Das Klima (v. grch. klino ich neige) beschreibt die Gesamtheit der meteorologischen Erscheinungen, die den durchschnittlichen Zustand der Atmosphäre an einem Ort charakterisieren.
Das Verhalten der Atmosphäre wird durch Mittelwerte, Varianzen und die Wahrscheinlichkeit von Extrem-Ereignissen der Wetterelemente statistisch beschrieben. Üblicherweise werden hierzu die Messwerte des zurückliegenden 30jährigen Zeitraumes herangezogen. Die Klimawerte sind dadurch weitgehend unabhängig von momentanen Zuständen. Kurz Wetter wird gemessen, Klima wird dann daraus errechnet. Die wichtigsten messbaren Wetterelemente sind Luftdruck, Lufttemperatur, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und -richtung, Niederschlagsmenge, Sichtweite, Wolkenbedeckung, Schneehöhe und Sonnenscheindauer. Die empirische Klimatologie benötigt diese Wetterdaten für weitergehende Betrachtungen.
Weitere Einflussgrößen sind neben den Wetterelementen die gegebene Höhenlage sowie die vorhandene Pflanzendecke. Auch die Lage in Bezug auf die Ozeane spielt eine nicht geringe Rolle. Gebiete gleicher klimatischer Bedingungen gehören zu gleichen Klimazonen. Zur Einteilung der Erde in verschiedene Klimazonen gibt es verschiedene Klassifikationen. Die Bekannteste ist diejenige von Wladimir Köppen.
Das Klima der Erde wandelt sich in langen Zeiträumen. Warmzeiten und Eiszeiten wechseln sich einander ab. Anhand von arktischen Eisbohrkernen, geologischen Ablagerungen und Jahresringen von Bäumen lässt sich das über viele Perioden zurückverfolgen. Seit einem Tiefpunkt 1880 steigen die Jahresmittelwerte der Lufttemperatur mit Schwankungen an. Daraus wird eine fortschreitende globale Erwärmung abgeleitet. Über deren Ursache gehen die wissenschaftlichen Ansichten weit auseinander. Es gibt zwei gegensätzliche Grundpositionen.
1. Es gab schon immer Klimaschwankungen. Es wird sie immer geben. Der Mensch hat keinen Einfluss.
2. Der Mensch setzt Treibhausgase frei. Er verändert dadurch das Klima
Christian Pfister: Klimageschichte der Schweiz 1525-1860. Das Klima der Schweiz von 1525-1860 und seine Bedeutung in der Geschichte von Bevölkerung und Landwirtschaft. Bern: Paul Haupt 1988 (=Academica Helvetica 6).
Telepolis: Heiße Sommer und Flutkatastrophen - Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf über den Emmerich-Film "The Day after Tomorrow" und wie die Welt in 100 Jahren aussieht
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