Der Name kommt ursprünglich von der um 1020 erbauten Burg Habsburg im Aargau in der Schweiz, dem Familiensitz im 12. und 13. Jahrhundert. Sitz der Frühhabsburger war eine kleine Burg, Habichburg später dann Habsburg in der Nähe der (Altenburg bei Brugg). Otto II., ein Enkel des Erbauers des Burgs, nannte sich um 1100 als Erster der Familie Graf von Habsburg. Seit 1108 nannte sich das Geschlecht von Habsburg.
Von Schwaben aus vergrößerte die Familie Habsburg ihre Herrschaft in den Osten zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation; ihr Territorium (1278-1382) entsprach annähernd dem des heutigen Österreich. Innerhalb von nur zwei bis drei Generationen schafften es die Habsburger, die deutsche Königs- und die damit verbundene römische Kaiserwürde zu erreichen und hielten diese für Jahrhunderte (1273-1291, 1298-1308, 1438-1740 und 1745-1806).
Mit der Heirat Maximilians I. mit Maria, der Erbin von Burgund vergrößerte sich der Besitz der Habsburger um die heutigen Benelux-Länder (den niederen Landen des Hauses Burgund), mit der Heirat seines Sohnes Philipp des Schönen mit Johanna, der Erbin Spaniens kam auch das soeben entstandene spanische Weltreich in den Besitz der Habsburger.
Karl V. ererbte 1519 ein Reich, in dem die Sonne nicht untergeht.
Nachdem Karl V. die österreichischen Länder an seinen Bruder Ferdinand übergeben hatte, teilte sich die Familie in das deutsche (österreichische) Geschlecht der Habsburger und das spanische Haus Habsburg, spanisch: Casa de Austria.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Einfluss der Habsburger dramatisch abgenommen. Das spanische Geschlecht starb 1700 aus und 1806 legte Franz II. unter französischem Druck den römisch-deutschen Kaisertitel ab - damit war das Ende des Römisch-Deutschen Reiches (Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation) besiegelt.
In Österreich hingegen konnten die Habsburger ihre übernationalen Besitzungen (Vielvölkerstaat) halten und ernannten sich 1804 zum österreichischen Kaiserhaus, im selben Jahr, als Napoleon sich in Frankreich selbst zum Kaiser krönte.
Ungarn war unter der Herrschaft der Habsburger ab 1526, die südöstlichen zwei Drittel wurden aber für 150 Jahre von den Türken besetzt und zwischen 1683-1699 von den Habsburgern zurückerobert.
Die Habsburger blieben Könige von Ungarn durch den 1867 geschlossenen Vertrag (siehe Österreich-Ungarn, bis zu ihrer Absetzung in Österreich und Ungarn im Jahr 1918 als Folge des Ersten Weltkrieges.
Die Republik Österreich erließ 1919 das Habsburger-Gesetz, welches dem Haus Habsburg-Lothringen seine Vorrechte entzieht, das hofärarische Vermögen der Republik Österreich zuschreibt und die Mitglieder des Hauses des Landes verweist, soweit sie nicht auf die Mitgliedschaft zum Haus und Herrschaftsansprüche verzichten und sich als getreue Staatsbürger der Republik bekennen.
2003 stellte die Enkelfamilie Habsburg-Lothringen einen umfassenden Antrag beim Österreichischen Entschädigungsfonds für NS-Opfer [1].
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