Der HSV wurde 1887 unter dem Namen "SC Germania" gegründet und vereinigte sich am 01. Juni 1919 mit dem Hamburger FC und dem FC Falke zum Hamburger SV.
Seine ersten großen Erfolge verbuchte der HSV in den Jahren 1922 und 1923 mit den ersten beiden deutschen Meistertiteln, wobei man auf den Ersten im Jahr 1922 verzichtete. Das erste Finalspiel gegen den 1. FC Nürnberg wurde nach 189 (!) Minuten wegen Dunkelheit genauso abgebrochen, wie auch das Wiederholungsspiel wegen Spielermangel. Dieses Mal standen beim FCN nach Platzverweisen und Verletzungen (das Auswechseln von Spielern war damals noch nicht erlaubt!) nur noch 7 Spieler auf dem Feld. Der DFB erklärte daraufhin den HSV zum Meister, drängte danach aber auf einen freiwilligen Verzicht, da der bayrische Fußballverband mit einem Boykott drohte.
Im Jahr 1947 startete der Hamburger SV in der Oberliga Nord, der bis zur Gründung der Bundesliga höchsten regionalen Spielklasse, die die Hanseaten von Anfang bis Ende beherrschten. Bis zur Bundesliga-Gründung wurden sie in 16 Spieljahren 14 Mal Oberliga-Meister der Nordstaffel. Nur im Jahr 1949 scheiterten sie punktgleich am Lokalrivalen St. Pauli und 1954 kläglich mit Rang 11.
Dass danach die Regional-Meisterschaft nie mehr abgegeben wurde, lag auch an einem jungen Mann, der 1954 ins Team stieß und den Namen Uwe Seeler trug. "Uns Uwe" gehört auch noch heute zu den erfolgreichsten Fußballern aller Zeiten - er wurde 1960 Deutschlands erster Fußballer des Jahres. In diesem Jahr hatte er maßgeblichen Anteil an der vierten Deutschen Meisterschaft des HSV.
Auch wenn der HSV den Norden dominierte, konnte man sich in den Endspielen auf Bundesebene bzw. ab 1963 in der Fußball-Bundesliga in den 60er Jahren keine weiteren Meistertitel mehr sichern. Uwe Seeler wurde 1964 und 1970 noch zwei weitere Male "Fußballer des Jahres" und beendete 1972 seine aktive Fußballer-Karriere. Dem HSV blieb der Nationalspieler - heftigst umworben - bis zum Ende treu. Heute ist er Ehrenbürger der Stadt Hamburg.
Die größten Erfolge feierte der HSV Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre - eng verbunden mit den sehr autoritären Erfolgstrainern Branko Zebec und Ernst Happel. Unter ihnen wuchs eine Mannschaft heran, die in den Jahren 1978-1984 drei Mal Deutscher Meister und auch in den anderen Spieljahren zumindest "Vize" wurde. In der Zeit vom 16.01.1982 bis zum 29.01.1983 blieben die Hanseaten in 36 Spielen hintereinander ungeschlagen - bis heute ungebrochener Bundesliga-Rekord. Es waren die Jahre, in denen der HSV auch über die Grenzen hinweg zu einem gefürchteten Gegner wurde. 1977 gewannen die Hamburger den Europapokal der Pokalsieger und 1983 schließlich den Europapokal der Landesmeister (heute Champions League). Diese Stärken ließen die Hamburger dann im Jahr 1987 mit der Deutschen Vizemeisterschaft und dem Gewinn des DFB-Pokals noch einmal aufblitzen, ehe sie für viele Jahre im sportlichen Mittelmaß verschwanden und teilweise um den Klassenerhalt zittern mussten.
Erste bedeutende Erfolge gab es dann erst wieder im Jahr 2000 nach Fertigstellung der modernen AOL-Arena, als man sich erstmals für die Champions-League qualifizieren konnte und dort gleich im ersten Spiel gegen den hoch favorisierten italienischen Klub Juventus Turin mit einem 4:4 ein wahres Jahrhundertspiel ablieferte. In Turin gewann der HSV sogar mit 3:1, scheiterte aber aufgrund sonst weniger positiven Ergebnissen bereits in der Vorrunde.
Den ersten Titel nach 16 Jahren erzielte der HSV im Juli 2003 mit dem Gewinn des DFB-Ligapokals.
Heimstadion des Hamburger SV ist die AOL-Arena (ehemals Volksparkstadion).
Spieler
Bekannte Spieler, die beim HSV Fußball gespielt haben:
Der HSV hat es als einziger Verein geschafft, 40 Jahre lang ununterbrochen in der 1. Bundesliga zu spielen und war seit dem Gründungszusammenschluss im Jahre 1919 als einziger deutscher Verein immer erstklassig. Der HSV hat zudem in Deutschland die höchste Zahl an Regionalmeistertiteln (25) und Endrundenteilnahmen um die Deutsche Meisterschaft (32, 31 HSV + 1 Germania 88) aufzuweisen.
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