Im Jahr 1930, in dem er auch den Vornamen Peter annahm, schloß er Freundschaft mit Ernst Bloch und Alfred Kantorowicz, mit dem er sich vorübergehend eine Wohnung teilte.
Im Zeitraum von 1930 bis 1936 erschienen frühe lyrische Werke, die stark von der märkischen Landschaft geprägt waren, in "Die literarische Welt", "Das Innere Reich", "Die Kolonne" und "Vossische Zeitung". 1931 veröffentlichte er die Prosastudie "Im Jahre 1930" über einen NS-Mitläufer aus dem Kleinbürgertum.
1932 wurde er für den Gedichtband "Der Knabenteich" mit dem Lyrikerpreis der "Kolonne" ausgezeichnet. Im gleichen Jahr lernte er Günter Eich kennen.
1934 heiratete Huchel Dora Lassel, von der er sich aber 1946 wieder trennen sollte.
Von 1934 bis 1940 war er als Hörspielautor unter anderem für den Reichssender Berlin und den Deutschen Kurzwellensender tätig. In Hörspielen wie "Die Magd und das Kind" (1935) und "Margarethe Minde" (1939) deutete sich bereits seine Fähigkeit an, Politisches in versteckten Zitaten zu verschlüsseln.
Nachdem er einen Lehrgang an der Antifa-Schule Rüdersdorf absolviert hatte, begann Huchel 1945 als Dramaturg und persönlicher Referent des Sendeleiters beim Ost-Berliner Rundfunk. Er stieg 1946 zum Chefdramaturg, dann zum Sendeleiter und 1947 schließlich zum Künstlerischen Direktor auf.
In seinen 1948 veröffentlichten Arbeiten aus der Zeit nach 1925 zeigen sich die Kontraste zwischen Kindheitsidylle und Kriegs- und Fluchterfahrungen.
1949 wurde Huchel Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Im gleichen Jahr wurde er Chefredakteur der von Johannes R. Becher und Paul Wiegler gegründeten literarischen Zeitschrift "Sinn und Form" der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin, deren Mitglied er von 1952 bis 1971 war.
1953 heiratete er Monica Rosenthal. 1956 war er als offizieller Vertreter der DDR auf der Biennale der Dichtung in Knokke.
Nach dem Mauerbau1961 wurde Huchel wegen seiner systemübergreifenden künstlerischen Konzeptionen angegriffen. Infolgedessen trat er aus Protest im Jahr darauf als Chefredakteur von "Sinn und Form" zurück.
1963 erhielt er den Theodor-Fontane-Preis für den im gleichen Jahr in einem bundesdeutschen Verlag erschienenen Lyrikband "Chausseen, Chausseen". Da er sich weigerte, diesen West-Berliner Preis abzulehnen, durfte er in der Folgezeit in der DDR weder publizieren noch reisen. So konnte er weder 1965 einem Ruf an den Lehrstuhl für Poetik an die Universität Frankfurt folgen, noch 1968 zur Entgegennahme des Großen Kunstpreises von Nordrhein-Westfalen ausreisen. Ab 1968 wurde auch die an ihn gerichtete Post konfisziert.
Die menschenverachtenden Schikanen durch das Stasi-System hat Huchel in seiner Lyrik eindrucksvoll geschildert.
Erst nach Interventionen der West-Berliner Akademie der Künste, der Präsidenten des Internationalen PEN-Zentrums und Heinrich Bölls wurde Huchel 1971 die Ausreise aus der DDR genehmigt. Er lebte in der Folgezeit zunächst in der Villa Massimo in Rom und ließ sich dann in Staufen im Breisgau nieder. 1971 veröffentlichte er den Gedichtband "Gezählte Tage" mit Werken aus der Zeit nach 1963.
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