Im Gegensatz zur Deduktion ist diese Vorgehensweise nur unter bestimmten Voraussetzungen gerechtfertigt, da Verallgemeinerungen mit Unsicherheiten behaftet sind.
Alle Naturwissenschaften und auch die allermeisten Handlungen in unserem Alltag bauen auf dem so genannten Induktionsprinzip auf, also auf dem Glauben, dass die Induktion funktioniert.
Beispiel: Wenn ich Hunger habe, esse ich etwas. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass Essen den Hunger beseitigt und schließe durch Induktion, dass dies in der Zukunft auch funktionieren wird.
Es ist nicht ohne weiteres klar, weshalb dieser Induktionsschluss erlaubt ist. Man könnte argumentieren, wir wissen aus Erfahrung, dass der Induktionsschluss funktioniert. Wenn wir aber aus der Erfahrung auf die Zukunft schließen, wenden wir Induktion an. Auf diese Weise können wir also nicht beweisen, dass die Induktion erlaubt ist. Viele Philosophen sind deshalb der Ansicht, das so genannte Induktionsprinzip könne nicht auf elementarere Prinzipien zurückgeführt werden. (U.a. Karl Popper)
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