Schon vor der Einführung der Schrift gab es in Island und anderen Teilen der nordischen Welt eine besondere Dichtersprache, in der nach bestimmten Regeln oft lange und komplizierte Gedichte verfasst wurden.
Die Dichter, die diese Gedicht verfassten und vortrugen, nannte man "Skalden", die Gedichte "Skald". Die Skalden überlieferten beträchtliche Teile der Geschichte der Nordischen Welt in dieser Form.
Bemerkenswert ist, dass sich das Isländische in den letzten tausend Jahren nur geringfügig verändert hat, und somit dem Altnordischen noch am ehesten ähnelt. Grammatische Eigenheiten, die sich in anderen Sprachen im Laufe ihrer Entwicklung abgeschliffen haben, blieben im Isländischen weitestgehend erhalten.
Außerdem achtet man in Island darauf, die Übernahme von Fremdwörtern so gering wie möglich zu halten. Neue Begriffe entnimmt man in der Regel dem vorhandenen Wortschatz. So entstand das Wort tölva (= Computer) aus den Worten tala (= Zahl) und völva (= Wahrsagerin). Der Begriff alnæmi (= AIDS) wurde aus al (= all-) und næmi (= Empfindlichkeit) gebildet.
Das isländische Alphabet umfasst 32 Buchstaben, die größtenteils dem Deutschen entsprechen. Alle Vokale (einschließlich Y) gibt es in einer zweiten Form mit Akzent (andere Aussprache). Die Buchstaben C, W, Q und Z kommen in isländischen Wörtern nicht vor. Zusätzlich zu den lateinischen gibt es die Buchstaben Ð/ð (wie "weiches" englisches th, wie z. B. in engl. "this"), Þ/þ (dieser stammt aus dem Runen-Alphabet und wird wie "hartes" englisches th ausgesprochen, wie z. B. in engl. "thing"), Æ/æ (ungefähr wie deutsches Ä) und Ö/ö (ungefähr wie deutsches Ö).
In der zweiten Tabelle wird der Unicode des Zeichens gezeigt, sowie wie man die Sonderzeichen unter MS-DOS und Windows erzeugen kann. ALT-Taste drücken und gedrückt halten, solange die Zahlenkombination auf dem Ziffernblock(!) eingegeben wird, das Zeichen erscheint dann nach dem loslassen der ALT-Taste.
Die islandische Phonologie ist etwas ungewöhnlich für eine europäische Sprache, da sie einen Aspirations-Kontrast bei ihren Lauten zeigt statt eines Kontrasts in der Stimmhaftigkeit. Jedenfalls zeigen die isländischen Liquidlaute regelmäßige Kontraste in der Stimmhaftigkeit, einschließlich der Nasale (rar unter den Sprachen der Welt). Darüber hinaus ist die Länge kontrastiv für fast alle Phoneme; Stimmlose versus stimmhafte Konsonanten scheinen die einzige Ausnahme zu sein. Die Tabelle unten wurde entwickelt von Daten gefunden bei BRAGI und ähnlichen Seiten; siehe Artikel über SAMPA-Transkribierungscodes für Informationen über den Wert der Symbole.
In Publikationen werden die stimmlosen Verschlußlaute oft durch /b d g/ mit dem Diakritikum° verwendet. Es ist die vor allem in Island verbreitete Umschrift. Die phonetische Lautschrift sieht jedoch die einfacheren Zeichen /p t k c/ für stimmlose Verschlußlaute vor.
Besonders zu erwähnen ist noch die Präaspiration: Die Grapheme pp, tt, kk werden /hp ht hk hc/ gesprochen, wobei zwischen /h/ und Verschlußlaut eine Silbengrenze liegt, wenn die Kombination nicht im Auslaut steht.
Alle Vokale, Diphthonge und Konsonanten außer h, ð und þ können lang oder kurz sein.
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