Das Hohe Venn ist ein Mittelgebirge und geologisch ein Teil des linksrheinischenSchiefergebirges. Es erstreckt sich zwischen Deutschland und Belgien und gehört zum Naturpark Hohes Venn-Eifel. Große Flächen sind als Hochmoor ausgebildet.
Der Name kommt von Venn (niederl. Veen), das ein auf einer wasserundurchlässigen Tonschicht über zehntausende Jahre hinweg aufgetürmte Schicht aus pflanzlich organischem Material ist. Im getrockneten Zustand bezeichnet man es als Torf.
Es erstreckt sich zwischen Eupen und Aachen im Norden Monschau im Osten und Malmedy im Süden und liegt teilweise auf dem Gebiet französischsprachiger Gemeinden (Wallonisches Venn). In bis zu 700 m ü.d.M.
ist es ein sehr regenreiches Gebiet. Hier fallen durchschnittlich 1500-1700 mm Niederschlag im Jahr. Die zahlreichen Talsperren, (zum Teil untereinander verbunden) nutzen dieses abfliessende Wasser zur Strom- und Trinkwassererzeugung, sowie zur Wasserregulierung. Das Wasser des Hohen Venns wird den Bürgern und der Wirtschaft im Umkreis von rund 80 km zur Verfügung gestellt.
Das Umfeld ist geprägt von heckenumsäumten, hügeligen Wiesenlandschaften und grünen Wäldern, verstreut liegenden Dörfern deren weiß getünchte Bauernhöfe von haushohen Hecken vor der Witterung Schutz suchen.
Das Hochplateau des Hohen Venn ist eine Hochmoorlandschaft, in vorhistorischer Zeit befand sich dort ein mehrere tausend Meter hohes Gebirge. Der Bereich des Hohen Venn wird geologisch als das Massiv von Stavelot beschrieben.
Flora
Es finden vor allem die typischen Heidepflanzen wie Erika und Glockenheide, aber auch eine zum Teil alpine Flora, wie das gefleckte Knabenkraut, Lungenenzian, Sonnentau, Moosbeere, Wollgras. Da die Beweidung in den letzten Jahrzehnten untersagt war, verbreiten sich immer mehr buschige Sträucher und das Pfeifengras. Südlich des Hohen Venns befinden sich ausgedehnte Wild-Narzissen-Wiesen.
Fauna
Die Schutzzonen gelten aber auch den Birkhühnern die sich nur schwer vermehren und bei ihrem Balzverhalten ungestört bleiben müssen. Seit dem Jahre 2003 sind wieder erste Luchse ausgemacht worden.
Tourismus
Es gibt zahlreiche ausgewiesene Wanderrouten teils asphaltiert, aber auch auf Holzstegen.
Einige Regeln sind zu beachten, so darf man ausgewiesene Zonen zum Schutz seltener Tiere nicht ohne Naturführer betreten. Bei entsprechender Witterung gibt es im Winter zahlreiche Langlaufloipen. Trotz der großen Jahresregenmenge ist die Hochmoorlandschaft des Hohen Venn im Sommer stark brandgefährdet. So wurden im Sommer 2004 knapp 200 Hektar zerstört.
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