Die Geschlechtsorgane oder Genitalien dienen bei Spezies mit unterschiedlichen Geschlechtern der unmittelbaren Fortpflanzung. Sie werden deshalb auch als primäreGeschlechtsmerkmale bezeichnet.
Es werden äußere von inneren Genitalorganen unterschieden. Beim Menschen sind dies:
Die folgende Einteilung der männlichen Geschlechtsorgane mag auf den ersten Blick erstaunen: Die Hoden liegen wohl außen, zählen aber doch zu den inneren Geschlechtsorganen. Die Begründung für diese Tatsache liegt darin, dass die Hoden zunächst im Bauchraum lagen und erst später in den Hodensack abstiegen. Dies liegt daran, daß sich der Fetus zunächst weiblich entwickelt. Die Wirkung des Y-Chromosoms setzt erst einige Wochen nach der ersten Zellteilung an. Bis dahin sind bereits die Grundlagen für die weiblichen Geschlechtsorgene gelegt. Infolge der dann verstärkt ansetzenden Testosteron-Wirkung wandeln sich die Eierstöcke in Hoden, die Gebärmutter in die Prostata und die Klitoris in den Penis um. Anstelle der inneren Scheidenwand entsteht das Skrotum.
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