Er ist Sohn einer wohlhabenden Familie. Der Vater ist Apotheker (andere Quellen: Tuchhändler). Er studiert in Tirana, von 1930 bis 1934 in Montpellier und Paris. Von 1934 bis 1936 studiert er in Brüssel Jura und ist dort Sekretär im Albanischen Konsulat. In Frankreich und Belgien kam er erstmals intensiv mit kommunistischen Ideen in Berührung. Nach seiner Rückkehr nach Albanien wird er als Franzözischlehrer in seiner ehemaligen Schule in Korca tätig, bis er 1939 Berufsverbot bekommt. Er betreibt einen Tabakladen in Tirana.
Wirtschaftliche und politische Spannungen mit Jugoslawien und Tito führten ab 1948 dazu, dass sich Enver Hoxha eng an StalinsSowjetunion anlehnte. Gleichzeitig ließ er Opositionelle liquidieren.
Der Tod Stalins und die Entstalinisierung in der Sowjetunion führte ab 1956 dazu, dass Enver Hoxha 1961 mit der UdSSR die Beziehungen abbrach und ein enges Bündnis mit der Volksrepublik China einging. Die islamische Tradition des Landes ließ er radikal ausrotten und 1967 erklärte Hoxha Albanien zum "ersten atheistischen Staat der Welt". Moscheen wurden geschliffen oder in zweckentfremdet. 1968 tritt Albanien unter Hoxhas Führung formell aus dem Warschauer Pakt, dem Verteidigungsbündis des Ostblocks, aus. Nach dem Tod von Lin Biao († 1971) sowie Mao Zedong († 1976) und der damit einhergehenden Veränderung der chinesischen Politik brach Hoxha 1978 nun auch noch die Beziehungen zur Volksrepublik China ab und betrieb bis zu seinem Tode eine Außenpolitik der völligen Bindungslosigkeit.
Da er auf jeden Fall die Unabhängigkeit Albaniens sichern wollte, ließ er im ganzen Land ca. 600.000 Bunker an strategisch wichtigen Punkten bauen. Extra dafür wurde die Betonindustrie angekurbelt und teurer Spezialstahl importiert.
1981 verabschiedete sich Hoxha von der aktiven Politik, nicht ohne noch eine Säuberungsaktion durchzuführen, bei der zahlreiche Führungspersonen liquidiert werden, und übergab die Amtsgeschäfte an seinem Zögling Ramiz Alia.
Am 11. April1985 starb Enver Hoxha in Tirana im Alter von Alter von 76 Jahren. In Tirana wurde für ihn ein Mausoleum erbaut, in dem sein Leichnam aber nur kurze Zeit untergebracht war. Heute ist das Mausoleum ein Kulturzentrum.
Enver Hoxha war mit Nedschmije Hoxha (auch Nexmije Hoxha) verheiratet und hat einen Sohn Ilir Hoxha und eine Tochter Pranvera Hoxha. Die Tochter ist Architektin des Skanderbeg Museums in Kruja.
Literatur
Lloyd Jones: Der Mann, der Enver Hodscha war, 2001, (Buch über Petar Shapallo den Doppelgänger von Enver Hoxha), ISBN_3803122988
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