pulmonale Hypertonie (pulmonal-arterielle Hypertonie, PAH) = Hoher Blutdruck im kleinen (Lungen-)Kreislauf
portale Hypertonie = Pfortaderhochdruck z. B. bei Leberzirrhose
Wenn man allgemein von Hypertonie spricht, ist in der Regel die arterielle Hypertonie gemeint.
Da der arterielle Blutdruck meist mittels Arm-Manschette und der Methode nach Riva Rocci gemessen wird, hat sich auch »RR« als Abkürzung für den Blutdruck eingebürgert.
Die Höhe des Blutdrucks wird noch in mm Hg, der alten Einheit für den Druck angegeben.
Wieso diese Einteilung? Studien haben gezeigt, dass schon hoch-normale Blutdruckwerte zu einer eindeutigen Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Nachdem diese für die Hälfte aller Todesfälle verantwortlich sind, sind durch entsprechende Behandlungsstrategien wesentliche Verbesserungen der Volksgesundheit zu erwarten.
Die Kommunikation zwischen Ärzten und zwischen Arzt und Patient wird erleichtert: Einfache Behauptungen werden verunmöglicht - stattdessen kann auf saubere Untersuchungen verwiesen werden, die Arzt wie Patienten zu verantwortungsbewusstem Handeln motivieren.
Und: Es ist für beide Seiten weniger gut möglich, die Augen vor dem Problem zu verschließen. "Ein normaler Blutdruck liegt bei 100 + Lebensalter" ist eine einfache und bequeme Rechnung, die allerdings nicht stimmt, siehe Studien zur arteriellen Hypertonie.
Standardisierte Blutdruckmessung
3-4 Minuten Ruhe im Sitzen, Arm in Herzhöhe lagern, Beine nebeneinander,
Messung am Arm mit dem höheren Blutdruck Blutdruckmanschette anlegen, Unterrand 2,5 cm über der Ellenbeuge,
Rechtshänder in der Regel am linken Arm. Bei Erstmessungen immer beidseits messen, da krankhafte Verengungen der armversorgenden Arteria subclavia in über 90% auf der linken Seite auftreten. So können insbesondere in einer vermeintlichen Notfallsituation beim bewußtlosen Patienten ein falsch-niedriger Blutdruck gemessen werden, was zur Einleitung von falschen und möglicherweise kontraproduktiven Therapiemaßnahmen führen kann.
Mikrofon an der Innenseite des Oberarms über der Schlagader plazieren Manschette bis 30 mm Hg über den systolischen Druck aufpumpen (beim systolischen Druck verschwindet der Puls am Handgelenk)
Manschettendruck langsam um 2-3 mm Hg pro Sekunde ablassen Beobachten, bei welchem Druck der erste Ton (Korotkofftöne) bzw. das erste Blinkzeichen erscheint
(= systolischer Blutdruck) und bei welchem Druck der letzte Ton bzw. das letzte Blinkzeichen (= diastolischer Druck) wahrzunehmen ist. Werte auf 2 mm Hg genau ablesen. Bei automatischen Geräten werden die Blutdruck-
und Pulswerte als Ziffern angezeigt.
Bei den Korotkofftönen unterscheidet man 5 Phasen:
Phase I
Beginn mit Klopftönen (= systolischer Blutdruck)«Auskultatorische Lücke", optional kurz nach Einsetzen der systolischen Klopftöne Phase II
Klopftöne verbunden mit Strömungsgeräusch(< 10-15 mmHg des systolischen Blutdrucks)
Phase III
Ausschließlich Klopftöne Phase IV
Leiserwerden der Klopftöne Phase V Verschwinden der Klopftöne (= diastolischer Blutdruck)
(in L. Steinfeld et al. Am J Cardiol 1974; 33: 107)
Werte im Blutdruckpass eintragen Wiederholungsmessung frühestens nach einer halben Minute .
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