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Grönland

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Grönland (auf Inuktitut Kalaallit Nunaat- "Land der Menschen") ist die größte Insel der Erde. Geografisch wird sie zum arktischen Nordamerika gezählt, politisch ist sie autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark. Seit 1979 besteht das Autonomie-Statut (hjemmestyreloven).


Größere Orte sind die Hauptstadt Nuuk (dänisch: Godthåb), Aasiaat (Egedesminde), Uumannaq, Qasigiannguit, Ilulissat (Jakobshavn), Sisimiut (Holsteinsborg), Narsaq, Ivitut, Nanortalik.


Inhaltsverzeichnis


1 Bevölkerung

2 Regierung

3 Geschichte

  3.1 Ältere Geschichte

  3.2 Neuere Geschichte

4 Geografie

5 Kultur und Sport

  5.1 Fußball

  5.2 Der Weihnachtsmann von Grönland

6 Weblinks


Bevölkerung

Etwa 20 Prozent der Bevölkerung sind außerhalb des Landes geboren. 87% gelten als Grönländer (Nachfahren der Kalallit). Aufgrund der andauernden Rückwanderung europäischer Bewohner bleibt die Bevölkerungszahl fast konstant. Davon sind 98 Prozent protestantisch.


Regierung

Grönland ist demokratisch verfasst. Das Parlament (Landsting) wird alle vier Jahre gewählt und wählt seinerseits den Premierminister und die Regierung (Landsstyre). Landsting und Landsstyre regeln alle innergrönländischen Angelegenheiten. Grönland ist durch zwei direkt gewählte Abgeordnete im dänischen Parlament vertreten.


Die grönländische Regierung und das Landsting verwalten die grönländischen Angelegenheiten. Dies geht bis in den Bereich der Gesetze und Rechtsprechung. Dänische Gesetze können vom Landsting übernommen werden. Die Landesverteidigung obliegt Dänemark, die Außenpolitik ist weitgehend von Dänemark übernommen, es gibt spezielle Aspekte grönländischer Außenpolitik (z.B. Beziehungen zu anderen Inuit-Regionen, Nichtmitgliedschaft in der EU usw.).


Grönland strebt die völlige Unabhängigkeit für 2005 an.


Geschichte

Ältere Geschichte

  • ca. 3000 v. Chr. wandern die Vorfahren der ersten Inuit über die Beringstraße aus Asien nach Alaska
  • ca. 2500 v. Chr. erste Einwanderungswellen von Indianern nach Grönland (Sarqaq-Kultur). Bereits aus dieser Zeit sind Jagdplätze, z. B. in der Disko-Bucht und bei Qaja in der Nähe des Jakobshavn-Isfjords nachgewiesen.
  • 500 v. Chr. bis 1000 indianische Dorset-Kultur.
  • Um 875 entdeckt der Wikinger Gunnbjørn die Insel
  • 982 muss Erik der Rote aus Island fliehen und landet schließlich im Südwesten von Grönland. Er gibt der Insel seinen Namen. Mit seinen Gefolgsleuten besiedelt er ab 986 die Gegend um Brattahlid.
  • 986 erreichen von 25 isländischen Auswandererschiffen nur 14 Grönland, mit 700 Menschen an Bord
  • ab ca. 1000 Einwanderung von Inuit aus Alaska und Nordkanada (Thule-Kultur).
  • Aus der Zeit um 1000 sind im Süden Wohn- und Kirchenruinen nordländischer Siedler erhalten.
  • 1000 Leif Eriksson (der Sohn Eriks dem Roten) kehrt von Norwegen, wo er Christ wurde, mit einem Missionar nach Grönland zurück. Die grönländischen Wikinger werden Christen, die erste Kirche wird errichtet.
  • ca. 1000 entdeckte Leif Eriksson von Grönland kommend Nordamerika (Vinland). Handelsbeziehungen mit Vinland reichen bis ins 14. Jahrhundert.
  • 1076 Adam von Bremen gibt in seiner Chronik des Erzbistums Hamburg den ersten schriftlichen Nachweis über die Besiedlung und Christianisierung Grönlands, das bei ihm Gronland heißt.
  • ca. 1124-1126 Grönland wird eine eigene Diözese, der Bischofssitz ist in Gardar, dem heutigen Igaliku.
  • 1350 Ivar Bardarsson, isländischer Kirchenmann, berichtet, dass die westliche Siedlung aufgegeben sei. Inuit erscheinen in der Nähe des Normannengebietes und rotten die Versterbygd-Grönländer aus.
  • 1408 Letzte schriftliche Aufzeichnung der Nordmänner, eine Hochzeit in der Kirche von Hvalsey. Kontakte mit Norwegen und Island reißen ab. Vermehrter Holzmangel aufgrund des Verlustes der Vesterbygd (Verbindung zu Vinland).
  • ca. 1550 erlosch die letzte nordische Siedlung in Grönland. Ob sich die Nordmänner mit den Inuit vermischt haben, oder ausgestorben sind, ist unklar.


Neuere Geschichte

  • 1721 Durch die Landung des Missionars Hans Egede kommt es zu einer europäischen Neubesiedlung der Insel.
  • 18. und 19. Jahrhundert: Grönland wird immer wieder von niederländischen, dänischen, deutschen und anderen Walfängern besucht. Die Grönlandfahrt trägt wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung Flensburgs bei, das damals zweitgrößter Hafen Dänemarks war.
  • 1814 Frieden von Kiel: Auflösung der dänisch-norwegischen Personalunion, Grönland kommt zu Dänemark.
  • Ab 1945 bauen die USA an Luftstützpunkten in Grönland (Thule). Ein Vertrag über die gemeinsame Verteidigung der Insel zwischen den USA und Dänemark wird 1951 geschlossen.
  • 1953 wird Grönland integraler Bestandteil von Dänemark.
  • 1979 Selbstverwaltung und innere Autonomie (eigenes Parlament und eigene Regierung)
  • 1982 Volksabstimmung über den Austritt aus der Europäischen Gemeinschaft. 1985 scheidet Grönland aus der EG aus.


Siehe auch: Städte in Grönland


Geografie

Grönland reicht von 59°50' nördl. Breite (Kap Farvel) bis 83°37' nördl. Breite (Kap Morris Jesup) ist 2.650 km lang und bis 1.000 km breit. Etwa 341.700 km² der Fläche Grönlands sind eisfrei.


Die Insel stößt im Norden an das vereiste Nordpolarmeer. Im Osten grenzt sie an die Grönlandsee und an die Irminger See sowie im Westen an die Davisstraße und die Baffinbai (alles Randmeere des Atlantiks). Im Nordwesten geht Grönland direkt in die sehr zerklüftete und äußerst weitläufige Inselwelt der Königin-Elizabeth-Inseln über.


Grönland ist ein im Süden leicht gewelltes Hochland, das an der Küste durch zahlreiche Fjorde, Buchten und Meeresstraßen gegliedert ist. Im Zentrum und Norden besteht der Untergrund aus einem riesigen zum Teil unter dem Meeresspiegel liegenden Becken. Das bis zu 3000 m mächtige (durchschnittlich 1500 m starke) Inlandeis bewegt sich an den Küsten zum Meer und lässt oft Eisberge von mehreren Kilometern Länge entstehen. Grönland umsäumen an seinem Hochlandsrand sehr hohe Berge und Gebirge, die im Gunnbjörn am Ostrand der Insel bis zu 3.700 m hoch aufragen.


Es herrscht polares und subpolares Klima, das an der Westküste durch den Golfstrom gemildert wird. Die Temperatur auf dem Inlandeis hat ein absolutes Temperaturminimum von - 70 °C; im Sommer kommt sie bis an 0°C heran. Die Küstenstreifen, an der Westküste bis 150 km breit, und alle vorgelagerten Inseln sind eisfrei und haben Tundravegetation, die nach Norden hin stark abnimmt.


Kultur und Sport

Fußball



Grönland ist bisher nicht Mitglied der FIFA. Ein Beitritt wird zwar anvisiert, UEFA und FIFA sperren sich aber bisher. Das grönländische Nationalteam wird von Sepp Piontek trainiert. Im Jahr 2001 fand ein Länderspiel gegen eine Auswahl aus Tibet statt.


Der Weihnachtsmann von Grönland

Nach Angaben der dänischen Botschaft in Deutschland erreichen jedes Jahr tausende Briefe den Weihnachtsmann in 2412 Grönland, weil viele Kinder auf der Welt glauben, der Weihnachtsmann wohne in Grönland.


Grönland hat darauf reagiert und dem Weihnachtsmann eine eigene Website eingerichtet. Es dürfte die meistbesuchte Website der Welt mit der Top-Level-Domain .gl sein: http://www.santa.gl


Weblinks



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