Die wenigen Quellen geben ein nur ungenaues Bild dieses Volkes. Als Herkunft werden die Täler des Zagros-Gebirges angenommen. Um 2200 v. Chr. sind die Gutäer in das Osttigrisland eingewandert um bis 2116 v. Chr. die Herrschaft in Akkade auszuüben. In einer gemeinsamen militärischen Aktion von Sumer und Akkade wurde das Nomadenvolk wieder in die Berge zurückgetrieben. Teilweise wie in Assur werden sie eingegliedert, oder wie auf Reliefs aus der Zeit um 1100 v. Chr. zu erkennen ist, regelmäßig militärische Operationen gegen sie durchgeführt.
Ende
Später werden die Gutäer von den Kassiten dann von weiteren indogermanischen Stämmen, den Indoiraniern (Arier) verdrängt und verschwinden ohne einen Hinweis zu hinterlassen.
Die geschichtliche Würdigung der Gutäer verläuft außerst negativ. Nach Bottéro haben die Gutäer
" viel Zerstörung angerichtet, und soweit wir sehen, nichts positives hinterlassen, nichts gebaut und nichts Eigenes nach Mesopotamien eingebracht".
Die Lulubi (auch Lullubu oder Lullubäer), vermutlich ein kriegerischer Volksstamm der Gutäer, sollen ebenfalls aus den Täler des Zagros-Gebirges, stammen.
Kontroverse
Nach einer strittigen These, von J. Derakhshani, auf der überwiegenden Grundlage von Sprachvergleichen, sollen die Gutäer (Guti) mit den Tugri (wahrscheinliche Turaner) ethnisch und sprachlich verwandt gewesen sein und
"nach ihrer Wanderung gen Osten , vermutlich infolge der globalen Erhitzung und der Überwanderung der Perser aus dem Süden, tauchten beide genannten Völker später im Osten auf. Die Guti waren mit den Kuči identisch, welche die Dynastie von Kushān gründeten."
Weiterhin sollen sich die Guti zusammen mit den Amurru
"vom Iranischen Hochland in Richtung Westen in Marsch gesetzt haben und die westlichen Gebiete bis nach Ägypten besetzt" haben.
Literatur
Bottéro, Jean in: Fischer Weltgeschichte Band 2. Fischer Taschenbuchverlag. 2000.
Cassin, Elena in: Fischer Weltgeschichte Band 3. Fischer Taschenbuchverlag. 2000.
Derakhshani, Jahanshah: Die Arier in den nahöstlichen Quellen des 3. und 2. Jahrtausends v. Chr. Teheran. 1998. ISBN_964-90368-1-4
Hrouda, Barthel: Der Alte Orient. 1991
Nissen, Hans J.: Geschichte Alt-Vorderasiens. Oldenburg Verlag. München 1999. ISBN_3-486-56373-4
Von der Osten: Die Perser. Emil Vollmer Verlag. 1966.
Von Soden, Wolfram: Einführung in die Altorientalistik. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt. 2. Auflage 1992. ISBN_3-543-07627-3
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