Im 17. Jahrhundert wurden mehrere britische und niederländische Niederlassungen gegründet. Erst 1831 wurde das Land als Britisch-Guayana zur Kronkolonie, nachdem sich die Niederlande und Großbritannien mehrfach Machtwechsel geliefert hatten.
Eine vom 6. bis 31. März1960 dauernde Konferenz über die Verfassung der britischen Kolonie endete mit der Gewährung erweiterter Selbstverwaltung. Doch konnten sich die Vertreter Britisch-Guayanas nicht mit ihrem Wunsch durchsetzen, sofort in die Unabhängigkeit entlassen zu werde. Sie wurde damals für 1963 in Aussicht gestellt.
Der Staatspräsident wird alle fünf Jahre direkt gewählt. Er ist der oberste Inhaber der Exekutive. Die Legislative liegt bei der Nationalversammlung. Das Rechtwesen orientiert sich am britischem Vorbild.
Guyana liegt zwischen 2° und 8° nördlicher Breite und zwischen 57° und 61° westlicher Länge. Der tiefste Punkt befindet sich an der Atlantik-Küste, höchster Punkt ist der Berg Roraima mit 2.835 m.
An der Grenze zu Venezuela und Brasilien erhebt sich das Guayana-Gebirge, nach dem der Staat benannt wurde. Der Hauptfluss ist der Essequibo, der im Süden des Landes entspringt und im Norden in den Atlantik mündet. Der NationalparkPotaro besticht durch seine Wasserfälle, u.a. die 225 m hohen Kaieteur Fälle.
Die Bevölkerung konzentriert sich an der karibischen Küste; große Teile des Binnenlandes sind sehr dünn besiedelter Regenwald.
Wirtschaft
Kultur
Der Großteil der Guyaner stammt ursprünglich aus Indien, daher ist die Kultur Guyanas heute vor allem vom Hinduismus und anderen indischen Traditionen geprägt.
Bevölkerung
Mit 52% bilden die Inder die Mehrheit der Bevölkerung. Schwarze sind mit schätzungsweise 30% und Mischlinge mit 12% vertreten. Die restlichen Völker (Chinesen, Europäer, Indianer) bilden nur eine Minderheit.
Auch wenn die absolute Mehrheit die Inder beanspruchen, ist das Christentum die mehrheitliche Volksreligion. Der Hinduismus mit 34% und der Islam mit 9% sind dennoch weit verbreitet.
Die Besiedlung beschränkt sich weitgehend auf den Küstenraum. Im Hochland sind einzelne Indianerstämme angesiedelt.
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