Die HGÜ Cross-Channel ist die Bezeichnung für die Hochspannungs-Gleichstrom-Verbindung durch den Ärmelkanal. Die erste Verbindung dieser Art ging 1961 zwischen dem britischen Kernkraftwerk Lydd und der französischen Station Echingen in Betrieb. Diese mit Quecksilberdampfgleichrichtern ausgerüstete Anlage verwendete, um die Störungen der Magnetkompasse der Schiffe möglichst gering zu halten, ein zweipoliges Kabel von 64 Kilometern Länge, das symmetrisch mit einer Spannung von 100 kV betrieben wurde und einen Stromfluss von bis zu 800 Ampere gestattete. Die maximale Übertragungsleistung dieser Anlage betrug 160 Megawatt.
Da diese Anlage den zunehmenden Anforderungen nicht mehr genügte, wurde sie 1986 durch eine neue HGÜ-Verbindung zwischen Frankreich und Großbritannien ersetzt, welche aus zwei bipolaren Seekabeln mit einer Länge von 72 Kilometern besteht. Sie kann bei einer Betriebsspannung von 270 kV bis zu 2000 Megawatt übertragen.
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