Als Fux wird ein neues Mitglied einer Studentenverbindung bezeichnet, das in ein bis zwei Semestern zum Burschen ausgebildet wird. In der Fuxen-Zeit hat der Fux eingeschränkte Rechte und Pflichten und steht unter dem Schutz der Burschen.
Der Verantwortliche für die Ausbildung der Füxe wird Fuxmajor genannt. Die theoretische Ausbildung erfährt der Fux in den Fuxenstunden, die durch den Fuxmajor abgehalten werde.
Die Herkunft des im 15./16. Jahrhundert an den Hochschulen, bzw. in Studentenverbindungen entstandene Begriff Fux bzw. Fuchs ist nicht ganz eindeutig geklärt. Es gibt mehrere Ansätze der Begriffsdeutung:
faex (lat. Hefe, Bodensatz, Abschaum. Schon früher wurde dieser Begriff für die niedrigsten Bevölkerungsschichten verwandt und wurde anscheinend auf die Stu-dienanfänger, als die untersten in der studentischen Hierarchie, übertragen),
faix, feix oder feux (mitteldeutsch für unerfahrener, ungehobelter, ungebildeter Mensch),
vos oder voss (niederdeutsch für Fuchs),
fos oder foss (oberdeutsch für faul),
fucus (lat. Drohne, was so viel heißen mag, dass Student so wenig arbeite wie eine Drohne)
fex (tirolerisch für Narr).
Nicht ganz geklärt und auch heute noch umstritten ist die Schreibweise Fuchs und seine Herleitung aus dem Tierreich. In einem Buch aus dem Jahre 1813 über das Leben an der Göttinger Universität findet man folgende Beschreibung: Fuchs heißt ein Student im ersten halben Jahre. Die Bezeichnung ist nicht sehr unpassend, denn der junge Mensch, der hohe überspannte Begriffe von einer Universität mitbringt; durch die guten Lehren und Lebensregeln seiner besorgten Eltern von den Studenten bange gemacht ist; in jedem, der ihn begegnet, einen Renommisten zu erblicken glaubt; von allen Menschen sich bemerkt wähnt; mithin in Haltung, Gang und Mienen Aengstlichkeit äußert - hat in der That viele Aehnlichkeiten mit einem Fuchse. Nach einigen Wochen verliert sich dieß ängstliche Wesen schon, und gegen das Ende des halben Jahres pflegen durchaus ein entgegengesetzes Benehmen zu zeigen; sie wollen oft früher fliegen, ehe sie Flügel haben und fallen so in eine andere Lächerlichkeit. Man erkennt sie dem ungeachtet für Füchse. (zitiert nach "Der Göttinger Student", S. 102).
Erscheinungsbild
Ber farbentragenden Verbindungen sind die Füxe oftmals durch besonderes Couleur ausgezeichnet. I.d.R tragen Krassfuchsen und Brandfuchsen das sog. Fuxenband, das normalerweise eine Farbe weniger als das Burschenband hat, sowie eine Studentenmütze.
Nach einer Fuchsenzeit von meist zwei Semestern wird ein Fuchs feierlich zum Bursch ernannt.
Verschiedene Stufen
Spefux
Angehender Fux, der noch nicht vom Burschenkonvent aufgenommen wurde.
Jungfux
Bereits durch den Burschenkonvent aufgenommen, aber die Rezipierung wurde noch nicht vollzogen.
Krassfux
Rezipierter (feierlich bei einer Kneipe oder einem Kommers aufgenommener) Fux, daher berechtigt Fuxenband und Mütze zu tragen.
Brandfux
Fux, der die Branderprüfung bestanden hat, und die Zeremonie der Branderung durchlaufen hat (Extrinken des Brandergetränkes und Anschwärzung)
Fux ist auch ein Nachname, der z.B. im Mattertal des KantonsWallis (Schweiz) verbreitet ist.
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