G4 ist die Bezeichnung für einen RISC-Prozessor von Motorola. Der Prozessor gehört zur PowerPC-Prozessorfamilie und wird primär von Apple eingesetzt.
Der Name G4 spielt auf die "vierte Generation" von PowerPC-Chips an, die von Motorola gefertigt wurden. Das Design des Prozessors wurde in enger Abstimmung zwischen Motorola und Apple entworfen, IBM als Entwickler der PowerPC-Architektur blieb der Entwicklung des G4 fern. Mit ein Grund dafür waren unterschiedliche Ansichten, wie die SIMD-Einheit in den Chip integriert werden sollte.
Die G4-Architektur enthält eine 128-Bit-Vektoreinheit mit dem Namen AltiVec. Diese Einheit ist vergleichbar mit der SSE-Technologie der IA32-Prozessoren. Damit können bis zu vier Gleitkommazahlen gleichzeitig verarbeitet werden, oder aber bis zu 16 Bytes.
In der G4-Architektur wurde auch die Mehrprozessorfähigkeit verbessert. Der Vorgänger G3 ist zwar fähig, mehrere Prozessoren zu koppeln, allerdings mit starken Leistungseinschränkungen. Für den G4 wurde deshalb eine schnelle Chip-zu-Chip-Verbindung mit in die Architektur aufgenommen.
Der Nachfolger des G4 ist der von IBM entwickelte und produzierte G5.
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