Gegenwärtig hat Fürth ca. 112.000 Einwohner (Stand: Juli 2003) und ist damit nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt Mittelfrankens sowie die siebtgrößte Stadt Bayerns.
Fürth bildet mit den Städten Nürnberg und Erlangen ein Städtedreieck, welches das Kernland des mittelfränkischen "Großraums" (Ballungsgebiet) bildet und eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern darstellt.Da Fürth schon immer sehr liberal war und auch (vor allem den aus Nürnberg vertriebenen) Juden Zuflucht gab, galt Fürth lange Zeit als "Fränkisches Jerusalem".
Der historische Kern der Stadt befindet sich östlich und südlich der FlüsseRednitz und Pegnitz, die gleich nordwestlich der Altstadt zur Regnitz zusammenfließen. Westlich der Stadt, jenseits von Südwesttangente und Main-Donau-Kanal, steigt der Fürther Stadtwald an. Östlich der Stadt liegt in etwa gleicher Höhe die Stadt Nürnberg. Nördlich dehnt sich das fruchtbare teilweise zum Stadtgebiet gehörige Knoblauchsland aus. Südlich der Stadt findet man ein Mischgebiet aus breiten Autostraßen, Kanal und Flussaue.
Nachbargemeinden
[Bild:] Ansicht von NW mit Martinskapellendenkmal in den Rednitzwiesen und der Stadtsilhouette mit Kirche St. Michael und Rathausturm
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Fürth, sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
1. Juli1972: die Gemeinde Vach (liegt nördlich von Fürth, westlich des Flusses Regnitz und des Baches Zenn, am östlichen Ortsrand führt der Kanal entlang)
1. Juli1972: aus der Gemeinde Boxdorf die Gemeindeteile Herboldshof und Steinach
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.
Die lutherischen Geistlichen der Stadt wurden von St. Lorenz in Nürnberg präsentiert. Da neben der Reichsstadt Nürnberg u.a. auch die Dompropstei Bamberg die Stadtherrschaft ausübte, gab es jedoch stets auch Katholiken - wenn auch zahlenmäßig nur sehr wenige - in der Stadt. So wurden z.B. der dompropsteiliche Amtmann und seine Bediensteten vom Deutschordenshaus Nürnberg her betreut.
Nach 1792 wurden die protestantischen Gemeinden Fürths dem königlich-preußischen Konsistorium in Ansbach unterstellt und nach dem Übergang der Stadt an Bayern wurden sie Teil der Protestantischen Kirche des Königreichs Bayern, die zunächst lutherische und reformierte Gemeinden umfasste. Die Kirchengemeinden gehörten dann zum Dekanat Zirndorf. 1885 wurde Fürth Sitz eines eigenen Dekanats, das heute zum Kirchenkreis Nürnberg gehört.
Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nahm die Zahl der Katholiken in der Stadt wieder zu. Im Jahre 1829 konnte die erste katholische Kirche der Stadt seit der Reformation geweiht werden, die Kirche "Zu Unserer Lieben Frau". Später entstanden weitere Pfarrgemeinden, die zunächst zum Dekanat Nürnberg des Erzbistums Bamberg gehörten. 1961 wurde Fürth Sitz eines eigenen katholischen Dekanats innerhalb des Erzbistums.
Das Verhältnis der Protestanten zu den Katholiken betrug im 20. Jahrhundert etwa 2/3 zu 1/3.
Es war das erste jüdische Krankenhaus Deutschlands. 1670 wurden viele Juden aus Wien aufgenommen, so dass es 1716 etwa 400 jüdische Familien in der Stadt gab. 1807 betrug der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung 19%. 1830 wurde die Talmudschule geschlossen. 1862 erfolgte die Gründung einer jüdischen Volksschule und 1882 einer Mittelschule.
Die höchste Zahl jüdischer Mitbürger wurde 1880 mit ca. 3.300 erreicht. Im Jahre 1938 wurde die Synagoge in der sog. Reichskristallnacht zerstört und die jüdische Bevölkerung ab 1941 überwiegend deportiert.
Natur
[Bild:] Pegnitz (Fluss), eine 2003 neu angelegte Flussschleife, von NO
Der Stadtökologische Lehrpfad wurde 1999 eingerichtet (3km, 10 Stationen) und 2003 um eine Route B (7km, 10 Stationen) erweitert. Ausgangspunkt beider Touren ist die U-Bahnstation »Stadthalle«. Im Verlauf des Lehrpfads werden einzelne Lebensräume in ihrer Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt erklärt (z.B. Kirchhof St. Michael, Städtischer Friedhof, Scherbsgraben); es wird auch auf die Ausweisung bestimmter Flächen als Landschaftsschutzgebiet und auf die Problematik umweltverändernder Maßnahmen wie Flussbegradigungen hingewiesen.
Die Sonnenscheindauer beträgt im Durchschnitt 1766 Stunden pro Jahr.
Quellen
Die Gustav-Adolph-Quelle liegt bei Weikershof, gleich an der Rednitz und wurde erst 2000 wiederbelebt und mit einem Pavillon ausgestattet. Bis in die 1980er wurde die Quelle mit ihrem 19 Grad warmen Wasser für ein Schwimmbad genutzt, nach dessen Abriss floss das Wassser, immerhin 160 Liter pro Minute, ungenutzt in den Fluss.
[Bild:] Weikershof bei Fürth, Gustav-Adolph-Quelle an der Rednitz, von NO (2003-11-30)
Aufgrund des schwachen Schwefelgeruchs wird die Quelle auch Gaggerlasquelle genannt.
Flora
In dem regelmäßig durchforsteten Stadtwald kommen mehrere Baumarten, Sträucher, Farne und Moose sowie Blumen vor. An Bäumen überwiegen Kiefern, häufig sind auch Birken, Eschen und Fichten. Bei den Kleinsträuchern sind vor allen Dingen Heidelbeeren zu verzeichnen.
Fauna
[Bild:] Wehr in der Rednitz unterhalb der Stadthalle
Innerhalb der Stadt leben Tauben, Spatzen, Amseln und einige Meisen; Schwalben und Stare je nach Saison. Einige wenige Störche beziehen jährlich die Horste nahe der Pegnitz-Aue. Man kann entlang der Rednitz bzw. nach deren Zusammenfluss mit der Pegnitz zur Regnitz auch Graureiher und gelegentlich Kormorane beobachten.
Fledermäuse und Ratten kann man an der Pegnitz bzw. der Rednitz auch beobachten.
Politik
Wappen
Das Wappen der Stadt Fürth zeigt in Silber ein dreiblättriges grünes Kleeblatt. Die Stadtfarben sind weiß-grün.
Das dreiblättrige Kleeblatt taucht erstmals 1562 in den Siegeln der Stadt auf, als es von einer Hand gehalten wird, welche von zwei Halbmonden beseitet ist. Die Herkunft ist nicht geklärt, vermutlich geht die Dreiheit jedoch auf die "Dreiherrschaft" während des Mittelalters zurück. Ab 1792 erscheinen sogar drei Kleeblätter auf einem Dreiberg. 1818 erhielt die Stadt ein neues Wappen, das ein grünes Kleeblatt umgeben von einem grünen Eichenzweig zeigte.
Dieses Wappen wurde über 100 Jahre lang geführt. 1939 wurde jedoch der Eichenzweig beseitigt. Gleichzeitig wurde eine Flagge eingeführt, die in Weiß zwei grüne Streifen und im grünen Oberteil das Wappen zeigte. Später wurde die Flagge jedoch auf die Farben Weiß und Grün vereinfacht.
Bürgermeister etc.
Die Stadt wurde bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts von einem dompropsteilich-bambergischen Amtmann geleitet. Aus der Stadt wurden zwei Bürgermeister gewählt, bis 1697 vier, ab 1718 acht. Ihnen standen "Vorsteher" zur Seite.
Nach dem Übergang an Bayern wurde Fürth 1808 eine Stadt II. Klasse und direkt der Kreisverwaltung unterstellt. Später bezeichnete man solche Städte als "kreisfrei". Ab 1818 wurde Fürth eine Stadt I. Klasse und somit von einem 1. Bürgermeister geleitet, dem ein 2. Bürgermeister zur Seite stand. Seit 1. Januar 1908 trägt der 1. Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister.
Seit 2002 ist Thomas Jung (SPD) Oberbürgermeister.
Siehe auch: Liste der (Ober-)Bürgermeister der Stadt Fürth
Xylokastro (Griechenland), seit 2001 (nur Städtefreundschaft)
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Spielwarenindustrie ist in Fürth ein Wirtschaftsfaktor; vom kleinen Handwerkbetrieb bis zum großen Industrieunternehmen ist auf diesem Sektor alles vertreten. Die Arbeitslosigkeit betrug in Fürth Ende 2002 12,2 Prozent.
Eine große Bedeutung hatte in Fürth früher auch das Brauwesen gehabt. Die fünf großen Brauereien waren Humbser, Brauerei Geismann, Brauerei Grüner, Evora & Meyer und Berg Bräu. Um die vorige Jahrhundertwende agierte Fürth als Bierstadt sogar noch vor München. "Quelle", das größte Versandhaus Europas, hat in Fürth seinen Hauptsitz.
Bei der Energieversorgung setzt Fürth zunehmend auf Solarenergie. Seit Ende 2003 werden durch Photovoltaikanlagen über 1,3 Megawatt Leistung produziert, die über "infra" als örtlichen Energieversorer in das Netz eingespeist werden. Neben zahlreichen privaten Erzeugern produziert die Anlage in Atzenhof mit fast 1 Megawatt den Hauptanteil.
An der Regnitz, kurz nach dem Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz, wurde 2003 (?) ein neues Pumpwerk errichtet, das die künstliche Beregnung des nordöstlich gelegenen Knoblauchslands sicherstellen soll.
Fürth besitzt einen IC-Bahnhof; Züge des Fernverkehrs Nürnberg-Würzburg und Nürnberg-Bamberg halten hier. Regelmäßige Regionalverbindungen gibt es nach Nürnberg, Neustadt a.d.Aisch-Würzburg-Frankfurt a.M, Erlangen-Forchheim-Bamberg-Lichtenfels und im halbstündigen Takt mit der Regionalbahn über Zirndorf nach Cadolzburg.
Die Fürther U-Bahn ist Teil des U-Bahn-Systems Nürnberg/Fürth.
Alle Stadtteile, auch die ländlichen Eingemeindungen, werden mit Buslinien erschlossen. Die Linien verkehren alle innerhalb des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) zu einheitlichen Preisen. Die Straßenbahn nach Nürnberg ist seit dem 20. Juni 1981 eingestellt, von diesem Tag bis zur Fertigstellung der U-Bahn verbanden Busse die beiden Städte; die letzten Gleisreste an der Billinganlage wurden Anfang 2004 im Zuge der Neugestaltung der Anlage und dem Neubau der Flutbrücke entfernt.
Durch forcierten Radwegebau (z.B. Flößaustraße) seit ca. 2002 wird das Verkehrsgeschehen für alle Teilnehmer komplizierter und für die Schwächeren unter diesen gefährlicher. Vielfach behindern sich nun alle Verkehrsteilnehmer gegenseitig und die Radfahrer müssen die Geschwindigkeit drosseln, um Fußgänger nicht zu gefährden und um sich selbst bei Straßenquerungen nicht in Gefahr zu bringen. Im Gegenzug wurde die Benutzungspflicht einiger Radwege (z.B. Südseite der Ludwigstraße) aufgehoben.
Für den ruhenden motorisierten Individualverkehr stehen Parkplätze und mehrere Parkhäuser zur Verfügung (2003 nicht ausgelastet, jedoch ist Baubeginn für ein neues 6,2 Mio. teures Parkhaus an der Mathildenstraße für Anfang 2004 geplant).
Medien
In Fürth erscheint als Tageszeitung die "Fürther Nachrichten", welche zu großen Teilen inhaltsgleich mit den Nürnberger Nachrichten ist. Das Blatt wird verantwortet vom Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co.
Die Stadt hat neben Grundschulen alle weiterführen Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Sonderschule) sowie Berufliche Schulen.
Kommunale Einrichtungen
Hallen- und Freibad am Scherbsgarten: Im Freien gibt es ein 50-Meter-Becken (mit 8 Bahnen), ein Sprungbecken mit 10-Meter-Turm, ein großes zweigeteiltes Nichtschwimmerbecken mit Wasserspielen und einer kleinen Rutsche sowie ein achteckiges Becken, das wohl als Freibecken zur Sauna gehört.
Städtische Volksbücherei (Vobü) mit Zweigstellen, deren Bestände seit Ende 2003 über das Internet abgefragt werden können.
Stadtbücherei und Stadtarchiv (in Burgfarrnbach)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater und Komödie
Fürth hat ein sehr schönes Stadttheater (siehe auch Theater Fürth), in welchem laufend Ensembles aus ganz Deutschland auftreten, da Fürth keine eigene, fest angestellte Schauspieltruppe hat. Entworfen haben dieses Bauwerk im Jahr 1902 die damals begehrten Theaterarchitekten Fellner und Helmer. Die Wiener Architekten orientierten sich dabei an der italienischen Renaissance-Baukunst und des Barock.
In der Comödie Fürth treten nicht nur die fränkischen Kult-Komödianten Volker Heißmann und Martin Rassau auf, sondern auch Stars renommierter deutscher Boulevardtheater. Die Aufführungen finden im alten Berolzheimerianum, einem im Jahr 1906 erbauten Jugendstilbau statt. Die Comödie bietet neben verschiedener Shows und Veranstaltungen auch ein elegantes Restaurant, eine Bar mit der wohl längsten Theke in Nordbayern, ein lichtdurchflutetes Bistro und einen romantischen Sommergarten, in dem man Sonntags brunchen kann.
Fürth besitzt eine Kneipenmeile, die sich im Altstadtviertel (Gustavstraße) befindet. Dort findet man viele kleine Kneipen, wie die allseits beliebte Kaffeebohne, aber auch gute Restaurants mit fränkischer Küche.
Bis ins Jahr 1982 war der 1895 errichtete Geismannsaal (Zugang Alexanderstraße) der bedeutendste und größte Saalbau in Fürth. In ihm kam auch der berühmte Poculator zur Ausschank.
Man findet in Fürth zwei Cocktail-Bars, das Sausalitos und das El Floriditas. Dann noch den Andalusischen Hund, wo man Tapas und Wein genießen kann und Restaurants mit kulinarischen Spezialitäten wie Japanisch, Thailändisch oder Mexikanisch.
Einkaufen (»Shoppen«) kann man im Fürther City Center, aber auch in der Grünen Halle, auf den Wochenmärkten oder in all den vielen Einzelhandelsgeschäften in der Innenstadt etc.
Stadtbild
In Fürth sind rund 2000 Baudenkmäler zu verzeichnen.
Das historische Stadtbild ist weitgehend erhalten, nur an wenigen Stellen durch moderne Zubauten gestört (z.B. die Hochhäuser am Bahnhof, Stadtsanierung südlich der Königsstraße 1978/79). Mehrere Straßenzüge mit geschlossener Bebauung des 18. Jahrhunderts prägen das Bild der Innenstadt. An der Hornschuhprommenade stehen die vielfältig gestalteten Wohnmietshäuser der Gründerzeit und des Jugendstils.
Das im italienischen Stil zwischen 1840 und 1850 erbaute Fürther Rathaus erinnert stark an den Palazzo Vecchio in Florenz und gilt als Wahrzeichen der Stadt.
Museen
Das Jüdische Museum Franken in Fürth (Königstr. 89), einer der beiden Standorte des Jüdischen Museums Franken (http://www.juedisches-museum.org) wurde 1999 eröffnet. Im Kernbestand geht das Haus bis ins 17. Jahrhundert zurück; es wurde bis ins späte 19. Jahrhundert von jüdischen Familien bewohnt. Stuckdecken, eine historische Laubhütte und ein Ritualbad im Keller haben sich erhalten. Dem als Begegnungsstätte konzipierten Haus sind auch eine Buchhandlung und eine Cafeteria angeschlossen.
Die evangelische Kirche St. Michael stammt im wesentlichen aus gotischer Zeit, wurde jedoch später mehrfach umgebaut; an den Langhaussaal mit einem unsymmetrisch einbezogenen mächtigen Westturm schließt sich im Osten ein gestrecker polygonal gebrochenen Chor an. Der stimmungsvolle Innenraum geht auf das 19. Jahrhundert zurück; als Besonderheit ist ein Sakramentshaus (um 1500/10) anzuführen.
Die katholische Kirche ist ein Bauwerk des Klassizismus; ebenso die evangelische Auferstehungskirche im heutigen Stadtpark, die als ehemalige Friedhofskirche nord-südlich ausrichtet ist. In der Südstadt befinden sich die neugotische Kirche St. Paul und die neubarocke Kirche St. Heinrich und Kunigunde.
Profane Baudenkmäler
Der restaurierte Liershof wurde 1621 (dat.) als zweigeschossiger Quaderbau mit hohen Giebelwänden und zweistöckigem Zwerchhaus aus Fachwerk errichtet. Um 1700 entstand das Lochnersche Gartenhaus (Theaterstraße),
dem wohl 1750 (dat.) der polygonale Treppenturm angefügt wurde.
Das Alte Rathaus, mit Turm (55 m) im italienischen Stil, wurde von Eduard Bürklein 1840-50 errichtet. Der Turm ist eine angepaßte Nachahmung des Palazzo Vecchio in Florenz und gilt als Wahrzeichen der Stadt. -
Das ältere ehemalige Rathaus liegt ca. 300 m südwestlich der Michaelskirche unscheinbar unterhalb im Tal.
Das Empfangsgebäude des historischen Bahnhofs entwarf Eduard Rüber
und es wurde 1863/1864 errichtet.
Den ehemaligen Schlachthof, jetzt Kulturforum, findet man unterhalb der Stadthalle, direkt an der Rednitz. An der Schwabacher Straße erstreckt sich eine Brauerei mit Gebäuden vom beginnenden 20. Jh.
[Bild:] Gauklerbrunnen am Grünen Markt, v. SO
Der Gauklerbrunnen (2004) von Harro Frey am Grünen Markt ist der jüngste Brunnen der Stadt; er setzt sich aus 3 eigenständigen Figurengruppen zusammen, von denen zwei durch Wasserelemente verbunden sind.
Entlang der Pegnitz erstreckt sich der der in die Auen übergehende Stadtpark. Neben Spazierwegen und Bänken bietet der Park u.a. Ententeiche, einen Kinderspielplatz, einen Minigolfplatz, einen Rosengarten, eine ca. 2001 angelegte Streuobstwiese und einige wenige Denkmäler sowie einen botanischen Schulgarten.
Sommer: Beach-Volleyball-Tournier auf der Freiheit
Sommer: Fürth Festival in der ganzen Innenstadt
Sommer: Sommerfest auf der Hardhöhe
Herbst: Grafflmarkt
Oktober: "Michealiskirchweih", größtes und bedeutendstes Volksfest der Stadt, seit mehr als 800 Jahren
Dezember: Weihnachtsmarkt
Sport und Freizeit
Sport
Bekannt geworden ist Fürth in der Sportwelt durch den Traditionsverein und dreifachen deutschen Fußballmeister SpVgg Fürth (nach dem Beitritt der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth lautet der Vereinsname heute SpVgg Greuther Fürth). Der Verein spielt derzeit in der 2. Bundesliga (2003/2004); das Stadion befindet sich im Stadtteil Ronhof.
Die Rollhockey-Mannschaft von RHC Monteith Fürth erkämpfte in den 80er Jahren dreimal die deutsche Vizemeisterschaft.
Berühmte Leichtathleten brachte der LAC Fürth hervor.
Freizeit
[Bild:] Grillplatz südwestlich der Altstadt
Der größte innerstädtische Grillplatz liegt an der Rednitz, unterhalb der Bahnlinie nach Würzburg und neben dem Freibad; die Stelle ist von schattenspendenden Bäumen bestanden und mit einer Herdanlage sowie einigen massiven Sitzgruppen ausgestattet.
Minigolfplätze gibt es im Stadtpark und an der Pegnitz, kurz vor dem Zusammenfluss mit der Rednitz (unterhalb vom Stadtfriedhof) und beim Frei- und Hallenbad.
Persönlichkeiten
Der berühmteste Sohn der Stadt ist Henry Kissinger, der z.B. 1959, 1988, 1994 und zuletzt 2004 Fürth besuchte; seit 1998 ist er auch Ehrenbürger. Auch der deutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard stammte aus Fürth.
1) Stadt im bayr. Regierungsbezirk Mittelfranken, in: Meyers Konversationslexikon, 4.Aufl. 1888-90, Bd.6, S.797.
Dehio: Bayern I: Franken, 2. Aufl., München 1999, S.363ff.
Adolf Schwammberger: Fürth von A bis Z. Ein Geschichts-Lexikon, Fürth 1968.
Gerd Walter (Hg.): Fürth - Die Kleeblattstadt, Fürth 1991.
Gerd Walter: Die Fürther Altstadt, Fürth 1990.
Andrea Sommer, Die Fürther Südstadt [(I)], in: Fürther Heimatblätter, NF 39, 1989, S. 1; (II), NF 40, 1990, S. 1; (III), NF 40, 1990, S. 81; (IV), NF 41, 1991, S. 10.
Bayerisches Städtebuch; Band V 1. Teilband Unter-, Mittel- und Oberfranken aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte" - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1971
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