Die legalen Nachkommen aus einer solchen Verbindung erhalten den Status des Vaters, wodurch auch das Ansehen der Verwandtschaftsgruppe der Frau ansteigt. Die Frau und ihre Verwandten gewinnen durch eine hypergame Heirat an Prestige.
Für den Mann hingegen ist ein hypergame Ehe hingegen kein Prestigeverlust, denn die Nachkommen werden seiner sozialen Schicht zugeordnet. Gleichzeitig genießt er einen ökonomischen Vorteil: bei allen existierenden Fallbeispielen von Hypergamie müssen die Braut respektive deren Verwandte mit einer höheren Mitgift eine Kompensationsleistung erbringen.
Hypergamie kann in stark stratifizierten Gesellschaften vorkommen (z.B. im indischen Kastensystem), um die strengen Endogamievorschriften zu umgehen. Sie tritt ausschließlich in patrilinearen Gesellschaften auf, in denen die Kinder ihren Status über den Vater erhalten.
Das Gegenteil der Hypergamie ist die so genannte Hypogamie, in der die Frau einer höheren sozialen Schicht (Kaste, Klasse, etc.) entstammt als der Mann. Auch hier übernehmen die Kinder im allgemeinen den Status des Vaters, weshalb eine hypogame Verbindung in den meisten Fällen für die Beteiligten weniger interessant ist.
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