Feldspat ist eine Gruppe sehr häufiger, quasi "auf dem Feld" vorkommender Silikat-Minerale der chemischen Zusammensetzung (Na,K,Ca,Ba) (Al,Si)4O8. Die in Klammern angegebenen Elemente können sich jeweils gegenseitig vertreten, stehen jedoch immer im selben Mengenverhältnis zu den anderen Bestandteilen des Minerals. Feldspat kristallisiert entweder im monoklinen oder im triklinen Kristallsystem, hat eine mittlere Härte von 6 bis 6,5 und eine sehr variable Farbe, die von farblos über weiß, rosa, grün, blau bis braun reicht. Strichfarbe ist weiß.
Feldspat zählt zu den wichtigsten gesteinsbildenden Mineralen.
Feldspate lassen sich in zwei verschiedene Gruppen einteilen:
Kalifeldspate wie z.B. Orthoklas oder Mikroklin haben einen hohen Anteil an Kalium. Sie lassen sich grob durch die Formel (K, Na)AlSi3O8 beschreiben, sind allerdings nur bei hohen Temperaturen stabil mischbar. Bei der Abkühlung kommt es zu Entmischungen, die sich in natriumreichen Lamellen in Kalifeldspat ("Perthit", KAlSi3O8), bzw. in kaliumreichen Lamellen in Albit ("Antiperthit", NaAlSi3O8) äußern. Den Vorgang selbst bezeichnet man als "perthitische Entmischung".
Die auch Plagioklase genannten Kalknatronfeldspate wie Albit und Labradorit zeichnen sich dagegen durch einen großen Gehalt an Kalzium und Natrium aus. Ihre Reihe wird durch die Formel NaAlSi3O8 (Albit) - CaAl2Si2O8 (Anorthit) zusammengefasst. Die Bezeichnung eines Einzelminerals kann mittels Prozentangaben erfolgen: Zum Beispiel besteht ein Andesin aus 60 Prozent Albit und 40 Prozent Anorthit und wird daher mit Ab60An40 bezeichnet.
Welcher Feldspattyp sich in einem gegebenen magmatischen Gestein findet, hängt von der chemischen Zusammensetzung und der Temperatur der ursprünglichen Schmelze ab: Kalifeldspate bilden sich bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen in siliziumdioxidreichen Magmen, die beim Abkühlen die GesteineGranit und Rhyolith bilden. Ist die Schmelze dagegen eher arm an Siliziumdioxid und kristallisiert bei vergleichsweise hoher Temperatur, so entstehen Kalknatronfeldspate, die sich dann in Gesteinen wie Gabbro oder Basalt finden.
Verwendung als Rohstoff
Einige Varietäten des Feldspat wie Labradorit oder Orthoklas finden bei geeigneter Qualität als Schmuckstein Verwendung.
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