Das Wort stammt von lat. cancelli "Gitter, Schranken". In der Frühzeit des Christentums war der Predigtort Teil der Schranken zwischen Kirchenschiff und Altarraum.
Je größer die Kirchen wurden und je mehr Bedeutung man der Predigt zumaß, desto höher wurden die Kanzeln und desto kunstvoller wurden sie ausgestaltet. Aus akustischen Gründen wurden sie oft in die Mitte des Kirchenschiffs gezogen und mit einem Schalldeckel versehen.
In vielen evangelischen Kirchen findet sich ein Kanzelaltar: Die Kanzel ist über dem Altar an der Stirnwand der Kirche angebracht und mit ihm in eine einzige Konstruktion integriert. Dies drückt die Gleichwertigkeit von Wort und Sakrament aus.
In katholischen Kirchen werden die alten Kanzeln, soweit noch vorhanden, heute nicht mehr gebraucht. Stattdessen gibt es seitlich vom Altar, meist am vorderen Rand der erhöhten Altarinsel, den Ambo, ein zweckentsprechend gestaltetes Rednerpult für die Schriftlesungen und die Homilie.
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