Klassifikationsverfahren sind Methoden und Kriterien zur Einteilung von Objekten oder Situationen in Klassen, das heißt zur Klassifizierung. Ein solches Verfahren wird auch als Klassifikator bezeichnet. Viele Verfahren lassen sich als Algorithmus implementieren; man spricht dabei auch von Maschineller oder automatischer Klassifikation. Klassifikationsverfahren sind immer anwendungsbezogen, so dass viele verschiedene Methoden existieren.
Da eine streng hierarchisches Einteilung von Klassifikationsverfahren kaum möglich ist, lassen sie sich am Besten anhand verschiedener Eigenschaften einteilen:
Bei automatischen Verfahren findet die Klassizifierung mittels eines automatischen Prozesses durch Software statt. Der Prozess der maschinellen Klassifikation kann als formale Methode des Entscheidens in neuen Situationen aufgrund erlernter Strukturen bezeichnet werden. Die maschinelle Klassifikation ist eine Teilgebiet des Maschinellen Lernens.
Genauer ist dies die Erzeugung eines Algorithmus (der lernende Algorithmus), der, angewandt auf bekannte und schon klassifizierte Fälle (die Datenbasis), Strukturen berechnet. Diese neu erlernten Strukturen ermöglichen es einem weiteren Algorithmus (der auswertende Algorithmus), einen neuen und bisher unbekannten Fall aufgrund der beobachteten Attribute und deren Ausprägungen einer der bekannten Ziel-Klassen zuzuordnen.
Statistische und Verteilungsfreie Verfahren
Statistische Verfahren basieren auf Dichteberechnungen und Wahrscheinlichkeiten, während sich bei verteilungsfreien Verfahren klare Trennflächen angeben lassen.
Überwachte und nicht überwachte Verfahren
Das Erzeugen von Strukturen aus vorhandenen Daten wird auch als Mustererkennung, Diskriminierung oder überwachtes Lernen bezeichnet. Dabei werden Klasseneinteilungen vorgegeben (dies kann auch durch Stichproben geschehen). Im Gegensatz dazu existiert nichtüberwachtes Lernen, bei dem die Klassen der Daten nicht vorgegeben sind, sondern auch diese erlernt werden müssen. Dabei können allerdings beim reinforcement learning Informationen hinzukommen, ob eine Klasseneinteilung richtig oder falsch war. Ein Beispiel für unüberwachte Verfahren ist die Clusteranalyse.
Parametrische und nicht-parametrische Verfahren
Parametrische Verfahren beruhen auf parametrischen Wahrscheinlichkeitsdichten, während bei nicht-parametrischen Verfahren (bspw. Nächster Nachbar Klassifikator) die Dichten meist aus einer Stichprobe geschätzt werden.
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