In der Gerberei wird aus tierischen, fäulnisfähigen Rohhäuten ein nicht mehr faulender und nicht hart auftrocknender Flächenwerkstoff namens Leder hergestellt.
Um die Haut auf die Gerbung vorzubereiten durchläuft sie die Wasserwerkstatt, in deren Verlauf die nicht-ledergebenden Bestandteile (Haare, Unterhautbindegewebe, Fett und unstrukturierte Eiweiße) entfernt werden.
Dies geschieht auf chemischem Wege (Weiche, Äscher, Hautaufschluss) und mechanisch (Entfleischen, Spalten, Streichen).
Die so genannte Blöße ist damit für die eigentliche Gerbung vorbereitet.
Dies kann durch Einsatz von vegetabilen Gerbstoffen (Eiche-, Mimosa-, Sumach-, Quebracho und anderen Holz- bzw. Rindengerbstoffen) oder als Mineralgerbung (Chrom-, Alaungerbung) erfolgen. Nach Abschluss der Gerbung werden die Leder dann je nach Verwendungszweck nachgegerbt, gefärbt und gefettet. Nach der Trocknung kann zur Steigerung der Gebrauchsfähigkeit noch eine Oberflächenbehandlung mit Zurichtmitteln erfolgen. Damit wird ein hochwertiger Werkstoff für vielerlei Einsatzmöglichkeiten hergestellt.
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