Ferdinand III. war Sohn Ferdinands II. und Maria Annas von Bayern.
Am Hof seines Vaters erhielt er durch Jesuiten seine religiöse und wissenschaftliche Ausbildung. Viel Einfluss auf die Erziehung übte auch der Johanniter Johann Jakob von Dhaun auf den Prinzen aus.
Am 8. Dezember1626 wurde er zum König von Ungarn, am 21. November1627 zum König von Böhmen gekrönt. Nachdem er sich vergeblich um den Oberbefehl des kaiserlichen Heeres und die Teilnahme an Feldzugen bei Wallenstein bewarb, schloss er sich den Gegnern Wallensteins an und wirkte an dessen erneuter Absetzung mit.
Nach dem Tod Wallensteins wurde er am 2. Mai1634 Oberbefehlshaber unter dem Beirat der Generale Gallas und Piccolomini, eroberte Donauwörth und Regensburg, siegte im September 1634 in der Schlacht bei Nördlingen und vertrieb die Schweden aus Süddeutschland. Durch seine Siege gewann er auch an politischem Einfluss. In späterer Folge wurde die Kriegsführung von seinem Bruder Erzherzog Leopold Wilhelm geleitet.
Seitdem arbeitete er ununterbrochen auf Friedensunterhandlungen hin, die 1644 eröffnet wurden, aber erst 1648 zum Abschluss kamen. Die entschiedene Weigerung Ferdinands, die Religionsfreiheit in seinen Erblanden zuzulassen und die geflohenen Rebellen wieder aufzunehmen, trug wesentlich zur Verzögerung des Friedens bei.
Nachdem Ferdinand auf dem Reichstag zu Regensburg1653 die römische Königswahl seines Sohns Ferdinand IV., welcher indes 1654 vor dem Vater starb, bewirkt hatte und ein Bündnis mit den Polen gegen Schweden abschloss, starb er am 2. April1657.
Ferdinand war eine große, stattliche Persönlichkeit, ebenfalls fromm, aber weniger fanatisch als sein Vater und national gesinnt, dabei ein Förderer der Künste und Wissenschaften, sehr musikalisch und selbst Komponist. Von seinen Tonsätzen ließ Wolfgang Ebner eine Arie mit 36 Variationen in Prag 1648 drucken; einen vierstimmigen Gesang mit beziffertem Bass, Melothesia Caesarea, gab Kircher im 1. Teil seiner Masurgie, und einen einfachen vierstimmigen Chorgesang über den Psalm Miserere findet man im 28. Jahrgang der Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung (1826).
Familie
Er heiratete 1628 Maria Anna von Spanien, eine Tochter von Philipp III. von Spanien. Sie hatten folgende Kinder:
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