Farsi ist zwar die einzige Amtssprache des Iran, aber bei weitem nicht die einzige Umgangssprache auf dem Gebiet der Islamischen Republik Iran. Etwa ein Viertel der Einwohner sprechen eine andere Sprache als Muttersprache, darunter sind viele Aseri-, Turkmenisch- und Arabischsprecher.
Das Klima des Iran ist bedingt durch seine geografische Ausdehnung sehr verschieden.
In Täbris herrscht Gebirgsklima mit kalten Wintern und warmen Sommern, bedingt durch die südliche Lage der Stadt. Die Tagestemperaturen schwanken zwischen 0°C im Januar und 30°C im Juli. Die Sommermonate sind relativ niederschlagsarm.
In Teheran ist es etwas wärmer als in Täbris. Hier liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 6°C im Januar und 36°C im Juli und August.In Teheran fällt insgesamt sehr wenig Niederschlag, allerdings ist auch hier eine Verteilung der Niederschläge zugunsten des Winters festzustellen.
In Kerman herrscht ausgesprochenes Wüstenklima. Die Stadt liegt allerdings auf 1750 m Höhe was die Temperaturen letztlich trotz der südlichen Lage erträglich hält. So sind es durchschnittlich 8°C im Januar und 33°C im Juni und Juli.
Abadan am Schatt el Arab gelegen hat das schwül heiße Klima des Persischen Golfes. Hier liegen die Tagestemperaturen im Januar bei 16°C und im Juli bei 44°C. Niederschläge fallen an nur 10 Tagen im Jahr.
Der heutige Staat Iran befindet sich auf dem Gebiet, das früher Persien genannt wurde. Die geografische Lage zwischen dem Kaukasus im Norden, der Arabischen Halbinsel im Süden, Indien und China im Osten und Mesopotamien bzw. Syrien im Westen ließen die Gegend zum Schauplatz einer wechselvollen Geschichte werden.
Mit Reza Schah Pahlavi (Reza Chan) beginnt 1921 unter dem Einfluss von England eine Neuorientierung Persiens in Richtung Westen. Der zunehmende Einfluss von Deutschland veranlasst den Schah, Persien in Iran umzubenennen. Durch den Ölreichtum entwickelt sich der Iran zur Regionalmacht. Schah Mohammad Reza Pahlavi (1941-1979) leitet die "weiße Revolution" ein, verliert aber nach anfänglicher Liberalisierung den Kontakt zum Volk; Anfang 1979 muss er den Iran verlassen.
Der Schiitenführer Ruhollah Chomeini kehrt aus dem irakischen Exil zurück, wird oberste Autorität des Staates und proklamiert die Islamische Republik Iran mit fundamentalistischer, stark antiwestlicher Linie. Von 1980 bis 1988 befindet sich das Land im Krieg mit seinem arabischen Nachbarstaat Irak und verarmt. Die entstandene internationale Isolation lockert sich erst Ende der 1990er.
Seit der Revolution von 1979 ist der Oberste Führer entweder der rahbar oder in seiner Abwesenheit ein Rat von religiösen Führern. Der Oberste Führer, seit 1989Seyyed Ali Chamene'i, hat die unumschränkte Macht und ernennt die obersten Richter, alle Prediger und ist auch Oberkommandierender der Streitkräfte.
Das Staatsoberhaupt von Iran ist der Präsident (seit 1997Mohammad Chatemi). Er wird in allgemeinen Wahlen für eine 4jährige Amtszeit bestimmt und ist gleichzeitig Regierungschef. Der Präsident ernennt die Mitglieder des Kabinetts und steht diesem auch vor. Er koordiniert die Regierungsarbeit und legt dem Parlament die Regierungsvorlagen vor. Die Macht von Präsident, Regierung und Parlament ist jedoch stark beschränkt, denn alle zu wählenden Kandidaten und alle Gesetze müssen vom Wächterrat (s.u.) bestätigt werden.
Das iranische Einkammer-Parlament (Islamischer Konsultativrat; persisch Madschles-e-Schura-e-Eslami) besteht aus 290 Abgeordneten, die in allgemeinen, direkten und geheimen Wahlen für eine 4jährige Amtszeit gewählt werden. Wegen der Auswahl des Wächterrates wird das Parlament (außer von 2000-2003) von den islamisch-konservativen Kräften dominiert.
Der Wächterrat besteht aus 6 religiösen und 6 weltlichen Mitgliedern. Die religiösen Mitglieder werden vom Obersten Führer ernannt (sie müssen jedes Gesetz auf seine Konformität mit den islamischen Prinzipien hin überprüfen), die weltlichen vom Parlament (sie überprüfen die Verfassungskonformität legislativer Akte).
Siehe auch: Liste der Staatsoberhäupter des Iran
Wirtschaft
Iran ist ein bedeutendes erdöl- und erdgasförderndes Land. Über 85 Prozent des Exportes oder rund 25 Mrd.$ entfallen auf Kohlenwasserstoffe. Wichtige Wirtschaftssparten sind auch die Landwirtschaft, die trotz vieler Gebirge und Wüsten 10% der Fläche ausmacht (zur Hälfte künstliche Bewässerung), Teppiche und Textilindustrie.
Der Import beträgt rund 15 Mrd. US$ (vor allem Maschinen und Fahrzeuge, Industrie- und Chemieprodukte).
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