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Grün-Alternative Liste

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Die Grün-Alternative Liste ist der Hamburger Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen.


Der erste Landesverband der Grünen in Hamburg entstand 1979, und wurde von Mitgliedern der Gruppe Z, einer Abspaltung des in Hamburg starken Kommunistischen Bundes dominiert.


Im Herbst 1981, bildete sich in Hamburg auch eine Alternative Liste, in der sich weitere Teile der KBs, unabhängige Linke sowie viele Menschen aus Bürgerinitiativen zusammen taten. Auch die AL wurde vom (ex-)KB-Mitgliedern dominiert. Im Hinblick auf die im Juni 1982 bevorstehenden Hamburger Bürgerschaftswahlen begannen ziemlich schnell Verhandlungen zwischen Grünen und AL, die in der Aufstellung einer gemeinsamen Liste kulminierten.


Bei der Bürgerschaftswahl im Juni 1982 errang die GAL 7,7% und zog mit 9 Abgeordneten in das Landesparlament ein. Es begann die Zeit der so genannten Hamburger Verhältnisse, d.h. außer einer großen Koalition war rechnerisch nur eine rot-grüne Zusammenarbeit möglich.


Es kam zu Gesprächen mit der SPD, die von dieser allerdings nach dem Sturz des aus Hamburg stammenden Kanzlers Schmidt abgebrochen wurden. Die SPD setzte auf Neuwahlen und erreicht dort auch die absolute Mehrheit. Die GAL verlor leicht und erreichte 6,8% und 8 Abgeordnete.


1984 vereinigten sich der Hamburger Landesverband der Grünen mit der Alternativen Liste zur Grün-Alternativen-Liste.


Zu den Bürgerschaftswahl im Novermber 1986 trat die GAL mit einer reinen Frauenliste an, und verbesserte sich auf 10,4% bzw. 13 Abgeordnete. Wie 1982 gab es nur die Alternativen rot-grüne Zusammenarbeit oder große Koalition. Wie 1982 gab es fruchtlose Verhandlungen, an deren Ende Neuwahlen standen. Diesmal kreideten die Wähler das Scheitern hauptsächlich der GAL an, bei den Wahlen im Mai 1987 rutschte die GAL auf 7,0%, bzw. 8 Abgeordnete ab. Die SPD konnte zusammen mit der FDP, die den Wiedereinzug in die Bürgerschaft schaffte, eine Koalition bilden.


In den darauffolgenden Wahlen nahmen die innerparteilichen Grabenkämpfe in der GAL stetig zu. Dies kulminierte in den Jahren 1990 und 1991 in mehreren Spaltungen, u.a. Abspaltung des Reformflügels als Grünes Forum im Februar 1990, Austritt von 6 der 8 Bürgerschaftsabgeordneten aus der GAL-Fraktion im März 1990, Übertritt von verschiedenen Gruppen von Linken zur PDS oder zur neugegründeten Radikalen Linken im Sommer 1990, Wiederbelebung einer separaten Alternativen Liste durch weitere Linke im Frühjahr 1991.


Da bei den bevorstehenden Bürgerschaftswahlen im Juni 1991 ein Scheitern an der 5%-Hürde drohte, beschloss die Rest-GAL (nun von Lokalpolitikern aus den 7 Hamburgern Bezirken dominiert) im Frühjahr 1991 mit dem Grünen Forum Gespräche über die Aufstellung einer gemeinsamen Liste zu beginnen. Diese Gespräche waren erfolgreich, im April 1991 traten Grünes Forum und mehrere der Abgeordneten wieder in die GAL ein. Bei den Bürgerschaftswahlen im Juni wurden 7,2% und 9 Sitze erreicht.


In den nächsten Jahren protestierte die GAL scharf gegen die von SPD und CDU vorgeschlagene massive Erhöhung der Diäten der Bürgerschaftsabgeordneten. Nach starken öffentlichen Protesten verzichtete der SPD-Senat dann auch auf die Erhöhung.


Bei Neuwahlen im Herbst 1993 (ausgelöst durch eine undemokratische Verfahrensweise der CDU bei der Aufstellung ihrer Kandiaten für die Bürgerschaftwahl 1993) verdoppelte sich die GAL auf 13,5% bzw. 19 Sitze. Wieder gab es Verhandlungen über eine rot-grüne Koalition. Diese wurden von der GAL nach einigen Wochen abgebrochen da die SPD nicht bereit war sich bei mehreren geplanten Großprojekten auch nur einen Millimeter zu bewegen. Die SPD ging daraufhin eine Koalition mit der Statt-Partei ein.


Nach weiteren Verlusten der SPD und Gewinnen der GAL (nun 13,9% und 21 Sitze) bei den Bürgerschaftwahlen 1997, kam es dann doch zu einer rot-grünen Koalition in Hamburg. Krista Sager wurde Bildungsenatorin und Zweite Bürgermeisterin.


Die Wahlen in September 1997 wurden dann von der rot-grünen Koalition verloren. Insbesondere die GAL erlitt herbe Verluste, und rutsche auf 8,6% bzw. 11 Sitze ab.


Mitte 1999 kam es zu einer weiteren Abspaltung. Da die Grünen den Kosovo-Krieg befürworteten, verließen fünf Bürgerschaftsabgeordnete die GAL und gründeten die Wählergemeinschaft Regenbogen - Für eine neue Linke, die bei den Wahlen von 2001 und 2004 über Ergebnisse von 1,7% (2001) bzw. 1,1% (2004) jedoch nicht hinauskam.


Bei Neuwahlen im Februar 2004 (diesmal ausgelöst durch den Kollaps des CDU-Koalitionspartners Partei Rechtsstaatlicher Offensive) erholte sich die GAL auf 12,3% und 17 Mandate, blieb aber in der Opposition.


Auf Bundesebene stellt die GAL mit Krista Sager seit Herbst 2002 eine der beiden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Deutschen Bundestag.


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