Das Spiel ist ein typischer Ego-Shooter, der aber dank der enormen Interaktivität (mit Duke Nukem 3D vergleichbar) und der großen Fangemeinschaft für Furore sorgte. Der Name des Spiels kommt von dem englischen Fachbegriff aus der Kernphysik, welcher mit "Halbwertszeit" übersetzt werden kann.
Technik
Die Half-Life-Engine entstand 1998 aus dem von id Software lizenzierten Quake-Code und beinhaltet Fragmente aus der Quake II - Engine. Die Engine von Half-Life ähnelt der von Quake I jedoch nur mehr sehr sporadisch und lässt mittlerweile fast keine Ähnlichkeiten mehr zu ihrer Quelle erkennen. Die wichtigsten Veränderungen gegenüber der Quake I Engine sind das neuartige skelettbasierte Animationsmodel, der Umstieg auf C++, das verbesserte Netzwerksubsystem, die ausgereifte künstliche Intelligenz der Computergegner, die Möglichkeit komplexe geskriptete Szenen zu gestalten und die bessere Grafik.
Die Half-Life-Engine nutzt wie die Quake-Engines BSP-Trees zur Minimierung des Rechenaufwands. Sie nutzt Texturen mit 256 Farben, die Engine selbst rendert aber mit 16 oder 32 bit Farbtiefe. Außerdem nützt das Netzwerksubsystem die Quake World Technologie, mit der flüssiges Spielen auch über das Internet möglich ist.
Story
In Half Life übernimmt der Spieler die Rolle des jungen PhysikersGordon Freeman aus dem Black-Mesa-Forschungskomplex, der - abgeschieden in New Mexico - streng geheime Forschungsarbeit betreibt. Als ein Experiment mit Kristallen außerirdischer Herkunft schief läuft, sieht sich Freeman nicht nur mit Horden außerirdischer Kreaturen konfrontiert, sondern auch mit schießwütigen Militärs, die den Vorfall vertuschen wollen.
Addons
Für Half-Life sind zwei offizielle Addons erschienen.
Opposing Force
In Opposing Force übernimmt der Spieler die Rolle eines Soldaten der ausgeschickt wurde, um im "Black Mesa Complex" nach dem Rechten zu sehen. Half-Life ist der erste First Person Shooter (FPS) bei dem man in den Zusatzpacks (=Addons) die Rolle des Gegenspielers übernimmt. Ein Umstand mehr, warum Half-Life sich einer so großen Beliebtheit erfreut. Zusätzlich dazu kam ein Jahr später ein weiteres Addon heraus:
Blue Shift
Half-Life: BlueShift führt den Spieler zurück in den berüchtigten Black Mesa Komplex. Diesmal allerdings kommt man nicht als Physiker Gordon Freeman zur Arbeit, sondern als Security Guard Barney Calhoun.
Wie auch die beiden Vorgänger ist Half-Life Blue Shift ein Referenzbeispiel wie Atmosphäre und Inhalt stimmig umgesetzt werden sollen. Einzig der geringe Umfang von nur 15 Stunden wirkt hier enttäuschend.
Blueshift ist logisch und inhaltlich an Half-Life gekoppelt und vermittelt die selbe Spannung und unheimliche Atmosphäre. Sierra/Valve hat neuen Versionen von Blue Shift dabei auch ein technisches Update zur Half-Life-Engine beigelegt: Mit dem sogenannten High-Definition-Pack wurde die Polygonanzahl der Modelle drastisch erhöht. Das hatte jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Auflösung der Texturen (Half-Life unterstützt hochauflösende Texturen erst seit dem Erscheinen von Counter-Strike: Condition Zero, 2004)
Mods
Durch das von Valve herausgegebene Software Development Kit (SDK) wurden zahlreiche Mods für Half-Life entwickelt. Dadurch ist Half-Life mit seinen Mods nach 6 Jahren immer noch eines der beliebtesten Online-Spiele.
Die bekannteste und bei weitem meist gespielte Mod ist Counter-Strike. Opposing Force, Blue Shift, Day of Defeat, Team Fortress Classic, Deathmatch Classic, Ricochet und Gunman gehören zu den von Valve offiziell veröffentlichten Mods.
Zusätzlich gibt es noch einige Adminsmods, die der Verbesserung der Administration von Webservern dienen und außerdem Schutz gegen Cheater bieten. Ein bekanntes AntiCheat-Tool ist Cheating-Death. Die Entwicklung des AntiCheat-Tools PunkBuster wurde für Half-Life mangels Unterstützung seitens Valve im Jahre 2001 eingestellt und nun für andere Spiele fortgesetzt.
Altersfreigabe
Die englische Originalversion hat in Deutschland von der USK keine Jugendfreigabe erhalten. Es existiert eine deutsche Version, in der der Spieler auf Roboter statt auf Menschen schießt, die ab 16 Jahren freigegeben ist.
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