Der Fritter (auch Kohärer genannt) wurde in den 1890er Jahren von Branly als erster, brauchbarer Indikator für (damals noch) gedämpfte, Elektromagnetische Wellen entwickelt. Ursprünglich bestand der Fritter aus einem elektrisch isolierenden Rohr (i.d.R. Glas aber auch Hartgummi/Ebonit), welches teilweise mit Metallspänen gefüllt war. Den Abschluß bildeten zwei Elektroden, über die die anzuzeigenden elektromagnetischen Wellen zugeführt wurden.
Im Grundzustand ist die mit Metallspänen teilweise ausgefüllte Strecke zwischen den beiden Elektroden elektrisch (praktisch) nicht leitfähig. Treffen nun elektromagnetische Wellen auf die beiden Elektroden, so entstehen zwischen den Metallspänen kleinste Funken (ähnlich der Funkenbildung beim sog. "Resonator" der Versuche zu elektromagnetischen Schwingungen von Heinrich Hertz). Hierdurch "verschweißen" die Metallspäne miteinander, so daß die Strecke zwischen den beiden Elektroden des Fritters elektrisch (hochohmig) leitfähig wird. Dieser Effekt wurde dazu benutzt, ein seinerzeit übliches, empfindliches Telegraphenrelais anziehen zu lassen und über dieses Relais einen Morseschreiber anzusteuern.
Da der Fritter nach dem Eintreffen elektromagnetischer Wellen leitfähig blieb, mußte er wieder in den nicht leitenden Zustand zurückversetzt werden. Hierzu reichte es aus, den leitend gewordenen Fritter mechanisch zu erschüttern, was praktisch durch einen Klöppel (ähnlich dem Klöppel einer elektrischen Klingel) bewirkt wurde. Dieser Klöppel wurde gleichzeitig mit dem Morseschreiber durch das bereits erwähnte Telegraphenrelais angesteuert.
Die Kombination aus Fritter, Klöppel, Telegraphenrelais und Morseschreiber ermöglichte in der Anfangszeit der Funktechnik, die damals sog. "drahtlosenTelegramme" automatisch aufzuzeichnen.
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