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Frankfurt Galaxy

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Inhaltsverzeichnis


1 Die frühen Jahre 1991-1992

2 Die erfolgreichen Jahre ab 1995

3 Die Bilanz der Frankfurt Galaxy

4 Internet - Links


Die frühen Jahre 1991-1992

Anfang der 1990er Jahre beschloss die US-amerikanische Profi-Football-Liga NFL, den Football auch außerhalb der USA bekannter zu machen. Als deutscher Standort für die "World League of American Football (WLAF)" (heutzutage NFL Europe) wurde Frankfurt am Main ausgesucht, da man durch die dort stationierten US-Soldaten einen verlässlichen Zuschauerstamm vermutete. Zudem liegt Frankfurt zentral in Deutschland, und dort wurde mit den "Frankfurter Löwen" in den 1970er Jahren die erste deutsche Football-Mannschaft gegründet. Gespielt wurde im Waldstadion, als Name "Frankfurt Galaxy" festgelegt, die Mannschaftsfarben violett/orange/weiß erinnerten teilweise an die Minnesota Vikings der NFL.


Das allererste Spiel der neuen Liga wurde Anfang April 1991 in Frankfurt ausgetragen, nachdem der Spielball per Helicopter ins Waldstadion eingeflogen wurde. Die neuformierten Mannschaften waren noch nicht richtig eingespielt, insbesondere die Angriffs-Teams. Die London Monarchs wechselten den Quarterback aus, worauf der neue QB Stan Gelbaugh mit einem spektakulären langen Touchdown-Pass die Grundlage für den Sieg der Gäste legte (und seine spätere NFL-Karriere). Im Nachhineien stellte sich heraus, dass dies gleich das Spitzenspiel des Jahres war, denn die Frankfurt Galaxy und die London Monarchs galten als die besten Mannschaften der WLAF-Saison 1991, wie überhaupt die drei europäischen Teams die Liga dominierten, zum Missfallen der Beobachter in Übersee. Die London Monarchs sicherten sich frühzeitig einen Platz im Worldbowl. Frankfurt Galaxy konnte sich knapp nicht qualifizieren, da die London Monarchs mit einer Niederlage gegen die barcelona Dragons eben diesem Team den Einzug ins Finale ermöglichte, das sie dann auch deutlich gewannen.


Die Galaxy galt mit 7 Siegen bei 3 Niederlagen als zweitbestes Team der Liga. Die Heimspiele entwickelten sich bald zur "Party"-Geheimtip, nicht nur unter US-Soldaten oder eingefleischten Football-Fans, die aus halb Deutschland anreisten, um Quarterback Mike Perez, Running Back Tony Baker oder den aus dem Südpazifik stammenden Linebacker Yepi Pau'u anzufeueren.


Zum Saisonfinale 1991 konnte Oliver Luck, General Manager der Frankfurt Galaxy, sensationelle 51.653 Zuschauer im Waldstadion begrüßen, deutlich mehr als die alteingesessene Eintracht Frankfurt anzieht. Die Fußballfans der Nation sahen die Zeichen der Zeit auch auf dem Rasen des Waldstadions selber, als während eines Länderspiels der Fußball-Nationalmannschaft viele irritierte Zuschauer beim TV-Sender anriefen um sich nach den merkwürdigen Linien auf dem Spielfeld zu erkundigen.


Die Saison 1992 verlief spielerisch weniger erfolgreich, aber die Fans feierten trotzdem sich und das Team von Coach Jack Elway, dem Vater des Star-QB der Denver Broncos, John Elway.


Die erfolgreichen Jahre ab 1995

Nach zwei Jahren Pause nahm die World League 1995 den Spielbetrieb wieder auf. Der erfolgreiche Galaxy-Manager Oliver Luck wechselte zum neuen Rivalen "Rhein Fire". Neuer Coach wurde Ex-Profi Ernie Stautner, der als Assistenz-Coach der Dallas Cowboys zweimal den Super Bowl gewonnen hatte und der einzige in Deutschland geborene Spieler (oder Coach) ist, der in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen wurde. Am 17. Juni 1995 gewann Frankfurt Galaxy durch einen 26:22-Sieg über die Amsterdam Admirals zum ersten Mal den World Bowl, das Liga-Finale.


Titelverteidiger Galaxy zog 1996 erneut in den World Bowl ein, unterlag im Murrayfield Stadion von Edinburgh den Scottish Claymores aber knapp mit 27:32.


Für die Saison 1997 liehen die San Diego Chargers ihren deutschen NFL-Profi, Werner Hippler, wieder an sein altes Team aus. Trotzdem verfehlte die Galaxy ihr Ziel, das World Bowl-Finale endlich heim ins Waldstadion zu den treuen Fans zu holen. Denn obwohl die Hessen keine Chance mehr auf die Finalteilnahme hatte, kamen zum letzten Heimspiel gegen Barcelona mit 40.743 Zuschauern mehr Fans als zu irgendeinem anderen World-League-Spiel seit 1992. Wirtschaftlich wurde die Saison mit einem sechsstelligen Gewinn beendet.


Zudem wurde Frank Messmer, der 1995 vom Verbandsliga-Team Konstanz 89ers zur Galaxy gekommen war, für seine herausragenden Leistungen zum "Besten Verteidiger Europas" gewählt. Beim "American Bowl" in Dublin im Juli 1997 spielte Messmer im Team des vierfachen Super-Bowl-Champion Pittsburgh Steelers gegen die Chicago Bears.


Für die Saison 1998 verpflichtete Frankfurt Galaxy Dick Curl als neuen Head Coach, der zuvor als Offensive Coordinator beim amtierenden World-Bowl-Champion Barcelona Dragons tätig war. Zudem wurde die "World League" nun in "NFL Europe" umbenannt, und Frankfurt vorab als Austragungsstadt für den World Bowl festgelegt. Nach einem Fehlstart und einer Aufholjagd beendete die Galaxy erstmals die Saison als Tabellenerster, um sich doch noch für das Heimspiel-Finale zu qualifizieren. Aber den World Bowl gewann Lokalrivale Rhein Fire mit 34:10.


In der Saison 1999 führte Dick Curl seine 'Men in Purple' zur zweiten Finalteilnahme in seinem zweiten Jahr als Head Coach. Die NFL Europe League honorierte Curls Leistung erneut mit der Wahl zum 'Coach des Jahres', nicht zuletzt, weil ihm mit dem Einsatz zweier Quarterbacks ein taktisches Meisterstück gelungen war. Beim Endspiel im Düsseldorfer Rheinstadion am 20. Juni 1999 triumphierte Frankfurt Galaxy und gewann durch ein 38:24 über die Barcelona Dragons zum zweiten Mal in der Teamgeschichte den World Bowl.


Die Saison 2000 endete mit dem vorletzten Platz in der Tabelle, der schwächsten Platzierung seit 1997. Beim letzten Heimspiel der Saison verabschiedeten die Fans den Passempfänger Mario Bailey, der über sechs Jahre eine fantastische Karriere im Trikot der Frankfurt Galaxy durchlebt hatte. Neuer Trainer wurde Doug Graber.


Obwohl Frankfurt Galaxy im Jahre 2001 die beste Defense der Liga hatte, war die Offense verletzungsbedingt schwach. Drei der sieben verlorenen Partien gingen mit einem Touchdown oder weniger verloren und wurden immer in letzter Minute verspielt.


Die Saison 2002 begann mit einem Traumstart für die Frankfurt Galaxy, endete jedoch mit Enttäuschungen, da der sicher geglaubte Finaleinzug verpasst wurde.


Nach drei Jahren Endspielabwesenheit gelang der Frankfurt Galaxy in der Saison 2003 wieder der langersehnte Titelgewinn, diesmal gleich über den Rivalen Rhein Fire. Der World Bowl XI im Hampden Park in Glasgow wurde mit 35:16 gewonnen. Damit gewann die Frankfurt Galaxy, als erste Mannschaft den World Bowl zum dritten Mal und ist damit das erfolgreichste Team in der Geschichte der NFL Europe League.


Seit Januar 2004 ist Mike Jones Head Coach, insgesamt der fünfte Head Coach in der Geschichte der Frankfurt Galaxy. Nachdem die Barcelona Dragons als Cologne Centurions nach Köln verlegt wurden, ist und bleibt die Frankfurt Galaxy damit das älteste Team der NFL Europe. Das bei den Fans beliebteste war es sowieso schon immer.


Der Titelverteidiger Frankfurt Galaxy qualifizierte sich erneut für den Einzug ins Finale 2004, das in der "Arena auf Schalke" in Gelsenkirchen ausgetragen wurde. Gegner am 12. Juni war Berlin Thunder, die während der Saison nur eine Niederlage hinnehmen mussten, Frankfurt Galaxy vorher mit 41-0 schlugen und somit als Favorit galten. Tatsächlich gelang es Frankfurt Galaxy zum dritten Male nicht, den World Bowl zu verteidigen, der mit 30:24 nach Berlin ging.


Die Bilanz der Frankfurt Galaxy

  • Saison 1991 7:3
  • Saison 1992 3:7
  • Saison 1995 6:4 World Bowl Champion (26:22 über Amsterdam Admirals)
  • Saison 1996 6:4 World Bowl Teilnahme (27:32 bei Scottish Claymores)
  • Saison 1997 4:6
  • Saison 1998 7:3 World Bowl Teilnahme (10:34 gegen Rhein Fire)
  • Saison 1999 6:4 World Bowl Champion (38:24 über Barcelona Dragons)
  • Saison 2000 4:6
  • Saison 2001 3:7
  • Saison 2002 6:4
  • Saison 2003 6:4 World Bowl Champion (35:16 über Rhein Fire)
  • Saison 2004 7:3 World Bowl Teilnahme (30:24 gegen Berlin Thunder)


Insgesamt 65 Siege und 55 Niederlagen in den 11 Saisonen, sowie 3:3 im World Bowl.


Internet - Links



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