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Horrorfilm

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Das Film-Genre des Horrorfilms bedient sich der Elemente des Horrors, da der Haupteffekt, der beim Zuschauer erzeugt werden soll, Spannung und Schrecken sind. Bei Horrorfilmen mit dem Charakter eines Thrillers übernimmt meist ein wahnsinniger Verbrecher diese Rolle, während andere Horrorfilme auf außerirdische (Alien) oder Übernatürliche (Zombie-Filme) zurückgreifen, um Schrecken zu erzeugen.


In Abgrenzung zu Krimis mit Thriller-Charakter steht nicht so sehr die Suche nach dem Täter, sondern das pure Entsetzen als Unterhaltungsform im Mittelpunkt des Films.


Horror in Film und Literatur beruht darauf, daß zentrale Charaktere anfangs in einer aus ihrer Perspektive normalen und heilen Welt leben. Der Horror erscheint stets in Form eines aus Sicht des Charakters und des Publikums außergewöhnlichen Vorgangs, welcher die heile Welt, in welcher sich der Charakter befindet, empfindlich und außerhalb seiner Kontrolle bedroht. (Ralf Ramge, Das Dokument des Grauens, S.240)

Manche Kritiker lehnen Horrorfilme ab, da die gezeigte Gewalt den Zuschauer abstumpfe und bei labilen Personen dazu führen könne, im wirklichen Leben ebenso rabiat gegenüber den Mitmenschen aufzutreten, wie das die Figuren in den Horrorfilmen vormachen. Die Freunde des Genres halten dem entgegen, dass für sie die reine entspannende Unterhaltung beim Betrachten ausschlaggebend sei. Nur Menschen die geistig labil seien, würden nach dem Schauen von Horrorfilmen gewalttätig.


Entwicklung

Bereits 1910 gab es den ersten Frankenstein- Film. 1922 mit Nosferatu, eine Symphonie des Grauens eine der ersten Verwendungen des Dracula-Motivs (dessen Dreharbeiten später selbst Thema eines Horrorfilm wurden). In den 50ern war der Horrorfilm meistens eine Variante des gruseligen Science Fiction-Films. Zielgruppe waren zumeist Kinder oder Jugendliche.


Erst Ende der 60er kamen mit Psycho und Die Nacht der lebenden Toten die erste Genre-Filme für Erwachsene, in denen explizit Bezug auf das alltägliche Leben der Zuschauer genommen wurde. Später drehte John Carpenter mit dem ersten Halloween-Film den ersten modernen Horrorfilm und trat eine Welle von Serien los wie Freitag der 13. oder Nightmare on Elmstreet, in denen junge unbekannte Schauspieler eine ideale Projektionsfläche für ein jugendliches Publikum boten. Auslöser war die Erfolgswelle der Horrorbücher (siehe Horror). Erst mit dem Film Scream Ende der 90er erkannte man, daß es wieder ein Interesse an dieser Art von Filmen gab. Die Folge: Zwei Fortsetzungen von Scream sowie mehrere Teile von Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast, Düstere Legenden oder Final Destination.Die aktuelle Horror- Welle richtet sich deshalb im wesentlichen an ein jugendliches Publikum und setzt deshalb auch auf ebenso junge Schauspieler. Ring stellt eher eine Ausnahme dar.


Weblinks



Berühmte Horrorfilme



Siehe auch: Horror


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