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Grüne Partei der Schweiz

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Inhaltsverzeichnis


1 Bezeichnung

2 Vertretung in Parlamenten und Exekutiven

3 Geschichte

  3.1 Ursprünge

  3.2 Entstehung

  3.3 Die 90er-Jahre

  3.4 Jüngste Entwicklungen


Bezeichnung

Deutsch: Grüne, Grüne Partei der Schweiz, GPS. Französisch: Les Verts, Parti écologiste suisse, PES. Italienisch: I verdi, Partito ecologista svizzero.


Abweichende kantonale Bezeichnungen, Bern: Grünes Bündnis, Grüne Freie Liste und Grüne Partei Bern (3 verschiedenen Gruppierungen, die alle Mitglied der Schweizer Grünen sind), Basel-Stadt: Basels starke Alternative (BastA!) und Grüne Partei, 2 Flügel), Luzern: Grünes Bündnis, Nidwalden: Demokratisches Nidwalden (Beobachterstatus), Schaffhausen: Ökoliberale Bewegung, Uri: Grüne Bewegung (Beobachterstatus), Waadt: Les verts - Mouvement écologiste.


Seit 2003 bilden die neu gegründeten Jungen Grünen die gesamtschweizerische Jungpartei der Grünen Partei.


Vertretung in Parlamenten und Exekutiven

Die Grüne Partei der Schweiz ist die weitaus stärkste Partei, die nicht im Bundesrat vertreten ist. Bei den Parlamentswahlen 2003 verzeichneten die Grünen einem Wähleranteil von 7,6% und sicherten sich 13 von 200 Sitzen im Nationalrat. In den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Waadt und Genf sind die Grünen sogar in der Regierung vertreten, in den Städten Bern, Genf, Ilnau-Efretikon, Lausanne, Luzern, Schaffhausen, und Zürich in den kommunalen Exekutiven, in Ilnau-Efretikon und Lausanne stellen die Grünen sogar das Stadtpräsidium. Seit 1999 forderten die Grünen immer wieder einen Sitz im Bundesrat bei einer Mitte-links-Koalition unter Ausschluss der SVP, allerdings erfolglos.


Geschichte

Ursprünge

Die Schweizer Grünen haben zwei verschiedene Ursprünge:


  • Die ökologischen Bewegungen, deren Hauptprogramm der Schutz der Natur war und sowohl linke wie bürgerliche Anhänger hatten und eher auf dem Land erfolgreich waren. Die ersten regionalen Grünen Parteien in der Westschweiz sind dieser Kategorie zuzuordnen.

  • Die Alternativen, welche aus der 68-Bewegung hervorgegangen waren, stark linke Positionen vertraten , und vor allem in den Städten erfolgreich waren. Deren wichtigste Partei war die "Progressive Organisation der Schweiz" (POCH) der späten Siebziger und frühen Achtziger-Jahre.


Entstehung

In den Achtziger Jahren hatten sich die beiden Flügel schon angenähert, jedoch gab es immer noch Unterschiede zwischen den so genannten "Gurken" (Ökologie ist das Hauptprogramm, soziale Fragen eher im Hintergrund) und "Melonen" (außen grün, innen rot: mehr sozialpolitisches und weniger ökologisches Engament). In der selben Zeit bildeten sich auch zwei nationale Dachorganisationen: die Föderation der grünen Parteien der Schweiz (später Grüne Partei der Schweiz, GPS) und die Grüne Alternative Schweiz (GRAS, später Grünes Bündnis der Schweiz, GBS) welche sich in den Achtzigerjahren konkurrenzierten, ehe sich anfangs der Neunzigerjahre die gemässigte GPS durchsetzte, welcher sich auch die meisten verbliebenen Grün-Alternativen anschlossen; die Flügel hatten sich weiter angenähert.


Diese komplexe Geschichte erklärt auch die verschiedenen kantonalen Bezeichnungen.


Die 90er-Jahre

Im Jahr 1991 machten die Grünen ihr bisher bestes Ergebnis mit 6,1%-Stimmenanteil und 14 Sitzen im Nationalrat. Der Grund für diesen Erfolg lag darin, dass die Umwelt damals ein Mode-Thema war. Deshalb verlor sie dann auch 1995 1,1% und sechs Sitze, mehrheitlich an die Sozialdemokraten. Dazwischen lag aber noch die Abstimmung zum EWR welche die Schweiz, aber auch die Grüne Partei spaltete. Wie danach auch bei der Volksabstimmung bildete sich ein Röstigraben: Die Mehrheit der Deutschweizer Grünen befürchteten negative ökologische Konsequenzen und weniger Mitbestimmungsrechte für das Volk während die Grünen in der französischsprachigen Schweiz die Mängel (aus grüner Sicht) akzeptierten, weil ihnen die Annäherung an die EU wichtiger war.


In den auf die EWR-Abstimmung folgenden Diskussionen sprach sich die Mehrheit der Grünen für einen Beitritt der Schweiz zur EU aus.


Nach der Wahlniederlage von 1995 (5,0% Stimmen resp. 8 Sitze) wurde die Partei von vielen totgesagt, und der damalige SP-Präsident Peter Bodenmann sagte, es gebe "keine Kraft links von der SP" . Aber es war nicht so, vielmehr stabilisierte sich der Wähleranteil der Grünen, welche nicht wie zu Beginn der Neunzigerjahre vorausgesagt wurde "vierte Kraft" war, sondern eher ein "politisches Nischenprodukt" anboten. Bei den Wahlen im Jahr 1999 blieb der Stimmenanteil der Grünen stabil und sie konnten sogar ein Sitz hinzugewinnen.


Jüngste Entwicklungen

Bei den Parlamentswahlen im Jahr 2003 legten die Grünen stark zu und erreichten mit 7,6 Prozent das beste Resultat ihrer Geschichte, und mit 13 Sitzen erreichten sie nur einen Sitz weniger als im Rekordjahr 1991. Grund für diese Entwicklung war aber nicht wie häufig angenommen der vorangegangen Hitzesommer (die Sorge um die Umwelt war in der Schweiz seit Messbeginn 1980 nie niederiger gewesen); vielmehr konnten die Grünen vom Stimmenzuwachs für das linke Lager stärker profitieren als die SP. 2004 kam es in der Grünen Partei Zürich nach Flügelkämpfen zur Gründung einer Grün-Liberalen Partei, die sich rechts der SP und links der FDP positionieren will.




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