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Golf (Sport)

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Der Begriff Golf bezeichnet ein Rasenspiel, bei dem es gilt, auf einem sehr viel Fläche verbrauchenden Golfplatz mit 18 Spielbahnen einen Golfball (mindestens 42,67 mm Durchmesser) mittels Schlägern mit möglichst wenig Schlägen von einer als Abschlag bezeichneten Fläche in Übereinstimmung mit den Golfregeln in ein 10,8 cm breites und bis zu ca. 550 m weit entferntes Loch zu spielen.


Inhaltsverzeichnis


1 Regeln

2 Spielgerät

3 Erschwernisse

4 Berühmte Golfspieler

5 Große Turniere

6 Weblinks


Regeln

Die Golfregeln, die ihren Ursprung im 18. Jahrhundert haben, bilden die Grundlage des Golfspiels und werden in Zusammenarbeit zwischen dem Royal & Ancient Golf Club of St Andrews in Schottland (R&A) und der USGA (United States Golf Association) in den Vereinigten Staaten definiert. Diese Regeln werden ständig fortgeschrieben und sind in der aktuellen Fassung bis Ende 2007 gültig.


Neben den Golfregeln werden auch deren Auslegungen (Decisions) vom R&A veröffentlicht. Der R&A bildet die letzte Instanz in Regelstreitigkeiten und Fragen des Spielbetriebes. Ein entsprechendes Komitee prüft u.a. Golfschläger auf Regelkonformität.


Eine Variante des Golfs ist das Cross-Golf.


Spielgerät

Gemäß den aktuellen Golfregeln können bis zu 14 Schläger vom Spieler auf eine Golfrunde mitgenommen werden. Diese Schläger werden in 4 Klassen unterteilt:


  • Hölzer


Für den Abschlag und die weiten Schläge (Bereich ab 180 m) auf der Spielbahn (Fairway) werden die Hölzer eingesetzt.
Ursprünglich wurden diese Schläger mit Köpfen und später mit Inlays aus tropischem Hartholz versehen. Im Laufe der Entwicklung ist das Holz aus den Schlägern verschwunden und heute werden diese Schläger aus Legierungen von hochwertigen leichten und elastischen Metallen gefertigt (Titan, Aluminium, aber auch Kevlar). Zu einem Standardschlägersatz gehören drei Hölzer (1, 3 und 5) mit unterschiedlichen Winkeln (Loft) und Schaftlängen. Aus den unterschiedlichen Winkeln (8° bis 18°) und Schaftlängen ergeben sich die unterschiedlichen Schlagweiten.
  • Eisen


Für die kürzeren Schläge (70-180 m) werden die Eisenschläger eingesetzt. Eisenschläger bieten im Vergleich zu den Hölzern eine höhere Ballkontrolle und können auch aus schwierigeren Lagen (halbhohes Gras, Semirough) eingesetzt werden. Zu einem Standardschlägersatz gehören die Eisen 4-9, häufig ist aber auch das 'längere' Eisen 3, seltener ein Eisen 2 oder Eisen 1 anzutreffen.
  • Wedges


Für die kurzen Schläge rund ums Grün (< 100 m) oder für schwierige Lagen (Bunker, Gräben, hohes Gras) werden die Wedges genutzt. In einen Standardsatz gehören das Pitching- und das Sandwedge (für Sandbunker), je nach benötigtem Loft (Schlägerkopfneigung) und Länge/Gewicht des Schlägers gibt es aber noch einige andere Wedges wie das Gap- oder Lob-Wedge.
  • Putter


Zum Einlochen des Balls auf dem Grün wird ein Putter genutzt, ein Schläger mit einem länglichen Flachen Schlägerkopf.
  • Golfball


Die Größe und Beschaffenheit eines Golfballs werden in den Golfregeln definiert. Der Durchmesser eines Golfballs liegt bei mindestens 42,67 mm, das maximale Gewicht bei 45,93 g. Die Oberfläche des Balls ist mit mehreren Hundert in einem regelmäßigen Muster angeordneten Dimples (kleinen Dellen) versehen. Durch den Winkel des Schlägerkopfes wird der Ball beim Schlag in eine Rotation versetzt, die während des Fluges zur notwendigen Richtungsstabilität beiträgt. Durch die Oberflächenstruktur des Balles in Verbindung mit der Rotation erhält der Ball Auftrieb und fliegt damit dreimal weiter, als dies z.B. ein glatter Ball ohne Dimples tun würde.
Ein Golfball besteht aus einer harten Kunststoffschale (in der Vergangenheit wurde Guttapercha verwendet) mit unterschiedlichen Kernen. Neben Hartgummikernen werden zunehmend aus Mehrschichtkerne u.a. aus (Flüssig-)Metall genutzt.

Erschwernisse

  • Bunker


Eine besonders hergerichtete, oft vertiefte Bodenstelle, wo das Gras oder Erdreich entfernt und durch Sand ersetzt worden sind. Der Schläger darf vor einem Schlag aus dem Bunker den Boden nicht berühren. Nicht mit Sand gefüllte Vertiefungen werden oft auch als Gras- oder Erdbunker bezeichnet, sind jedoch im Sinne der Regeln keine Bunker Bunker (Golf).
  • Wasserhindernis


Grundsätzlich darf man aus einem Wasserhindernis spielen. In der Uferzone ist das auch durchaus möglich, jedoch spielt man selten aus dem Wasser. Im Hindernis darf man (wie auch im Bunker) keine Probeschläge mit Bodenkontakt machen. Es gibt zwei Arten von Wasserhindernissen:
Frontales Wasserhindernis: Mit gelben Pfählen gekennzeichnetes Wasserhindernis. Man darf den Ball (unter Hinzurechnung eines Strafschlags) überall in Linie mit Fahne fallen lassen, nur nicht näher zum Loch.
Seitliches Wasserhindernis: Mit roten Pfählen gekennzeichnetes Wasserhindernis. Man darf den Ball innerhalb 2 Schlägerlängen zur Wasserhindernisgrenze fallen lassen, jedoch nicht näher zum Loch.
  • Rough


Das Rough ist selten gemähtes, sehr hohes Gras. Das Rough umgibt die Spielbahnen (Fairways). Es ist schwer, hier herauszuspielen, weil der Ball sich teilweise im tiefen Gras "eingräbt" und der Schwung des Schlägers beim Schlag durch das Gras stark gebremst wird. In vielen Golfclubs wird das Rough nur 1-2 Mal im Jahr gemäht.
  • Semirough


Das Semirough ist nicht so hoch wie das Rough, jedoch wird es auch nur begrenzt (bzw. hoch) gemäht. Es stellt meistens den Übergang zwischen dem Rand der Spielbahnen (Fairways) und dem Rough dar.

Berühmte Golfspieler



Große Turniere

Die vier größten jährlich stattfindenden Turniere sind die Majors. Das erste Major jedes Jahres ist im April "The Masters" in Augusta, Georgia. Im Juni tritt die Weltelite zum US Open an. Das einzige Major auf nicht-amerikanischen Boden ist das British Open. Abschließend findet im September noch die USPGA Championship statt.


Jedes zweite Jahr treten die Teams der USA und von Europa gegen einander an, um den Gewinner des Ryder Cups zu ermitteln. Jedes Team besteht aus 12 Spielern, es werden sowohl Doppel- als auch Einzel-Partien gespielt.


Siehe auch: Caddie


Weblinks




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