Honorius II., mit bürgerlichem Namen Lamberto Scannabecchi († 13. Februar1130) war von 1124 bis zu seinem Tode Papst.
Honorius II. stammte aus einfachen Verhältnissen und war im Jahre 1117 zum Kardinalbischof von Ostia ernannt worden. In dem nach der Wahl von Papst Gelasius II. entbrannten Konflikt zwischen den Anhängern des neuen Papstes und der kaiserlichen Partei, die von den italienischen Frangipani unterstützt wurde, stellte Honorius sich auf die Seite des Papstes und floh mit diesem zusammen in das Exil nach Frankreich. Auch nach dem baldigen Tode Gelasius stand Honorius auf Seiten der päpstlichen Kurie und wurde ein loyaler Gefolgsmann des neuen Papstes Kalixt II.. Kalixt II. nutzte das diplomatische Talent des Kardinalbischofs für den Versuch einer Verständigung mit KaiserHeinrich V.. Tatsächlich hat Honorius II. nicht unerheblichen Verdienst am Zustandekommen des Wormser Konkordats, und der mit diesem verbundenen vorläufigen Klärung des Investiturstreits.
Auch die Stimmung der Frangipani gegenüber Honorius wandelte sich. Nach dem Tode Kalixts II. war Tebaldo Buccapecus bereits zum Papst gewählt, als die Frangipani Honorius als Gegenkandidaten aufstellten. Dieser wurde am 15. Dezember1124 gewählt und am 21. Dezember inthronisiert. Honorius freilich wollte angesichts der unklaren Legitimität seiner Wahl das Amt nicht akzeptieren. Durch die hierdurch gezeigte rechtliche Gesinnung gewann er freilich auch die Anhänger Buccapecus für sich, der daraufhin auf die Tiara verzichtete, so daß Honorius II. sein Amt antreten konnte.
Während seines Pontifikats war Honorius nicht ohne Erfolg um eine politische Stärkung der Kurie bemüht. In den innenpolitischen Konflikten des Heiligen Römischen Reiches stellte er sich auf die Seite KönigLothars III. und sprach den Kirchenbann über den staufischen Gegenkönig Konrad aus. Die Frangipani stärkten derweil den Einfluss des Heiligen Stuhls in Oberitalien.
Nach fünfjährigem Pontifikat starb Honorius II. im Jahre 1130.
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