Von 1724 bis 1948 war sie Hauptstadt des Fürstenstaates Hyderabad unter der Asaf Jahi-Dynastie. Als solche war sie ein bedeutendes Zentrum der indisch-muslimischen Kultur, in dem traditionell gebildete Muslime, auf direkt britisch regiertem Gebiet kaum noch Karrierenaussichten hatten. Die Bevölkerung der Stadt war mehrheitlich muslimisch, während 88% der Staatsbevölkerung hinduistisch waren. Nach dem Anschluss des Staates Hyderabad an Indien wanderte ein großer Teil der muslimischen Oberschicht ins pakistanischeKarachi aus.
Dennoch ist der muslimische Bevölkerungsanteil mit fast 40% der höchste in einer indischen Metropole. Die Muslime sprechen in der Regel weiterhin Urdu nicht Telugu die Landessprache von Andhra Pradesh.
Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Hindus sind häufig.
Hyderabad verfügt über viele monumentale Bauten, Moscheen und Tempel.
Eigentlich ist Hyderabad eine Zwillingsstadt, mit Sekunderabad, nördlich gelegen, als Schwesterstadt. Die beiden Städte sind von einem schönen Teich namens Hussainsagar, getrennt. Sekunderabad wurde von der Britischen Armee, die dort vor 1947 stationiert war, gegründet.
Der ehemalige Herrscher von Hyderabad, "Seine Erhabene Hoheit," der Nizam von Hyderabad wollte, dass Hyderabad unabhängig von Indien sein sollte. Seine Armee, die Razakars wurden mühelos von den indischen Streitkraeften entwaffnet. Im Jahr 1948 wurde Hyderabad der indischen Union angeschlossen.
Hyderabad ist eine Industriestadt. Sie ist eine Hauptstadt der Pharmaindustrie in Indien. Andere Industrien sind z.B. die Elektro- und Softwareindustrie sowie Maschinenbau. Hyderabad produziert die besten und die billigsten Softwareingenieure der ganzen Welt.
Die Bahn, Universität, Strassen und Krankenhaueser wurden von dem früheren Herrscher von Hyderabad, dem Nizam gebaut und später von der indischen Regierung erweitert. Das Salar Jung Museum enthaelt eine Mischung von europäischen und indischen Sammlungen, die von einem einzigen Fuersten, Salar Jung, vor der Unabhaengigkeit gesammelt wurden.
Die Stadt hat moderne Einkaufszentren, breite Strassen und eine freundliche Bevoelkerung. Hyderabad hat eine direkte Luftverbindung mit Frankfurt am Main durch Dubai. Der Radschiw-Gandhi Flughafen von Hyderabad befindet sich in Sekunderabad. Auch der Hauptbahnhof mit verschiedenen Verbindungen in Indien befindet sich in Sekunderabad. Die kleineren Bahnhoefe von Nampally und Kacheguda befinden sich in der Altstadt.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind Charminar und Golconda Fort. Der Charminar ist ein Denkmal, etwa 60 Meter hoch (etwa so groß wie die große Anna von Helgoland) mit vier Minaretten und ist das Zentrum der Altstadt, südlich gelegen vom Fluss Musi. Der Charminar wurde vom Stadtsgründer, dem König Quli Qutb Shah vor 400 Jahren gebaut. Die imposante Golkonda Festung und die Grabmale sind häufig von den Touristen besucht.
Die Sommertemperaturen schwanken zwischen 18 bis 43 Grad Celsius. Die Regenszeit ist zwischen Juni und Oktober. Im "Winter" schwanken die Temperaturen zwischen 9 bis 26 Grad. Ein gemütliches, sauberes Zimmer mit Bad und Toilette in einem einfachen Hotel kostete im Juli 2004 etwa 20 Euro. Die 5-sternigen Hotels haben fast die gleichen Preise wie in Europa. Englisch, Telugu and Urdu sind die Hauptsprachen. Englisch wird mit einer indischen Akzent gesprochen. Geschriebenes Englisch unterscheidet sich nicht mit dem Englisch in den USA oder England und ist von einer hohen Qualität. Deutsch wird an der Universität Osmania als Fremdsprache unterrichtet.
Die wichtigen Früchte sind die Mangos und Weintrauben, die saftig und süß schmecken. Sie können von März bis Mai genossen werden. Echte Perlen, Seide und Lederwaren kann man in Hyderabad kaufen.
Christen, Muslime und Hindus wohnen friedlich nebeneinander in Hyderabad. Es gibt zahlreiche Kirchen, Tempel und große Moscheen in Hyderabad.
Das größte Problem für Ausländer in Hyderabad sind die Bettler auf den Kreuzungen. Sonst ist die Stadt ausländerfreundlich.
Der Strassenverkehr ist chaotisch. Stromausfälle sind nicht selten. Kreischende Lautsprecher, Schlaglöcher auf den Innenstrassen, freilaufende Bueffeln und Hunde auf den Hauptstrassen sind nicht eine Seltenheit. Die Stechmücken sind während der Regenszeit aktiv.
Dafür aber ist das Essen billig. Das Mughlai-Essen ist schmackhaft. Mutton Biryani (Lammfleisch mit gewürztem, nicht scharfem, schön riechendem Reis von der besten Qualität, z.B. Basmati) ist das berühmteste Gericht von Hyderabad. Qubani-ka-mita (eine Aprikosensüssigkeit) ist auch sehr schmackhaft, vorausgesetzt, dass man diese Gerichte nur in den besseren Restauranten bestellt.
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