) wertlosen Mineral verunreinigten.
1735 entdeckte der schwedische Chemiker Georg Brandt das bis dahin unbekannte Element und gab ihm seinen Namen.
Das Symbol Co leitet sich aus der lateinischen Bezeichnung cobaltum ab.
Kobalt ist härter und fester als Stahl und sehr zäh. Im chemischen Verhalten ist es dem Eisen und Nickel ähnlich, an der Luft beständig, wird es von oxidierend wirkenden Säuren gelöst.
Cobalt ist ein essentielles Spurenelement (Bildung von Vitamin B12). Während kleine Dosen von Co-Verbindungen für den Menschen nur wenig giftig sind führen größere Dosen (25-30 mg pro Tag) zu Haut-, Lungen-, Magenerkrankungen, Leber-, Herz-, Nierenschäden und Krebsgeschwüren.
Kobalt findet sich als Spurenelement in den meisten Böden und auch in zahlreichen Mineralien (meist in Begleitung von Nickel, wobei Nickel in der Erdkruste ca. drei bis vier mal häufiger ist). Beide Elemente sind chalkophil und für basische und ultrabasische Magmatite charakteristisch. Cobaltlagerstätten sind meist polymetallisch (Cu, Ni, Ag, Fe und U), wobei Cobalt meist nur als Nebenprodukt gewonnen wird. Wichtige Cobalterze sind: Kobaltglanz(= Cobaltit; CoAsS), Kobalt-Nickel-Kies (= Linneit-Siegenit, (Co,Ni)3S4), Kobaltblüte (=Erythrin), Erdkobalt (= Asbolan), Speiskobalt (=Smaltin, CoAs3) und Heterogenit (CoOOH). Wichtige Erzlagerstätten befinden sich in Kanada, Sambia, Marokko, Demokratische Republik Kongo, Kuba, Russland, Australien und in den USA.
Anwendungen
Cobalt hat als reines Metall nur wenige Anwendungen (z.B.: 60Co als Gamma-Strahler - Krebstherapie, Sterilisation, Konservierung,..), seine Verwendung als Legierungselement und in Cobaltverbindungen macht es aber zu einem strategisch wichtigem Metall.
Hauptanwendungen: als Legierungsbestandteil von Superlegierungen, als Binderphase in Hartmetallen und Diamantwerkzeugen, als Oxid/Sulfat/Hydroxid oder Carbonat in Farben und Pigmenten, Bestandteil von magnetische Legierungen, als Acetat in Trockner für Farben und Lacke, als Katalysator(Entschwefelung/Hydrierung), als Hydroxid oder LiCoO2 in Batterien, in korrosions- bzw. verschleisfesten Legierungen und als Spurenelement für Medizin und Landwirtschaft.
Kobalt tritt in seinen Verbindungen meist zwei- oder dreiwertig auf, diese Verbindungen besitzen oft kräftige Farben.
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