Holz wurde am 26. April1863 in Rastenburg in Ostpreußen als Sohn eines Apothekers geboren. 1875 ging er nach Berlin. Holz arbeitet zunächst als Journalist, entscheidet sich dann aber für eine Existenz als freier Schriftsteller. Finanzielle Probleme begleiten fortan sein Leben. Er knüpft Kontakte zum Berliner Naturalistenverein "Durch", in dem er u.a. Gerhart_Hauptmann kennenlernt.
1885 erhielt er für seinen Gedichtband "Buch der Zeit" den Schillerpreis. Er beschäftige sich nun mit dem Darwinismus und ab 1888 lebte und arbeitete er mit Johannes_Schlaf zusammen, gemeinsam entwickelten sie in der programmatischen Schrift "Die Kunst, ihr Wesen und ihre Gesetze" die Theorie des konsequenten Naturalismus und setzten sie praktisch um.
Sie schrieben zusammen unter dem gemeinsamen Pseudonym Bjarne Holmsen "Papa Hamlet" und das Drama "Die Familie Selicke". Hierbei entwickelte Holz einen »konsequenten Naturalismus", der auf exakte Milieuschilderung unter Einbeziehung auch umgangssprachlicher Elemente abzielte. Auch versuchten sie jegliche Subjektivität zu eliminieren und möglichst wissenschaftlich zu sein. Ihre Forderung, Kunst solle genaue Wiedergabe der Realität sein, führte zu neuen, experimentellen Ausdrucksweisen: Zum Beispiel den Sekundenstil, in dem soziales Elend minutiös genau geschildert wird.
Es kam dann zum Bruch mit Schlaf als sich dieser dem Impressionismus zuwandte. Er experimentierte in seiner lyrischen Dichtung mit einem reimlosen Stil und gab die traditionellen Formregeln auf. Die Werke sollten vom »inneren Rhythmus« bestimmt werden. 1898 veröffentlichte er seinen sprachlich virtuosen Gedichtband "Phantasus" über einen dahindämmernden, hungernden Berliner Dichter, der als sein lyrisches Hauptwerk gilt. An diesem hat er quasi während seiner ganzen Schaffenszeit gearbeitet. 1903 schuf er mit Lieder auf einer alten Laute, ein parodistisches Werk, das die Barockliteratur karikiert. Dieser Gedichtband wurde später erweitert und als Dafnis veröffentlicht. Bekannter wurde auch seine Tragikomödie "Traumulus" (1904). Er starb am 26. Oktober1929 in Berlin.
Holz' Dichtung "Phantasus" spiegelt das Milieu wider, in dem der Poet im Berliner Wedding lebte. Seine besondere formale Manier bestand darin, die einzelnen Verszeilen zu zentrieren, so dass rechts und links ein Flatterrand entstand; dadurch ist das Lesen seiner Werke sehr ermüdend.
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