Sie entspringt mit mehreren Quellbächen am Nünenenberg am Nordhang des Gantrisch. Während der ersten 5 km fliesst die Gürbe in einem Erosionstrichter zwischen der Gantrischkette im Süden und dem Gurnigel im Norden nach Nordosten und überwindet dabei eine Höhendifferenz von etwa 1000 m. Das starke Gefälle machte in diesem Abschnitt zahlreiche Bachverbauungen notwendig. Zudem gilt das Gantrischgebiet als Gegend, die besonders oft von z.T. schweren Gewittern heimgesucht wird, welche die Gürbe innerhalb kürzester Zeit zu einem zerstörerischen Wildbach anschwellen lassen können.
Der Bach trägt dann sein Geschiebe aus anstehendem Schiefer der Flyschzone und Kalkgeröll bis in die Ebene hinunter. Bei der Ortschaft Blumenstein am Ostfuss des Gurnigel hat die Gürbe einen Aufschüttungskegel gebildet. Sie erreicht hier die Niederung des einst vom eiszeitlichen Aare- und Kandergletscher ausgeschliffenen breiten Tals zwischen Thun und Bern.
Nördlich von Blumenstein wendet sich die Gürbe nach Norden und fliesst durch das parallel zum Aaretal verlaufende Gürbetal, das im Westen von den Höhen des Längenbergs und im Osten vom Belpberg flankiert wird. Das Gürbetal hat einen 1 bis maximal 2 km breiten, flachen Talgrund, auf dem Intensivlandwirtschaft betrieben wird. Infolge der häufigen Überschwemmungen wurde die Gürbe kanalisiert und der umliegende Talboden drainiert. Dadurch wurde auf dem fruchtbaren Boden Ackerbau und Gemüsebau ermöglicht. Auf dem fruchtbaren schwarzen Boden wird hauptsächlich Weisskohl (berndeutsch Chabis) angebaut, der in den Fabriken in Burgistein und Mühleturnen zu Suurchabis verarbeitet wird. Dieser Industrie hat das Gürbetal seinen Spitznamen Chabisland zu verdanken.
Bei Belp tritt die Gürbe ins eigentliche Aaretal ein und bildet dort zusammen mit der Aare und dem Flüsschen Giesse das Belpmoos, eine Ebene auf der sich der Flughafen Bern-Belp befindet. Am Südrand der Stadt Bern mündet sie schliesslich in die Aare.
Am Abend des 29. Juli1990 entluden sich im Einzugsgebiet der Gürbe rund 500 ml Hagel und 300 ml Regen, was zur dreifachen Menge der als "Jahrhundertereignis" deklarierten Abflusswerte führte. Die dadurch entstehenden Fluten rissen die alten hölzernen Wildwasserverbauungen, die aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts stammten, mit sich. Die Wassermengen senkten zudem die Sohle des Bachbetts (an einigen Stellen um fast 8 Meter). Vor der Kurve auf dem Schwemmkegel oberhalb Wattenwils sprang das Wasser schliesslich aus dem Bachbett und ergoss sich - mitsamt dem Geschiebe und den Resten der Verbauungen - in Richtung Mettlen, Blumenstein und Wattenwil.
Die Geröllsammler und Schwemmkegel oberhalb von Blumenstein konnten die Massen nicht mehr fassen. Schwemmholz und die Reste der Verbauungen wurden von den Fluten mitgerissen und richteten bis ins untere Gürbetal grosse Schäden an. Die Überschwemmungen richteten Schäden von geschätzten 40 Millionen Franken an. Die Gürbetalbahn musste ihren Betrieb für zwei Wochen einstellen, da die Wasser die Geleise unterspülten. Der Fischbestand wurde durch das Hochwasser fast vollständig vernichtet und musste neu angesetzt werden.
Als Folge der Hochwasser wurde die Gürbe neu korrigiert und die bestehenden Flaschenhälse ausgebaut und auf grössere Wassermengen ausgelegt.
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