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Handfeuerwaffe

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Inhaltsverzeichnis


1 Handfeuerwaffe

  1.1 Griechisches Feuer

  1.2 Schießpulver

  1.3 Feuerwaffen

  1.4 Erste Handfeuerwaffen

  1.5 Moderne Handfeuerwaffen


Handfeuerwaffe

- Begriff für tragbare Feuerwaffe


Die Unterscheidung wird vorgenommen in:


Arkebuse, Muskete (alte Bezeichnungen für Gewehr), Gewehr, Sturmgewehr, Maschinengewehr, Flinte (Jagdwaffe), Revolver, Pistole, Maschinenpistole.


Auf welchen Wegen die Kenntnis des Schießpulvers von China nach Europa kam ist nicht bekannt. Trotz der Kenntnis des Schießpulvers entstanden erst viel später die Feuerwaffen.


Griechisches Feuer

Die Byzantiner kannten bereits im Jahre 674 eine Mischung aus Kolophonium, Schwefel und Salpeter, Griechisches Feuer genannt, erfunden von Kallinikos aus Heliopolis. Dieser selbst auf Wasser brennbare Stoff spielte eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung von Konstantinopel. In den nächsten Jahrhunderten wurde das »griechische Feuer« vor allem gegenüber Schiffen der vordringenden Muslime eingesetzt.


Schießpulver

Schießpulver wird erstmals in der Schrift des Franziskanermönchs Roger Bacon an den Bischof von Paris (1260) erwähnt. Die Legende der Erfindung des Mönchs Berthold Schwarz (Schwarzpulver) wird erst auf späteren Zeitpunkt datiert.


Dieses Schießpulver (Holzkohle, Schwefel und Salpeter) bleibt bis zur Erfindung der Patrone im 19. Jahrhundert das Treibmittel für Handfeuerwaffen. Alfred Nobel erhält 1887 ein Patent auf rauchfreie Treibmittel (Nitrozellulose/Nitroglyzerin).


Feuerwaffen

Die ältesten Feuerwaffen waren ausschließlich Geschütze. Die erste Abbildung einer Kanone stammt aus dem Jahre 1326. 40 Jahre später sind erste Handfeuerwaffen (Handrohr) nachweisbar. Das Rohr wurde aus Bronze gegossen, anfangs wurden Pfeile, später Bleikugeln verschossen


Erste Handfeuerwaffen

Die Entwicklung der Handfeuerwaffen erreichte mit dem Luntenschloss (1411) ein erstes Stadium. Die Lunte glimmt nach dem Anzünden. Mittels eines Schnappmechanismus wird beim Betätigen des Abzuges die glimmende Lunte an das Schießpulver gedrückt und führt zur Zündung. Damit war der Schütze nicht mit dem Zünden sondern nur mit dem Zielen befasst. Die folgende Einführung von Visier und Korn sowie gezogene Läufe um 1493 bestimmten die Zielgenauigkeit.


Bei der Schlacht von Cerignola (1503) bestimmt erstmals der Einsatz von Handfeuerwaffen den Gefechtsverlauf. Als Cortés 1519 aufbrach, das Reich der Azteken zu erobern, besaßen seine 508 Soldaten neben Bronzegeschützen auch 13 Gewehre.


Die Steinschlosswaffen ersetzten ab 1650 die Luntenschlossmechanik indem ein Feuerstein den Zünd-Funken schlug. Beim Perkussionsschloss, 1807 erfunden, wird Knallpulver zum Zünden verwendet. Die Einführung der Patrone, 1812, führt schließlich zur Zusammenführung von Schießpulver, Zündmasse und Geschoss (Hinterlader).


Moderne Handfeuerwaffen

Preußen führte 1841 als erste Armee das Zündnadelgewehr ein und hatte damit einen technischen Vorsprung. Spätere Entwicklungen führten in den USA zu den Repetiergewehren (Spencer, Henry, Winchester). Schaftmagazin-Gewehre wurden von Mauser und Mannlicher eingeführt.


Sturmgewehre (halbautomatische Rückstoßlader) kamen bereits im 1. Weltkrieg zum Einsatz. Der vollautomatische Gasdrucklader kam mit der deutschen MP 44 (1944) zum Einsatz. Der bekannteste Vertreter dieser Gattung ist das russische Sturmgewehr AK-47 (1947 von Kalaschnikow entwickelt), das bis heute über 70 Millionen mal hergestellt wurde. Der amerikanische Vertreter dieser Gasdrucklader ist das bereits im Vietnamkrieg verwendete M16.


Erste Maschinengewehre wurden von Gatling (1860, handbetrieben) und Maxim (1884, rückstoßbetrieben) eingeführt. Der erste Großeinsatz von Maschinengewehren erfolgte im 1. Weltkrieg.


Bei den Revolvern bestimmte der Stiftfeuerrevolver von Lefaucheaux (1845) sowie der Colt »Peacemaker« (1873) mit Kaliber 45 (11,4 mm) die Entwicklung. Beim Revolver wird durch eine drehbare Trommel die Patrone dem Lauf vorgeschoben.


Die Pistole wurde ursprünglich als Schusswaffen für Reiter entwickelt, erste Modelle tauchten um 1510 auf. Selbstladepistolen erschienen ab 1893. Bekannte Modelle kamen von Luger, Walther, Colt, Browning und Beretta. Bei den Selbstladepistolen wird entweder mittels Masse-, Kniegelenk- oder Walzenverschluss der Ladevorgang ausgeführt.


Die Maschinenpistole, eine deutsche Erfindung von 1918 (Bergmann), erlangte Berühmtheit durch Al Capone mit dem Modell 1928 von Tompson. Bekannte Maschinenpistolen sind heute die israelische Uzi und die deutsche MP 5 von Heckler und Koch.


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