Hamburg liegt an der Mündung von Alster und Bille in die Elbe, die 110 km weiter nordwestlich in die Nordsee fließt. Der natürliche Tidehafen erstreckt sich über die ganze Breite der Elbe, hauptsächlich auf das Südufer der Norderelbe gegenüber den Stadtteilen St. Pauli und Altona. Die beiden Ufer sind durch Brücken im Osten sowie durch den Alten und Neuen Elbtunnel verbunden. Das Land südlich und nördlich des Flusses ist Geest, höher gelegene Flächen, die durch die Sand- und Geröllablagerungen der Gletscher während der Eiszeiten entstanden sind. Die unmittelbar am Fluss liegenden Marschen wurden auf beiden Seiten der Elbe über Jahrhunderte vom Flutwasser der Nordsee überschwemmt und dabei wurden Sand und Schlick abgeladen. Inzwischen ist die Elbe aber beidseitig eingedeicht. Alte Deichanlagen erinnern in den Außenorten noch an die Zeit, als bei Hochwasser ganze Viertel unter Wasser standen. Die Alster ist ein Fluss, der in der Stadtmitte aufgestaut wird, wodurch eine Art Binnensee in der Innenstadt entsteht. Dieser "See" ist in zwei Teile geteilt, die jedoch miteinander verbunden sind - Binnen- und Außenalster. Sie werden durch zahlreiche Kanäle gespeist, die von großen Parkanlagen gesäumt sind. Die unzähligen Fleete, Flüsschen und Kanäle werden von mehr als 2300 Brücken überspannt.
Die heutigen Grenzen der Stadt Hamburg bestehen erst seit dem Groß-Hamburg-Gesetz, das mit Wirkung vom 1. April1938 in Kraft trat. Die Stadt ist nach Berlin sowohl von der Fläche als auch von der Einwohnerzahl zweitgrößte Stadt Deutschlands.
Hamburg besteht heute aus den sieben Bezirken Hamburg-Mitte, Altona, Eimsbüttel, Hamburg-Nord, Wandsbek, Bergedorf und Harburg, die jeweils über ein eigenes Bezirksparlament, die Bezirksversammlungen, verfügen. Jeder Bezirk gliedert sich in mehrere Stadtteile, von denen es in ganz Hamburg insgesamt 104 gibt. Einige Stadtteile im so genannten Kernbereich des Bezirks werden direkt vom betreffenden Bezirksamt verwaltet, für die anderen Stadtteile des Bezirks gibt es jeweils ein eigenes Ortsamt. Insgesamt wurden 15 Ortsämter eingerichtet. Siehe hierzu Bezirke in Hamburg.
Aufgrund der maritimen Einflüsse ist das Klima milder als im östlichen Hinterland.
Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 17,0 °C, der kälteste der Januar mit 0,0 °C. Temperaturen über 25 °C sind im Hochsommer keine Seltenheit. Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden - möglicherweise im Zuge der globalen Erwärmung - auch Spitzentemperaturen von bis zu 38,5°C gemessen.
Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 714 mm Niederschlag und an 52 Tagen im Jahr senken sich Nebelbänke über die Stadt; im Winterhalbjahr kann es sehr stürmisch werden. Das Klima ist ganzjährig humid.
Frühjahr und Frühsommer sind die beste Reisezeit für einen Besuch Hamburgs, jedoch gehört regenfeste Kleidung ins Gepäck, denn durch die Nähe zur Nordsee ist das Wetter in Hamburg sehr wechselhaft. Fällt heute Nieselregen, kann schon morgen schönstes Sommerwetter herrschen.
Bevölkerung
Hamburg hatte Anfang 2003 rund 1,73 MillionenEinwohner und ist damit nach Berlin (etwa 3,4 Millionen Einwohner) die zweitgrößte Stadt Deutschlands, gefolgt von München mit 1,23 Millionen Einwohnern. Schon um 1905 war Hamburg mit den benachbarten preußischen Städten Altona-Ottensen im Westen und Wandsbek im Osten vollständig zusammengewachsen. Diese drei Städte hatten damals schon über 1 Million Einwohner, doch wurden sie erst durch das Groß-Hamburg-Gesetz zu einer Kommune vereinigt. Seinen bislang höchsten Einwohnerstand mit 1,9 Millionen erreichte Hamburg im Jahre 1964. Nach einer Studie des Berlin-Instituts für Weltbevölkerung und globale Entwicklung wird die Bevölkerung Hamburgs jedoch bis zum Jahre 2020 um etwa 1,4 v. H. schrumpfen. Das Ziel des Senates, eine »wachsende Stadt« zu erreichen würde demnach verfehlt. Zwischen 1990 und 2002 nahm die Bevölkerung nur noch um 1,2 Prozent zu.
Es folgt eine Übersicht der Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
Hamburg ist eine traditionell evangelisch-lutherisch geprägte Stadt (34 % der Bevölkerung (2002)). Durch seine Stellung als wichtige Hafenstadt war es aber schon lange offen für andere Konfessionen. So entstand hier zum Beispiel 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde. Hamburg ist Sitz des römisch-katholischenErzbistums Hamburg.
Obwohl in Hamburg das Hochdeutsche allgemein gut verstanden wird, sind doch drei Hamburger Dialekte gebräuchlich: Missingsch, Plattdeutsch und Hochdeutsch. Während bei den Originalaufführungen des Ohnsorg-Theaters platt gesprochen wird, mutet man bei den Fernsehaufzeichnungen der restlichen bundesrepublikanischen Bevölkerung meist Missingsch zu.
Die Stadt Hamburg geht zurück auf die Gründung der Hammaburg zu Beginn des 9. Jahrhunderts. Aufgrund der günstigen Lage mit Zugang zur Nordsee über die Elbe und einem kurzen Landweg zur Ostsee entwickelte sich Hamburg schnell zu einer wichtigen Handelsstadt. Im Mittelalter spielte Hamburg eine wichtige Rolle in der Hanse.
Hamburgs Politik ist immer auf größtmögliche Freiheit ihres Handels und politische Unabhängigkeit ausgerichtet gewesen. Auch heute noch ist Hamburg als Stadtstaat weitestgehend selbständig und bietet dem Handel mit seinem Freihafen gute Voraussetzungen.
Die Neuwahlen am 29. Februar2004 zur Hamburgischen Bürgerschaft endeten erstmals mit einer absoluten Mehrheit für die CDU. Die SPD, die vor 2001 für 44 Jahre lang regiert hat, musste deutliche Verluste hinnehmen und erreichte ihr schlechtestes Wahlergebnis nach dem 2. Weltkrieg. Die Grün-Alternative Liste konnte hingegen knapp 4 Prozentpunkte zulegen. Die FDP, deren glückloser Schulsenator Rudolf Lange kurz vor den Neuwahlen zurückgetreten war, scheiterte an der 5%-Hürde. Die Partei Rechtsstaatlicher Offensive verlor nach dem Ausschluss ihrer Gallionsfigur Ronald Schill 98% ihrer Stimmen und kam nur noch auf 0,4% (2001: 19,4%). Auch dessen neue Gruppierung ProDM/Schill schaffte mit nur 3,1% den Sprung in die Hamburgische Bürgerschaft nicht.
Siehe auch: Hamburger Bürgermeister
Ausländische Vertretungen in Hamburg
Die wirtschaftliche Bedeutung Hamburgs für den Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland hat dazu geführt, das sich zahlreiche diplomatische Vertretungen in der Hansestadt niedergelassen haben. Hierzu zählen insbesondere die skandinavischen Länder (Hamburg, das Tor zum Norden), sowie die Länder zu denen bereits seit frühester Zeit Handelsbeziehungen über den Hafen bestanden.
Hamburg hat als Handels-, Verkehrs- und Dienstleistungszentrum überregionale Bedeutung und zählt zu den wichtigsten Industriestandorten in Deutschland.
Seit 2002 bemüht sich der Senat mit dem Leitbild "Metropole Hamburg - Wachsende Stadt" den Wirtschaftsstandort auszubauen und -unter anderem durch Privatisierung von Wohnraum- ein langfristiges Bevölkerungswachstum zu erreichen.
Medien
Unter anderen Der Spiegel, Stern, Die Zeit und Bild werden in Hamburg produziert, insgesamt gut die Hälfte aller Presseprodukte Deutschlands.
Hamburg verfügt über gute Straßenverbindungen im Fernverkehr. Mehrere Bundesautobahnen berühren das Stadtgebiet, die wichtigsten sind die A 1 (Köln-Bremen-Hamburg-Lübeck), die A 7 (Kassel-Hannover-Hamburg (Elbtunnel)-Flensburg) und die A 24 (Hamburg-Berlin). Geplant ist eine weiträumige Umfahrung Hamburgs mit der A 20, die, von Rostock kommend, derzeit bei Lübeck endet. Sie soll künftig über das nördliche und westliche Umland Hamburgs an die A 1 Hamburg-Bremen angeschlossen werden. Außerdem ist seit langem die A 26 (Hamburg-Stade) geplant. Durch Hamburg führen die BundesstraßenB 4, B 5, B 73, B 75, B 431, B 434 und B 447, die größtenteils radial auf den Innenstadtbereich zu führen; damit wird der Straßenverkehr dort konzentriert, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führt. Tangentialverbindungen zur Umleitung des Durchgangsverkehrs und zur großräumigen Erschließung des Stadtgebietes kamen bisher über Planungen nicht hinaus; es bestehen jedoch drei Ringstraßen, die um die innere (Ring 1) und äußere Innenstadt (Ring 2) herum und durch die Außenbezirke (Ring 3) verlaufen.
Hamburg ist der größte Eisenbahnknotenpunkt Norddeutschlands (Fernstrecken nach Westerland, Flensburg, Kiel, Lübeck, Berlin, Hannover, Bremen und Cuxhaven) und besitzt mit der S-Bahn Hamburg und der Hamburger U-Bahn auch ein Schnellbahnnetz, das wichtige Bereiche der Stadt sowie des nördlichen Umlands weiträumig erschließt. Alle örtlichen Verkehrsunternehmen haben sich im Hamburger Verkehrsverbund zusammen geschlossen. Bedeutung im Güterverkehr auf der Schiene haben die Hamburger Hafenbahn sowie der kurz hinter der Stadtgrenze in Maschen gelegene größte Rangierbahnhof Europas. Außerdem besitzt die Stadt den Flughafen Hamburg Airport, der noch zu den wenigen stadtnahen Flughäfen in Europa zählt und in dessen Einflugbereich sich dicht besiedelte Teile der Stadt befinden. Der Hafen wird durch sechs Fährlinien erschlossen. Das Fahrrad ist ein oft gesehenes Fortbewegungsmittel. Autos verursachen in vielen Stadtteilen Platzprobleme.
Der Hamburger Hafen, auch Hamburgs Tor zur Welt genannt ist der größte Seehafen in Deutschland, der viertgrößte in Europa, und gehört zu den sieben größten Containerhäfen der Erde. Das Hafengebiet umfasst etwa 7.399 ha (nutzbar 6.480 ha), von denen 4.331 ha (nutzbar 3.412 ha) Landflächen sind. Dazu kommen 919 ha Hafenerweiterungsgebiet.
Hamburg ist unter anderem Sitz des Internationalen Seegerichtshofs, der Bundesforschungsanstalt für Fischerei, der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, der Biologischen Anstalt Helgoland, des Deutschen Wetterdienstes (Seewetteramt), des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin, des Heinrich-Pette-Instituts für Experimentelle Virologie und Immunologie, des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY), der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten sowie einer Handwerkskammer und einer Industrie- und Handelskammer. Ferner befinden sich in Hamburg ein Bundesgrenzschutzamt, drei Hauptzollämter (Hamburg-Hafen, Hamburg-Jonas und Hamburg-Stadt), ein Kreiswehrersatzamt, eine Oberfinanzdirektion, ein Prüfungsamt des Bundes, ein Wasser- und Schifffahrtsamt und ein Zollfahndungsamt.
Hauptartikel:Kultur in Hamburg, unter anderem mit Theater, Museen und Galerien.
Hamburg hat über 10 Theater diverse Kinos und Programmkinos, zahlreiche Musikclubs und über 50 Museen.
Mit Sicherheit eine Sehenswürdigkeit ist das Miniatur-Wunderland, die größte digital gesteuerte Modelleisenbahn in Europa, in der Speicherstadt.
Bauwerke und Parks
In Hamburg galt wie in vielen anderen Städten Norddeutschlands Backstein als Grundbausubstanz. Zunehmend wird jedoch heute Stahl und Glas verwendet.
Zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt gehören unter anderem : St. Michaeliskirche (Michel, das Wahrzeichen der Stadt), die anderen Hauptkirchen St. Petri,
In Billstedt betreibt der NDR eine große Sendeanlage für UKW, TV und Mittelwelle, mit einem 300 Meter hohen Sendemast für UKW (Baujahr: 1960), einen Sendemast für Mittelwelle(Höhe: 184 Meter, Baujahr: 1963), einen Reservesendemast für Mittelwelle (Höhe: 120,9 Meter, Baujahr: 1963) und einen zum Hauptsendemast gehörenden Reflektormast (Höhe: 77 Meter, Baujahr: 1979).
Pflichtprogramm für jeden Touristen. Neben fangfrischem Fisch preisen Marktschreier auf dem St. Pauli Fischmarkt Blumen, Bananen, Souveniers und vieles mehr an. Die Hamburger Fischauktionshalle lädt zum Frühschoppen und Live-Musik.
Kirmes auf dem Heiligengeistfeld in des Nähe des Kiezes.
Sport
Bedeutende Sportstätten Hamburgs sind die Color Line Arena (Multifunktionsarena), Alsterschwimmhalle, Alsterdorfer Sporthalle, Millerntorstadion, das traditionsreiche Volksparkstadion, jetzt AOL Arena und die Jahnkampfbahn im Stadtpark. Der älteste deutsche Sportverein kommt mit der HT 16 aus Hamburg. Weitere hamburger Sportvereine finden sich in der Liste von Vereinen in Hamburg.
Hamburg ist mit 97 Konsulaten (März 2003) nach New York die Stadt mit den meisten Konsulaten der Welt.
Die Hamburger Börse ist die älteste in Deutschland.
Größte Grünanlage ist mit 400 Hektar der Friedhof Ohlsdorf, der größte Parkfriedhof Europas. Hamburg ist eine der grünsten Städte Europas. Es beherbergt die meisten Millionäre in deutschen Städten. Aus alter Hamburger Tradition geben dabei die reichen Bürger Ihrer Stadt etwas von Ihrem Reichtum zurück, so dass es in Hamburg mehr als 1000 Stiftungen gibt, die das Leben in allen Lebensbereichen der Stadt unterstützen - auch dies ist ein Rekord in Deutschland. Weithin unbekannt ist dagegen, dass sich auf dem Hamburger Stadtgebiet die grösste Flussinsel - der Stadtteil Wilhelmsburg - sowie einer der letzten Tideauenwälder Europas befindet.
Auf Miniatur Wunderland kann man einen Blick auf eine der größten Modelleisenbahn-Anlagen der Welt werfen. Sie kann in der Speicherstadt besucht werden.
Soziales
Hamburg hat diverse Hilfsorganisationen und diverse Vereine. Siehe hierzu Hilfe in Hamburg sowie Liste von Vereinen in Hamburg.
Wie die meisten Bundesländer besitzt Hamburg eine eigene Hymne, die Hamburg-Hymne ("Stadt Hamburg an der Elbe Auen"). Daneben gibt es viele Lieder mit Bezug zu Hamburg, die teilweise den Status einer "inoffiziellen" Hymne haben, wie zum Beispiel Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (gesungen unter anderem von Hans Albers) oder In Hamburg sagt man tschüs (gesungen unter anderem von Heidi Kabel).
Unter www.hvv.de gibt es den aktuellen Fahrplan des Hamburger Verkehrsverbundes.
(Wer auf Dekoration, HVV-Werbung und einige Mausklicks verzichten möchte, öffnet direkt die Fahrplanauskunft unter www.geofox.de.)
HHnights.de ist ein Hamburger Event-Kalender mit vielen Veranstaltungen und Partys
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