Informatik ist ähnlich der Mathematik eine Strukturwissenschaft. Ihre Aufgabe ist es zum einen (als Teilwissenschaft der reinen Mathematik) grundlegende axiomatische mathematische Theorien aufzustellen (theoretische Informatik), zum zweiten (als Hilfswissenschaft) die Strukturen von Gegenständen und Prozessen beliebiger anderer Fachgebiete zu analysieren und in abstrakte mathematische Strukturen und Algorithmen abzubilden (angewandte Informatik) und zum dritten (als Ingenieurwissenschaft) mathematische Maschinen zu konzipieren, mit denen abstrakte mathematische Strukturenübertragen, gespeichert und durch Algorithmen automatisch transformiert werden können (technische Informatik). Damit ermöglicht die Informatik insbesondere die maschinelle Simulation realer Prozesse.
Der Begriff Informatik ist zusammengesetzt aus den Wörtern Information und Automatik.
Der in Europa geprägte Begriff Informatik deckt unter anderem die Felder ab, die im Englischen mit computer science und information systems bezeichnet werden. In Skandinavien wird der Begriff Datalogi als Bezeichnung verwendet.
Unter dem Begriff Informationstechnik (IT) fasst man die Informationsverarbeitung und die akademischen Berufe der Informatik, sowie entsprechende Ausbildungsberufe, zusammen.
Die "Informatik" umfasst sowohl die Erforschung und die Lehre des mit Computern Machbaren, die Weiterentwicklung der Computer und Software, als auch viele weitere Zweige.
Das Fachgebiet Didaktik der Informatik wird 1973 vom Fakultätentag Informatik aufgeführt. Der erste Lehrstuhl für die Didaktik wird allerdings erst 1996 in Potsdam eingerichtet.
Ein wesentliches Teilgebiet ist die Frage nach den Wechselwirkungen zwischen Informatik und Gesellschaft, oder auch Informatik, Mensch und Gesellschaft.
Die Frage nach dem ersten Studiengang "Informatik" in Deutschland ist strittig.
Klar ist allerdings, dass der seinerzeitige Bundesforschungsminister Gerhard Stoltenberg
1968 in einer Rede in der Universität Berlin Informatik als Bezeichnung für neu einzurichtende Studiengänge verwendete.
Unter anderem beanspruchen diesen Titel:
Die Universität Karlsruhe, die im Wintersemester 1969/70 erstmals ein Vollstudium Informatik anbot. Sie ist heute eine der größten Lehr- und Forschungsstätten in diesem Bereich.
Die Fachhochschule Furtwangen, die 1968 den Studiengang Informatorik (Programmierung von Rechenanlagen) als selbständigen Studiengang einführte. (da der Begriff Informatik da noch nicht allgemein verwendet wurde)
Ebenfalls 1969 wurde in der DDR das Vollstudium Maschinelle Rechentechnik eingeführt.
Mathematische Grundlagen: Die folgenden Themen und Fachgebiete gehören nicht eigentlich zur Informatik, doch sind sie in vielen Fällen eine notwendige Grundlage für Informatik.
Neben der oben angesprochenen Einteilung in praktische, theoretische und technische Informatik lässt sich die Informatik in weitere zahlreiche Gebiete unterteilen, die allerdings mehr als einem der drei großen Bereiche angehören können.
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