Insgesamt bewarben sich 107 Nationen um die 24 Endrundenplätze. Für die einzelnen Kontinente waren die Teilnehmerzahlen fest vorgegeben.
Europa stellte 13 Teilnehmer, hinzu kam Spanien, die als Ausrichter automatisch qualifiziert waren. WM-Plätze gab es für die ersten drei der südamerikanischen Qualifikationsrunde, sowie für Argentinien, die als Titelverteidiger ebenfalls direkt qualifiziert waren. Nord- und Mittelamerika, Asien und Ozeanien, sowie Afrika stellten je 2 Teilnehmer.
Größte Überraschung der Qualifikation war das Ausscheiden des Vizeweltmeisters Niederlande, die hinter Belgien, Frankreich und Irland nur den vierten Platz ihrer Gruppe belegten. Für Algerien, Honduras, Kamerun, Kuwait und Neuseeland war es die erste WM-Teilnahme überhaupt.
Folgende Länder qualifizierten sich für die Endrunde:
Afrika: Algerien (Info) - Kamerun
(Info)
Asien/Ozeanien: Kuwait (Info) - Neuseeland
(Info)
Europa: Belgien
(Info) - CSSR (Info) - Deutschland (Info) - England (Info) - Frankreich (Info) - Italien (Info) - Jugoslawien (Info) - Nordirland (Info) - Österreich (Info) - Polen (Info) - UdSSR (Info) - Schottland (Info) - Spanien (Info) - Ungarn (Info)
Nord- und Mittelamerika: El Salvador
(Info) - Honduras (Info)
Südamerika: Argentinien
(Info) - Brasilien (Info) - Chile (Info) - Peru (Info)
In der Vorrunde der WM, die erstmals mit 24 statt wie bisher mit 16 Mannschaften ausgespielt wurde, schafften fast alle Favoriten mehr oder weniger leicht den Sprung in die Zwischenrunde.
Die erste Überraschung des Turnieres gelang Belgien, die im Eröffnungsspiel den amtierenden Weltmeister Argentinien mit 1:0 niederkämpften. Für weitere Überraschungen sorgte Algerien, das Deutschland mit 2:1 schlug und Nordirland, die vor Spanien und den ebenfalls stärker eigeschätzten Jugoslawen erster in Gruppe 5 wurden. Keiner der 5 WM-Debütanten schaffte die Sensation und erreichte die Zwischenrunde.
Zum Skandal der Vorrunde wurde das abschließende Gruppenspiel zwischen Deutschland und Österreich. Beiden Mannschaften genügte ein knappper Sieg Deutschlands, um in die Zwischenrunde zu kommen, nachdem das Endergebnis zwischen Chile und Algerien bereits vor dem Spiel feststand, war ein solches Ergebnis praktisch vorprogrammiert. Dementsprechend lief das Spiel dann auch ab. Nach dem 1:0 für Deutschland durch Horst Hrubesch in der 11. Minute begnügten sich beide Mannschaften damit, den Spielstand zu halten. Der Einzug beider Mannschaften bekam einen faden Beigeschmack. Nicht wenige vermuten bis heute eine Absprache zwischen beiden Teams. Nach diesem Spiel wurden die Regeln bei Euro- und Weltmeisterschaften so geändert, dass die beiden letzten Spiele einer Gruppe zur gleichen Zeit angepfiffen werden.
Für den höchsten Sieg der Vorrunde sorgte Ungarn. Sie schlugen El Salvador mit 10:1, zum Weiterkommen reichte es dennoch nicht.
In der Zwischenrunde kam es zu 4 3er Gruppen, in denen sich jeweils nur der Erstplatzierte für das Halbfinale qualifizierte.
In Gruppe A belegten am Ende die Polen vor dem "großen Bruder" aus der UdSSR den 1. Platz.
In Gruppe B setzte sich Deutschland gegen die Rivalen aus England und Spanien durch. Besonders kurios war dabei das Ausscheiden von England. Sie mussten keine einzige Niederlage einstecken und schieden trotzdem aus.
In Gruppe C kam es zu einem denkwürdigen Spiel zwischen Brasilien und Italien. Nachdem beide Teams Argentinien bereits schlagen konnten, reichte Brasilien aufgrund der besseren Tordifferenz bereits ein Unentschieden zum Erreichen des Halbfinals. Der vielgescholtene Paolo Rossi, der bis dahin noch ohne Torerfolg geblieben war, erzielte alle drei Tore beim 3:2 Erfolg gegen den WM-Favoriten vom Zuckerhut. Zwei mal konnten die Brasilianer noch ausgleichen. Das dritte Gegentor war dann eines zu viel.
In Gruppe D setzten sich die Franzosen erwartungsgemäß gegen Nordirland und Österreich durch.
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