Die Futurologie (von lat. futurum, »Zukunft«) (auch Zukunftsforschung) umfasst alle Fragen, die mit der Zukunft in der Welt zu tun haben. Der Begriff Futurologie wurde 1943 von Ossip K. Flechtheim eingeführt.
Planungen oder Vorhersagen in Bereichen wie Technik, Forschung, Wirtschaft o. Ä. gehören zur Futurologie.
Lange Zeit war die prinzipielle zumindest mittel- und langfristige Voraussage der Zukunft angestrebt. Dabei können aber prinzipiell nur vorhandene Erkenntnisse und Ereignisse einbezogen werden.
In der neueren Forschung werden aber auch Wild Cards einbezogen, die die Grenzen der Berechenbarkeit veranschaulichen. Wild Cards sind unerwartete, unvorhersehbare Ereignisse; dazu gehörten vor 200 Jahren Basiserfindungen, wie Eisenbahn, Auto, Rundfunk, Internet oder Naturereignisse, wie Ozonloch, Klimaänderungen durch Ausstoß von Kohlendioxid und Ähnliches. Heute sind es keine Wild Cards mehr, sondern bekannte Ereignisse, die sich aber vorher prinzipiell nicht antizipieren ließen.
Nicht zur Futurologie gehören unwissenschaftliche Methoden wie Wahrsagerei und ähnliche.
Dennis Meadows: Die Grenzen des Wachstums. dva, Stuttgart 1972.
Mit den Mitteln der Computersimulation und Systemtheorie werden gegenwärtige Entwicklungen z. B. des Energie- und Rohstoffverbrauches, des Bevölkerungswachstums und der Umweltzerstörung in die Zukunft verfolgt. Nach wie vor eines der wichtigsten Bücher der Futurologie, da es die naturwissenschaftlichen Grenzen unserer Zukunft aufzeigt.
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